Sebastian Vettel: "Mercedes und Hamilton sind die Favoriten"

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel sieht Mercedes und Lewis Hamilton in der Formel 1 2018 vorne, glaubt aber an seine Chance mit dem SF71H

2017 startete Sebastian Vettel mit einem Sieg in die Formel-1-Saison. Doch zum WM-Titel reichte es nicht: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton fing den Ferrari-Mann in der Fahrerwertung noch ab und sicherte sich den Gesamtsieg. Ob Vettel 2018 kontern kann? Wenige Tage vor dem Auftakt in Australien (live im Formel-1-Ticker!) zeigt sich Vettel optimistisch, will sich aber zugleich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Die Frage nach seinen Titelchancen in der Formel-1-Saison 2018 könne er "noch nicht beantworten", so der viermalige Weltmeister. "Vor uns liegt eine lange Saison. Wäre es nur ein Rennen, wäre die Sachlage anders. Doch da kommen ganz schön viele Rennen auf uns zu." Deshalb sei eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig bis unmöglich.

Video: Formel-1-Highlights in Melbourne

Nach den Testfahrten in Barcelona habe sich jedoch ein gewisses Bild verfestigt: "Mercedes und Lewis sind in diesem Jahr die Favoriten", meint Vettel. "Aber die Saison ist lang. Und Melbourne ist nur ein Rennen, auch wenn es in vielerlei Hinsicht besonders ist." Das Ergebnis am Sonntag müsse daher keinen Trend für das komplette Jahr aufzeigen.

Bildergalerie: Formel 1 2018 in Melbourne

Und Vettel wähnt sich gut gerüstet. "Wir haben allen Grund, um zuversichtlich zu sein. Denn unser Auto ist klasse", sagt der Deutsche. "Wir haben noch einiges in der Pipeline. auf das wir uns freuen können. Doch unmittelbar vor dem ersten Rennen weißt du einfach nicht genau, wo die Konkurrenz steht. Deshalb ist es müßig, sich hinzustellen und zu behaupten, dieser oder jener wird allen um die Ohren fahren."

"Ausgehend von den Tests können wir festhalten: Wir sind gut in Form. Es könnte besser sein, aber es kann eben immer besser sein", erklärt Vettel, ohne sich auf eine konkrete Kampfansage zu versteifen.

Auch zu einem möglichen fünften WM-Titelgewinn, mit dem er mit Juan Manuel Fangio gleichziehen würde, will sich Vettel lieber nicht äußern. Er meint nur: "Hier und jetzt sehe ich aber keinen Grund, über ungelegte Eier zu sprechen. Ich habe durchaus viel zu tun und freue mich auf das, was unmittelbar vor mir liegt. Was dann am Ende des Jahres geschieht, ist noch weit weg. Und wir alle wissen: Damit du eine Titelchance hast, müssen sehr viele Puzzleteile sehr gut zusammenpassen."

"Außerdem", so Vettel weiter, "darf man nicht vergessen: Fangio hat seine fünf Titel in einer anderen Ära erzielt. Damals gab es ganz andere Herausforderungen. Das habe ich derzeit nicht im Kopf." Sondern vielmehr die Frage, ob es ihm im Albert Park von Melbourne gelingt, seinen Vorjahressieg mit Ferrari zu wiederholen und als WM-Tabellenführer abzureisen.

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