„Spygate“ reloaded: Mercedes-Ingenieur auf der Anklagebank

Das Formel-1-Team von Mercedes klagt gegen einen Ingenieur, der das Team in Richtung Ferrari verlassen will.

Laut einem Bericht von Bloomberg soll es sich dabei um Benjamin Hoyle handeln. Dem „Performance Application Team Leader“, so sein offizieller Titel bei Mercedes, wird vorgeworfen, er habe versucht, an geheime Daten zu gelangen.

Darunter sollen sich „ein Rennbericht zum Großen Preis von Ungarn 2015“ sowie „Kilometerstände und Schadensberichte über die Formel-1-Motoren von Mercedes“ befinden.

„Herr Hoyle und möglicherweise auch Ferrari haben einen ungesetzlichen Vorteil erlangt“, heißt es in der Anklageschrift.

Auf Nachfrage von Motorsport.com erklärt ein Mercedes-Sprecher: „Es gibt ein Gerichtsverfahren zwischen Mercedes AMG High Performance Powertrains Ltd. und einem Mitarbeiter, der das Unternehmen zum Jahresende verlassen wird.“

„Das Unternehmen hat rechtliche Schritte eingeleitet, um sein geistiges Eigentum zu schützen. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese Angelegenheit nicht weiter kommentieren möchten.“

In der Formel-1-Saison 2007 hatte ein ähnlicher Fall für Schlagzeilen gesorgt und war als „Spygate“ bekanntgeworden. Nigel Stepney (Ferrari) hatte damals geheime Ferrari-Daten an Mike Coughlan (McLaren) weitergeleitet. McLaren wurde in der Folge mit der Rekordstrafe von 100 Millionen US-Dollar bestraft.

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