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Sebastian Vettels erste Runde: Von P11 auf P3 in neun Kurven!

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Sebastian Vettels erste Runde: Von P11 auf P3 in neun Kurven!
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel zeigt im Grand Prix der Türkei seine alte Stärke - In nur neun Kurven arbeitet er sich auf Platz drei nach vorne

Mit einem Raketenstart legte Sebastian Vettel den Grundstein für sein erstes Podium in der Formel-1-Saison 2020. In der Türkei raste er bei nassen Bedingungen in der ersten Runde von Startplatz elf auf Position drei. Wie dem Heppenheimer das gelungen ist, wollen wir noch einmal im Detail aufarbeiten.

"Das war ein guter Start, ja. Ich habe einfach erwartet, dass es sehr, sehr rutschig sein würde von der Linie weg", schilderte Vettel nach dem Rennen. Mit einer guten Reaktionszeit konnte er auf den ersten Metern behutsam wegrollen und dabei bereits die beiden Alfa-Romeo-Fahrer überholen.

Der vor ihm fahrende Valtteri Bottas im Mercedes gab ihm den Weg vorbei an beiden Red-Bull-Piloten vor, die einen katastrophalen Start erwischten. Auf der Außenbahn drängte sich auch der Ferrari-Fahrer an Max Verstappen und Alexander Albon vorbei, bevor er auf die erste Kurve anbremste.

"Ich konnte gleich ein paar Plätze aufholen und war nicht einer, der schon rein in Kurve 1 alles auf eine Karte setzte." Unmittelbar vor ihm berührten sich die beiden Renault-Piloten. Daniel Ricciardo wurde von Lewis Hamilton links und seinem Teamkollegen Esteban Ocon rechts ins Sandwich genommen - mit einem negativen Ausgang für den Franzosen, den der Australier mit seinem rechten Vorderrad umdrehte.

 

Dahinter drehte sich außerdem Bottas. Vettel hielt sich aus diesem Scharmützel heraus, er war der große Profiteur. Denn schon nach Kurve 1 lag er auf Rang vier hinter dem späteren Rennsieger. "Alle in dieser Gruppe wurden nach außen getragen, daher konnte ich auf der Innenbahn vorbeischlüpfen und viel Boden gutmachen."

In der Kurvenpassage 9 und 10 ging Vettel schließlich auch noch an Hamilton vorbei, der von der Strecke abgekommen war und sich hinter dem Ferrari wieder einsortierte. Danach hatte er freie Fahrt, da die beiden Racing-Point-Fahrer bereits einen Vorsprung von zehn Sekunden nach zwei Runden herausfahren konnten.

"Es war gut, freie Bahn zu haben. Davon konnte ich zu Beginn des Rennens profitieren." Dennoch hielt er das Feld hinter sich auf den Regenreifen ein wenig auf. Im Nachhinein muss er auch zugeben: "Wenn man sich Sergio und Lance zu Beginn angeschaut hat, dann sind die geflogen im Vergleich zu uns."

Schon nach sechs Runden lag Vettel 15 Sekunden hinter dem Führenden, zehn hinter seinem Teamkollegen. "Wir müssen daher noch viel lernen auf den Regenreifen. Immerhin konnten wir gute Daten sammeln, die uns in Zukunft helfen werden."

Generell habe er sich im Gegensatz zum Qualifying deutlich wohler gefühlt am Sonntag. Das lag wohl daran, dass weniger Wasser auf der Strecke stand und die Reifen daher nicht so schnell auskühlten. "Die Zeiten waren deutlich schneller. Wir haben mit 1:58er-, 1:56er-Zeiten begonnen und sind am Ende 1:50er-Zeiten gefahren, im Quali waren wir langsamer."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Autor Maria Reyer