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Sebastian Vettel: Letzter Sektor war "zu konservativ"

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Sebastian Vettel: Letzter Sektor war "zu konservativ"
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03.11.2019, 02:09

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel verpasst die Pole-Position in Austin um nur 0,012 Sekunden - Kurve 1 am Sonntag? "Wenn ich kann, dann überhole ich!"

An einem Tag, an dem Eintracht Frankfurt 5:1 gegen Bayern München gewinnt, verliert Sebastian Vettel die Pole-Position in Austin um nur 0,012 Sekunden. Wiegt der Verlust am Samstag in Texas weniger schwer nach diesem Ergebnis in der Deutschen Bundesliga? "Spielen wir hier jetzt Fußball oder fahren wir Rennen?", wundert sich der Heppenheimer lachend.

Er fragt sich: "War es wirklich so langweilig? Habt ihr keine Frage über das Qualifying? Ich glaube, morgen wurde für China Regen prognostiziert. Soll ich das auch kommentieren?", fährt Vettel in der Pressekonferenz fort. "Ich habe gehört, in Finnland soll es schneien", ergänzt Valtteri Bottas amüsiert.

Kurz vor dem Beginn des Qualifying erfuhr er von dem starken Ergebnis seines Lieblingsvereins. Auswirkungen auf seine Leistung hatte das jedoch keine. Er schrammte ganz knapp an der siebten Ferrari-Pole in Serie vorbei, er darf sich aber dennoch über seine hundertste erste Startreihe freuen.

Vettel: "Mein Plan ging nicht ganz auf"

"Oh, ich werde alt!", merkt er darauf angesprochen an. Über den Ferrari hat er sich im Qualifying gefreut, er habe großen Spaß beim Fahren verspürt, schildert er. "Aber wenn man so nahe an der Pole dran ist, dann denke ich, hatte Valtteri heute einfach noch ein wenig mehr Spaß."

Vettel konnte sich schon mit seinem ersten Q3-Versuch auf den zweiten Platz schieben, die 0,012 Sekunden Rückstand holte er im zweiten Versuch nicht mehr auf. "Ich bin eine sehr gute erste Runde gefahren, aber da war noch ein bisschen was drin."

Vor allem im letzten Sektor: "Da war ich ein bisschen zu konservativ", stellt er im Nachhinein fest. Ein Blick auf die Sektorzeiten zeigt: Bottas holte im dritten Sektor 0,108 Sekunden mehr heraus und fuhr absolute Sektorbestzeit, wie auch in Sektor 2 (-0,047 Sekunden). Nur in Sektor 1 war Bottas langsamer als Vettel (+0,143).

 

Foto: Joe Portlock / Motorsport Images

"Da wollte ich wohl einfach auf Nummer sichergehen und erst mal eine schnelle Runde setzen. Ich könnte mich im zweiten Versuch ja noch verbessern. Nur leider schaffte ich keine Verbesserung. Mein Plan ging nicht ganz auf."

Zwar war Vettel in seinem zweiten Versuch im dritten Sektor ein wenig näher an Bottas dran (+0,095), der Finne reduzierte jedoch seinen Rückstand in Sektor 1 und hielt weiterhin die Bestzeit in Sektor 2. Unterm Strich kam daher ein Rückstand von 0,012 Sekunden heraus.

"Wir wollten die Serie weiterführen", meint Teamchef Mattia Binotto nach der Zeitenjagd. "Ich denke, Bottas ist eine fantastische Rundenzeit gefahren mit einem großartigen letzten Sektor. Der Rückstand war minimal, es ist daher auch nicht weiter überraschend, dass kein Ferrari auf der Pole steht", meint er. Das Team möchte am Sonntag den Trend umkehren.

FT3-Änderungen sollen auch der Rennpace helfen

Statt von der Pole-Position aus nicht zu gewinnen - "hat uns zuletzt kein Glück gebracht" - will Vettel von Startplatz zwei angreifen. "Die Distanz [zur ersten Kurve] sieht ein wenig kürzer aus von der Innenseite", lacht er. "Aber das muss ich ja sagen als Zweiter."

Der viermalige Weltmeister weiß, er hat den Powervorteil auf seiner Seite: "Alle sagen, wir haben mehr Power, vielleicht hilft uns das ja, wenn es hier bergauf geht, denn da brauchst du mehr Power. Wir alle werden versuchen, gut zu starten. Dass es hier bergauf geht, ändert nicht wirklich was, außer dass das Anbremsen ein wenig kniffliger ist."

Er wird neben Bottas Richtung Kurve 1 fahren. Könnte der Finne aufgrund des WM-Kampfs ein hartes Duell vermeiden wollen? "Ich weiß es nicht. Ich werde ihn einfach überholen und dann sehen wir weiter!", scherzt Vettel. "Wenn er so denkt, dann habe ich wohl eine gute Chance. Aber das wird ein langes Rennen. Wenn ich kann, werde ich überholen."

Sebastian Vettel, Max Verstappen, Valtteri Bottas

Von Vettel gibt's einen kleinen Klaps für die zwölf Hundertstel

Foto: LAT

Was ihn besonders zuversichtlich stimmt, sind die Änderungen, die er am Samstag durchgeführt hat. "Das Auto fühlte sich heute viel besser an als gestern, was wir gebraucht haben." Zwar habe er im dritten Training keine Longruns mehr durchgeführt, dennoch sei er hoffnungsvoll, dass er mit jener Abstimmung im Rennen mithalten könne.

Am Freitag lag Ferrari in der Rennsimulation laut offiziellen Berechnungen der Formel 1 pro Runde im Schnitt 0,3 Sekunden hinter Mercedes. "Wir haben ganz schön viel verändert am Vormittag, was geholfen hat. Das wird auch im Rennen helfen. Wie sich das genau auf die Pace auswirken wird, werden wir aber erst morgen herausfinden."

Vor allem auf dem harten Reifen habe er am Freitag Schwierigkeiten verspürt. "Die konnten wir einfach nicht zum Arbeiten bringen, das sollte morgen aber kein Problem sein."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Austin
Subevent Qualifying
Autor Maria Reyer