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Sebastian Vettel erinnert sich: Ayrton Sennas Tod damals nicht verstanden

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Sebastian Vettel erinnert sich: Ayrton Sennas Tod damals nicht verstanden
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll
01.05.2019, 17:28

Sebastian Vettel sah den tödlichen Unfall von Ayrton Senna vor 25 Jahren live im Fernsehen - Wie auch Romain Grosjean verstand er die Tragweite damals aber nicht

Als Ayrton Senna vor 25 Jahren seinen tödlichen Unfall in Imola hatte, war Sebastian Vettel gerade einmal sechs Jahre alt. Trotzdem weiß der heute viermalige Weltmeister noch ganz genau, wie er den Crash miterlebte. "Ich erinnere mich natürlich noch an den Moment, als es passierte", verrät er und ergänzt: "Ich erinnere mich daran, dass ich es im Fernsehen sah."

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich damals verstanden habe, was es bedeutet hat, weil nicht sofort klar war, dass er tot war. Aber mein Vater war ein großer Senna-Fan, und er war natürlich geschockt", berichtet Vettel und erklärt, dass Senna damals ein "großer Verlust für die Formel 1" gewesen sei. "Die Präzision, die er am Lenkrad hatte, war einzigartig", so Vettel. 

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Sein persönliches Vorbild war allerdings immer Michael Schumacher. "Ich weiß, dass viele die beiden miteinander vergleichen", sagt Vettel und ergänzt: "Einige sagen, dass Michel besser ist, andere sagen, dass Ayrton besser ist. Ich denke nicht, dass man sie miteinander vergleichen muss. Beide waren großartig. Ayrton hatte seinen Höhepunkt vor Michael. Es wäre interessant gewesen, sie gegeneinander fahren zu sehen."

Zwar fuhren Schumacher und Senna mehrfach gegeneinander auf der Strecke - und waren sich dabei auch mehr als einmal nicht einig. Doch um den WM-Titel kämpften die beiden nie gegeneinander. Als Senna 1991 seinen dritten und letzten Titel gewann, kam Schumacher gerade erst in die Königsklasse. Der Deutsche seinerseits holte seine erste Weltmeisterschaft erst 1994 nach Sennas Tod.

 

Die heutigen Formel-1-Piloten haben die Rennen von Senna höchstens als Kind live im Fernsehen gesehen - oder sogar nie. Max Verstappen wurde zum Beispiel erst 1997 geboren - mehr als drei Jahre nach Sennas Tod. "Ich bin mir sicher, dass einige seine Rennen online oder Videos davon gesehen haben", erklärt Lewis Hamilton und verrät: "Ich bin mit Videos von ihm aufgewachsen."

"Er war die größter Fahrerikone, die wir hatten, und er war auch als Individuum eine Ikone. Ein echter Leader und ein Meister seines Fachs", so der Weltmeister. Romain Grosjean zählt mit 33 Jahren ebenfalls zu den älteren Piloten im Feld, die Sennas Unfall live miterlebt haben. Er war damals acht Jahre alt und berichtet, dass er das Rennen in seiner Heimat Genf mit seinem Vater im Fernsehen gesehen hat. 

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Ähnlich wie Vettel erkannte auch er die Tragweite des Unfalls damals nicht. "Es dauerte lange, und mir wurde langweilig, und ich ging nach unten zum Spielen. Ich hatte keine Ahnung, was los war", erinnert er sich zurück. Dass Senna heute so eine große Bedeutung im Formel-1-Fahrerfeld hat, führt er darauf zurück, dass die Piloten ihn entweder noch live gesehen haben oder in der Phase kurz nach seinem Tod aufgewachsen sind.

Weiterer Co-Autor: Edd Straw, Valentin Chorunschi. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann