Sebastian Vettel: "Fühle mich noch nicht zuhause im Auto"

Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel erklärt, wo er aktuell bei Aston Martin steht und weshalb er noch nicht eins geworden ist mit dem AMR21-Mercedes

Sebastian Vettel: "Fühle mich noch nicht zuhause im Auto"

Die Wintertests waren schon nicht nach Wunsch verlaufen, und beim Formel-1-Auftakt in Bahrain lief es nicht viel besser: Sebastian Vettel hat bei Aston Martin keinen guten Start in sein neues Grand-Prix-Abenteuer erwischt, auch wenn er sich laut eigener Aussage "richtig gut" im Team eingelebt hat. Auf der Rennstrecke dagegen passt noch längst nicht alles zusammen.

Vettel selbst meint nach P15 im ersten Rennen in Bahrain: "Es kann nur aufwärts gehen." Und genau daran wolle er in den kommenden Wochen gemeinsam mit Aston Martin arbeiten. Denn es gäbe noch viele Baustellen, bis er sich im neuen AMR21-Mercedes wirklich "zuhause" fühle. Diesen Zustand habe er bisher nicht erreicht.

"Es gibt viele Dinge, die mich bekämpfen, sodass ich mich nicht richtig auf das Fahren konzentrieren kann", sagt Vettel, allerdings ohne ins Detail zu gehen. Er spricht lediglich von "Faktoren", die für "kleine Inkonsistenzen" sorgen. "Und das ist keine Hilfe", meint Vettel.

Vettel & Aston Martin: Noch nicht mal bei 50 Prozent

Deshalb sehe er sich und Aston Martin auch noch lange nicht bei einhundert Prozent operieren, sondern eher "noch unter der Hälfte", so Vettel weiter. Er erklärt: "Es gibt noch so viele Sachen, die den Rhythmus brechen und es ziemlich schwierig machen, das Auto zu spüren oder das zu spüren, was ich brauche, um schnell zu fahren."

Es müsse nun "Schritt für Schritt" darum gehen, diese nicht näher benannten Probleme zu lösen. "Ich hoffe, wir kriegen vieles sehr schnell behoben", meint Vettel. Er deutet auch Baustellen bei externen Zulieferern an, wenn er hinzufügt: "Bei manchem davon liegt der Ball bei uns, aber nicht bei allem."

Immerhin: Die Renndistanz in Bahrain habe geholfen, Vettels Saison nach den wenigen Testkilometern in die richtige Richtung zu bewegen. "Es war zwar nicht das Wochenende, das wir uns vorgestellt hatten, aber im Rennen haben wir einiges gelernt, das wir angehen müssen", sagt Vettel.

Glock: Fehler vermeiden, dann besser werden

Er habe "vieles" am Auto probiert und unterschiedliche Abstimmungen getestet, so erklärt der viermalige Formel-1-Weltmeister weiter. "Es gibt aber noch einiges, das nicht wie gewünscht funktioniert. Sobald wir das im Griff haben und wissen, was das Auto braucht, um schnell zu sein, kann es nur besser werden."


Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21, locks up

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21, locks up
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Foto: : Charles Coates / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: : Zak Mauger / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: : Glenn Dunbar / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: : Mark Sutton / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

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Foto: : Mark Sutton / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

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Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: : Charles Coates / Motorsport Images

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21

Sebastian Vettel, Aston Martin AMR21
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Foto: : Charles Coates / Motorsport Images


Doch nicht nur Aston Martin ist gefragt, technisch Fortschritte zu machen. Auch Vettel selbst steht in der Pflicht, besser zu werden, meint 'Sky'-Experte Timo Glock. Denn Vettels Unfall mit Alpine-Fahrer Esteban Ocon im Rennen sei eine "Fehleinschätzung" Vettels gewesen. "Das darf ihm nicht passieren", sagt Glock. "Er muss das jetzt ausblenden und versuchen, Schritt für Schritt nach vorne zu kommen."

Teamchef wirbt um Verständnis für Vettel

Letzteres ist laut Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer der Plan für Vettel. Doch Szafnauer wirbt auch um Verständnis für den Neuzugang in seinem Rennstall: "Er fährt jetzt ein völlig anderes Auto als bisher. Es ist einfach noch sehr frisch."

Die wenigsten Runden aller Formel-1-Stammfahrer 2021 bei den Testfahrten hätten Vettel zusätzlich ins Hintertreffen gebracht. "Es schien, als hätte nur er die ganzen Probleme abgekriegt. Ich bin aber trotzdem zuversichtlich, dass er die Kurve kriegt", meint Szafnauer.

Vettel habe im Bahrain-Grand-Prix, abgesehen von der Szene mit Ocon, seine wahre Klasse schon bewiesen. "Er fuhr von ganz hinten los und kam gut nach vorne, fühlte sich dann wohl im Auto. Das ist positiv", sagt Teamchef Szafnauer. Sein persönliches Zwischenfazit lautet daher: "Sebastian ist auf einem guten Weg."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Stefan Ehlen