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Silverstone-Zukunft unklar: Lieber kein Deal als ein schlechter

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Silverstone-Zukunft unklar: Lieber kein Deal als ein schlechter
Autor:
Co-Autor: Ben Anderson
06.07.2018, 12:36

Der 2019 auslaufende Formel-1-Vertrag beunruhigt Silverstone noch nicht: Gerne würde man mit der Königsklasse verlängern, aber nicht unter allen Umstönden

Steht die Formel 1 ab 2020 ohne britischen Grand Prix da? John Grant, Vorsitzender des British Racing Driver's Club (BRDC), dem die Strecke in Silverstone gehört, hat in einem Brief an die Mitglieder eine solche Möglichkeit eingeräumt. Denn der Vertrag mit der Formel 1 läuft auf eigenen Wunsch 2019 aus - ursprünglich hatte man einen Vertrag bis 2027, doch Silverstone zog eine Ausstiegsklausel, weil der Grand Prix zu teuer geworden wäre.

Grant ist jedoch "hoffnungsvoll", dass man sich mit der Formel 1 auf einen neuen Vertrag einigen kann. "Wir beide wollen einen Deal - aber einen, der für beide von uns funktioniert", formuliert es der BRDC-Vorsitzende. Von einem solchen sei man jedoch noch ein ganzes Stück entfernt, weswegen die Zukunft der Formel 1 in Großbritannien im Unklaren liegt.

In Silverstone ist man sich jedoch seiner Stärken bewusst. Man weiß, dass Liberty Media gerne die wichtigsten Kernrennen im Formel-1-Kalender unangetastet lassen möchte - dazu dürfte auch der Großbritannien-Grand-Prix zählen, der am 13. Mai 1950 als erstes Formel-1-Rennen der Geschichte auf der Strecke ausgetragen wurde.

"Silverstone ist die einzig realistische Alternative", sagt Grant und lässt auch in seinem Brief anklingen, dass sich Silverstone und die Formel 1 einig sind, dass "der Britische Grand Prix einer der ikonischen Rennen ist und somit wichtig für die Zukunft der Formel 1 und dem Wert der Marke Formel 1".

Dass Silverstone aber als einziger Austragungsort realistische Chancen besitzt, steht im Gegensatz zu den Meldungen der vergangenen Tage, als Red-Bull-Teamchef Christian Horner sehr sicher war, dass Liberty Media ein Rennen in London anstrebt. Dort hatte man in der Vorsaison bereits einen besonderen Fanevent durchgeführt.

Silverstone strebt in seinem neuen Vertrag vor allem ein geringeres finanzielles Risiko an. Im ursprünglichen Vertrag bis 2027 hätten sich die Antrittsgebühren in jeder Saison um fünf Prozent erhöht. Doch die Besitzer wollen in einem guten Jahr vernünftigen Profit machen und sich bei ein oder zwei schlechten Jahren nicht ins finanzielle Unglück stürzen.

Die Streckenbetreiber sind bereit für Kompromisse, wollen aber nicht von ihren grundsätzlichen Zielen abrücken. "Wir haben noch viel Zeit, um das zu lösen. Für uns ist wichtiger, eine richtige Antwort zu bekommen als eine frühe Antwort", sagt Grant und gibt für die Zukunft der Formel 1 in Silverstone vor allem ein Motto aus: "Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal."

Mit Informationen von Dieter Rencken

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Autor Norman Fischer