Sergio Perez vor Abu-Dhabi-Finale: "Haben Gefühl, wir können es schaffen"

Red Bull hat beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi noch Titelchancen in Fahrer- und Konstrukteurs-WM - Das Team brennt laut Sergio Perez auf die Entscheidung

Sergio Perez vor Abu-Dhabi-Finale: "Haben Gefühl, wir können es schaffen"

Das Formel-1-Titelrennen 2021 zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton entscheidet sich beim Finalrennen in Abu Dhabi. Beide gehen punktgleich ins letzte Rennen des Jahres. Zum Zünglein an der Waage könnten im Finale auch die Nummer-zwei-Fahrer Valtteri Bottas und Sergio Perez avancieren.

Perez könnte in Abu Dhabi wertvolle Schützenhilfe für Verstappen leisten und strategisch wertvoll eingesetzt werden. Doch dafür müsste die Formkurve des Mexikaners erst einmal wieder nach oben zeigen. In Saudi-Arabien hing Perez lange Zeit hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc fest, während Verstappen an der Spitze allein gegen beide Mercedes zu kämpfen hatte, und in Katar scheiterte er schon in Q2.

Das hat Perez inzwischen abgehakt. "Bei Red Bull ist jeder bereit", kündigt der Mexikaner in Abu Dhabi an. "Wir sind jetzt so weit gekommen. Und dieses letzte Rennen kann viele Dinge entscheiden. Ich denke, dass der Konstrukteurstitel in weite Ferne gerückt ist, aber es ist immer noch möglich. Und in diesem Sport kann alles passieren."

"Zu wissen, dass Max punktgleich mit Lewis ist, ist für das Team eine große Sache. Und wir haben das Gefühl, dass wir es schaffen können. Wir können viel tun, um Max dabei zu unterstützen, den Titel zu holen." Ohne Trainings lassen sich jedoch noch keine Rückschlüsse auf das Kräfteverhältnis beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi ziehen.

Im Vorjahr dominierte Verstappen das Saisonfinale und gewann das Rennen mit 16 Sekunden Vorsprung auf Bottas. Doch das ist nur noch bedingt aussagekräftig, immerhin wurde der Yas Marina Circuit über das Jahr modifiziert. Vor allem der dritte Sektor ist nun flüssiger und schneller.

Sergio Perez: Erwarte in Abu Dhabi besseres Racing

"Wir werden sehen, wie die neue Strecke sein wird. Ich erwarte auf jeden Fall, dass das Racing viel besser wird. Auf dem Papier sieht die Strecke renntauglicher aus, das sollte also eine gute Sache sein", meint Perez zum überarbeiteten Kurs in Abu Dhabi.

Für ein erfolgreiches Wochenende müsste die Strecke nicht nur die Stärken des Red Bulls zum Vorschein bringen, sondern auch jene von Perez. Die Anpassung an das neue Fahrzeug nach dem Wechsel von Racing Point gestaltete sich schwieriger, als erhofft und gedacht.

Abu Dhabi, Strecke

In Abu Dhabi wurde die Strecke modifiziert

Foto: Motorsport Images

Das spiegelte sich auch in den wechselhaften Ergebnissen des Mexikaners nieder. Zwar sprangen der Sieg in Baku und dritte Plätze in Le Castellet, Istanbul, Austin und Mexiko heraus. Andererseits verpasste der Red-Bull-Pilot in Imola, Silverstone und Spa auch die Punkteränge.

Aber, wie Perez argumentiert: "Ich darf nicht so hart mit mir ins Gericht gehen, weil ich zu einem ganz anderen Team kam. Das erforderte eine ganz andere Art zu fahren. Ich glaube, in der Formel 1 gibt es Teams, die sich vom Fahrstil her eher ähneln, und ich kam zu einem ganz anderen Team. Ich brauchte also eine ganze Weile, um mich an das Auto zu gewöhnen."

Welchen Perez sehen wir also in Abu Dhabi? Das ist die große Frage vor dem Finale. Ein Perez, wie er beim Aserbaidschan-Grand-Prix in Baku unterwegs war, könnte für seinen Arbeitgeber Gold wert sein. Für seinen Teamkollegen Max Verstappen sowieso.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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