Seit vier Rennen kein positiver Corona-Test im Formel-1-Reisezirkus

Stefano Domenicali ist stolz: Beim Formel-1-Personal gab es seit vier Grands Prix keinen Corona-Fall mehr - Trotzdem bleibt die Lage teils ungewiss

Seit vier Rennen kein positiver Corona-Test im Formel-1-Reisezirkus

Dank fortschreitender Impfkampagnen sinken vielerorts die Corona-Zahlen. Und auch die Formel 1 kann in dieser Hinsicht einen Erfolg verzeichnen: Denn seit nunmehr vier Grands Prix in Folge wurde keine einzige Person innerhalb der reisenden Gemeinschaft des Sports positiv auf das Coronavirus getestet.

Dies bestätigte Formel-1-CEO Stefano Domenicali gegenüber der 'BBC'. "Es beweist, dass das, was wir tun, wirklich etwas Einzigartiges ist", betont der Italiener.

"Wenn man bedenkt, wie viele Menschen in der Formel 1 involviert sind, bekommt man einen Eindruck von der Dimension der Bemühungen, die wir unternehmen, um unser Geschäft zu schützen." In der Formel 1 gelten strenge Corona-Protokolle, die die Durchführung des Sports trotz regelmäßiger Reisen ermöglichen.

"Wir beweisen, dass wir uns trotz der logistischen Komplexität sicher bewegen, keine Probleme mit den Gemeinden verursachen, die wir besuchen, und so den Betrieb am Laufen halten, von dem wir leben", sagt Domenicali stolz.

Zwar meldete die Formel 1 immer noch je einen Corona-Fall bei den Rennen in Portugal, Spanien und Aserbaidschan und vier in Monaco, aber die Abwesenheit von Fällen unter dem regulär reisenden Personal ist ein ermutigendes Zeichen. Insbesondere da 2021 die längste Saison aller Zeiten - mit 23 Rennen - geplant ist.

An dieser Zahl will Domenicali festhalten, auch wenn der Grand Prix von Australien, der die Saison ursprünglich eröffnen sollte, verschoben und die Rennen in Kanada und Singapur abgesagt werden musste. Hinter anderen steht noch ein Fragezeichen.

"Ich möchte 23 behalten, weil es versprochen wurde", sagt der Formel-1-CEO. "Es geht darum, die Verpflichtung zu zeigen, das zu erreichen, was besprochen wurde. Ich möchte sicherstellen, dass wir 23 Rennen fahren, vorausgesetzt, dass die Corona-Situation keine Restriktionen schafft, in denen wir nicht fahren können."

Vor allem die Durchführbarkeit der Rennen in Japan, Mexiko, Brasilien und Australien ist derzeit fraglich. Als mögliche Ersatzkandidaten werden die Türkei und China sowie ein zweites Rennen in Austin gehandelt, wo die Formel 1 im Oktober gastiert.

"Es ist nicht einfach, aber wir haben Maßnahmen in petto, je nachdem wie sich die Situation entwickelt", sagt Domenicali. "Es wäre einfach zu sagen, wir sind bereit, den Ersatz für Singapur heute bekannt zu geben, aber was ist, wenn Japan nicht dabei ist? Die Antwort darauf werden wir nach den Olympischen Spielen kennen."

"Bei Australien werden wir am Ende des Monats mehr wissen. Wir bereiten also verschiedene Kombinationen vor. Uns ist bewusst, dass es nicht einfach werden wird, aber dass es eine schöne Herausforderung für uns ist", so der Italiener.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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