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Sebastian Vettel stellt klar: Situation 2019 ist anders als 2014

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Sebastian Vettel stellt klar: Situation 2019 ist anders als 2014
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
15.07.2019, 07:20

Sebastian Vettel erklärt, warum sich die Saison 2019 nicht mit seinem persönlichen Krisenjahr 2014 vergleichen lässt - Parallelen sind aber durchaus vorhanden

Die Formel-1-Saison 2014 gilt bis heute als die schlechteste in der Karriere von Sebastian Vettel. Die WM beendete er damals nur auf Rang fünf, und es war das bis heute einzige Mal, dass Vettel eine Saison in der Weltmeisterschaft hinter seinem Teamkollegen (Daniel Ricciardo) abschloss. Fünf Jahre später droht Vettel mit Charles Leclerc an seiner Seite nun ein ähnliches Szenario.

Noch liegt Vettel auf WM-Rang vier und drei Zähler vor seinem Teamkollegen. Doch der Monegasse hat das Momentum auf seiner Seite. Er konnte Vettel bei den drei jüngsten Grands Prix jeweils im Qualifying und im Rennen schlagen. Setzt sich der Trend fort, zieht er noch vor der Sommerpause am viermaligen Weltmeister vorbei. Ein Grund für Vettel, sich Sorgen zu machen?

Er selbst erklärt, dass die Situation "nicht wirklich" mit 2014 vergleichbar sei. "Zunächst einmal war das vor einer langen Zeit, und zweitens war es ganz anders", winkt Vettel ab. Der Deutsche sieht seine Saison nämlich gar nicht so negativ wie viele Beobachter. "Hier und da fehlt vielleicht das Endresultat", räumt er ein. Viele Rennen hätten seiner Meinung nach aber auch anders ausgehen können.

Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo

2014 hatte Sebastian Vettel gegen Daniel Ricciardo das Nachsehen

Foto: LAT

"Daher denke ich, dass wir fair bleiben müssen", so Vettel. So sei auch sein Rennen in Silverstone "ziemlich stark" gewesen - bis zum Crash mit Verstappen. "Es war kein Zufall, dass wir zu einem Zeitpunkt Dritter waren", erklärt er selbstbewusst und ergänzt: "Man könnte sagen, dass uns das Safety-Car geholfen hat. Aber im ersten Stint haben wir es ziemlich gut gemanagt."

"Wir haben etwas anderes gemacht als die anderen, und es hat funktioniert", erklärt er im Hinblick auf seinen Start auf den weichen Reifen. Und ohne seinen Fauxpas im Duell mit Verstappen wäre er wohl Vierter geworden. "Andere Rennen hätten auch anders laufen können", betont er noch einmal und erklärt: "Daher mache ich mir nicht so große Sorgen. Aber ich weiß, dass ich am Sonntag bessere Ergebnisse holen kann."

Tatsächlich ist Liste der verpassten Punkte 2019 ziemlich lang. In Bahrain drehte sich Vettel im Zweikampf mit Lewis Hamilton und verpasste so das Podium. In Kanada verlor er den Sieg nach einer Strafe, in Österreich machte ihm die Technik im Qualifying einen Strich durch die Rechnung, und in Silverstone brachte er sich durch einen weiteren eigenen Fehler wieder selbst um Punkte.

Übrigens: Fast identisch zur Saison 2014 ist der Rückstand auf die WM-Spitze. Fehlten Vettel damals nach den ersten zehn Rennen 108 Punkte auf Spitzenreiter Nico Rosberg, sind es in diesem Jahr zum gleichen Zeitpunkt exakt 100 Zähler, die Lewis Hamilton mehr auf dem Konto hat. Ende der Saison 2014 verließ Vettel Red Bull dann bekanntlich in Richtung Ferrari.

Da passt es angesichts der aktuellen Situation irgendwie ins Bild, dass es zuletzt Gerüchte über eine mögliche Rückkehr zu den Bullen gab ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann