Steht Manor in der Formel 1 vor dem Aus?

Die Zukunft des kleinen Formel-1-Teams Manor sieht dunkel aus. Informationen zufolge steht der Rennstall aus Banbury kurz vor der Insolvenz.

Nach monatelangen Verhandlungen mit potentiellen Investoren scheint es, dass alle Gespräche letztlich im Sande verlaufen sind. Amerikanische Investoren, allen voran Promoter Tavo Hellmund, standen wohl kurz vor einen Abschluss, aber auch diese Verhandlungen wurden offenbar abgebrochen – ebenso wie die mit anderen möglichen Käufern.

Ohne Investitionen hat das Team aber keine Zukunft und Quellen zufolge steht die Insolvenz kurz bevor, falls kein Deal in letzter Minute geschlossen werden kann.

Der britische TV-Sender Sky berichtete am Freitagvormittag, dass Just Racing Services Limited, der Mutterkonzern von Manor, bereits FRP Advisory als Insolvenzverwalter benannt habe.

FRP hat bereits Erfahrung mit dem Team, da das Unternehmen 2014 beim Aus von Marussia, dem Vorgänger von Manor, mit der Abwicklung der Geschäfte betraut war. Marussia hatte eine Schuldenberg von 35 Millionen Pfund (ca. 41 Millionen Euro) angehäuft.

Möglicherweise sind die Würfel für Manor bereits beim Grand Prix von Brasilien gefallen, als das Team Platz 10 der Konstrukteurswertung – und somit eine wichtige Finanzspritze – an Sauber verloren hat.

Damals meinte Manor-Renndirektor Dave Ryan noch, dass diese Enttäuschung keinen Einfluss auf die Zukunft seines Teams habe. "Für den 10. Platz gibt es im Gegensatz zum 11. eine ziemlich große, finanzielle Belohnung und es wäre schön gewesen, die zu haben, aber wir haben sie nun nicht und müssen damit zurechtkommen. So einfach ist das."

Bisher gibt es von Team keine Reaktion auf die Nachricht der bevorstehenden Insolvenz.

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Rennserien Formel 1
Fahrer Pascal Wehrlein , Esteban Ocon
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