Sicherheitsbedenken: Formel-1-Reifentest in Sao Paulo abgesagt

Pirelli und McLaren fürchten nach den Raubüberfällen des Wochenendes um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter in Brasilien. Die FIA und Liberty Media stimmten der Absage offenbar zu.

Der Reifentest der McLaren-Mannschaft, der am Dienstag und Mittwoch in Sao Paulo hätte stattfinden sollen, wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Treibende Kraft war offenbar Zulieferer Pirelli, nachdem ein Kleinbus der Italiener am Sonntagabend das Ziel eines weiteren Raubüberfalls geworden war. In einer offiziellen Stellungnahme kommentiert Pirelli: "Die zusammen mit McLaren, der FIA und der Formel 1 getroffene Entscheidung ist im Interesse der Sicherheit unserer Mitarbeiter."

Weiter heißt es, dass es nur den von Pirelli beauftragten Sicherheitsleuten zu verdanken gewesen wäre, das der Übergriff nach dem Rennen vereitelt worden niemand zu Schaden gekommen ist. "Nach einem Wochenende, an dem es bei anderen Teams zu ähnlichen Vorfällen gekommen ist, haben wir uns zu der Absage entschlossen", lässt das Unternehmen wissen. Man wolle so nicht nur das eigene Personal, sondern auch die Kollegen der McLaren-Truppe schützen, betont Pirelli.

Nachdem schwer bewaffnete Kriminelle am Freitagabend einen Minibus mit Mercedes-Mitarbeitern erstürmt und später um sich geschossen hatten, machten anschließend Berichte über Attacken auf Sauber- und Williams-Personal sowie auf Beschäftigte des Automobil-Weltverbandes FIA die Runde – trotz erhöhter Polizeipräsenz und verschärften Sicherheitsinstruktionen an den Formel-1-Zirkus. Der Bürgermeister von Sao Paulo versuchte anschließend, die Angelegenheit kleinzureden.

 

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