Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik: So innovativ ist der neue Red Bull RB14

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Formel-1-Technik: So innovativ ist der neue Red Bull RB14
Sven Haidinger
Autor: Sven Haidinger
Co-Autor: Matt Somerfield
19.02.2018, 16:38

Mit dem RB14 hat das erste Topteam seinen Boliden für die Saison 2018 enthüllt. Doch was verbirgt sich hinter der Tarnlackierung?

Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14
Red Bull Racing RB14

Stardesigner Adrian Newey, der beim RB14 von Anfang an seine Finger im Spiel hatte, setzt dieses Jahr auf eine Mischung aus Evolution und spannenden Detaillösungen, die in dieser Form neu sind.

Dazu kommt, dass man beim Roll-out, der am Präsentationstag in Silverstone stattgefunden hat, mit Sicherheit noch nicht alle Geheimnisse preisgibt. Man sollte den RB14 also bei den Barcelona-Tests ganz genau beobachten. 

Dann wird auch die Tarnlackierung Geschichte sein, mit der das Team aus Milton Keynes den RB14 bei der Präsentation und beim Roll-out versehen hat. 

Nasenloch hat sich bewährt

Beim Anblick der Front fällt sofort das Nasenloch (1) auf, das beim RB13 sein Debüt gefeiert hatte. Damit saugt man Luft ab und sorgt für einen Stau an der Oberseite des Frontflügels, wodurch der Luftstrom auf der Unterseite beschleunigt wird. Das sorgt für Abtrieb. Der Frontflügel selbst stammt noch aus dem Vorjahr, allerdings mit den nach innen gebogenen Flügelblättern (2), die man beim Abu-Dhabi-Test ausprobierte. Auch bei den Endplatten (3) bleibt man dem eigenen Weg treu.

Keine großen Änderungen fallen auch bei der restlichen Frontpartie auf: Nasenform, Kamerahalterungen, S-Schacht, Bremsbelüftungen und Luftleitbleche erinnern an den RB13, außerdem leitet man erneut Luft durch die Vorderachse, damit die Räder nicht zu sehr im Wind stehen.

Typisch Newey: Alles für die Aerodynamik

Interessanter wird es aber bei der Vorderradaufhängung: Die Befestigung der oberen und hinteren Querlenker am Radträger (4) wurde nach oben gezogen. Damit bewegt man sich auf den Spuren von Mercedes und dem Red-Bull-B-Team Toro Rosso, auch wenn diese beiden Rennställe im Vorjahr auf noch extremere Lösungen gesetzt haben. Am Chassis sind die oberen Querlenker außergewöhnlich weit oben über Stützen befestigt (5), danach sind sie nach unten und nach hinten abgewinkelt. Newey bleibt also seinem Motto, alles der Aerodynamik unterzuordnen, treu.

Das Seitenkasten-Design von Red Bull unterscheidet sich auf den ersten Blick klar von der Ferrari-Lösung des Vorjahres, die Williams und Haas kopiert haben. Beim Lufteinlass (6) gibt es aber klare Parallelen: Der ist bei Red Bull wie im Vorjahr bei Ferrari außergewöhnlich weit oben positioniert, damit man im unteren Bereich enger bauen kann und das Diffusordach optimal anströmt.

Interessant sind die neuen horizontalen Flügel (7), die es Red Bull erlauben, die Seitenkästen weiter hinten zu positionieren. Im Gegensatz zu Ferrari im Vorjahr sieht man aber von vorgelagerten Seitenkästen ab. Die Red-Bull-Variante erinnert stattdessen eher an das Toro-Rosso-Modell, ragen aber über die Breite des Seitenkastens hinaus. Mit der nach außen gebogenen Endplatte will man Wirbel erzeugen, die den Luftstrom zum Heck beeinflussen und um die Hinterräder herum lenken sollen.

Extrem schlank trotz Hybridtechnik

Die seitlichen Windabweiser (8) sind eine Mischung aus der von Ferrari inspirierten Variante, die man 2017 in Singapur erstmals einsetzte, und dem Mercedes-Modell. Wirklich beeindruckend ist die Art und Weise, wie schlank die Seitenkästen (9) nach hinten geführt werden. Sie erinnern an die Red-Bull-Boliden der Weltmeisterjahre, als noch mit Saugmotoren gefahren wurde und nicht wie heute zahlreiche Kühl- und Hybridelemente untergebracht werden mussten.

Auch das soll die optimale Anströmung des Hecks gewährleisten, ohne zu einer Überhitzung der Antriebseinheit zu sorgen. Die ersten Tests werden darüber mehr Aufschluss geben. Durch die Reglementeinschränkungen fehlt beim RB14 wie bei den anderen 2018er-Autos die Haifischflosse (10). Im Gegensatz zu Williams und Haas hat man den T-Flügel aber nicht nach unten verschoben, sondern verzichtet gänzlich. Der Heckflügel des Boliden ist wie schon im Vorjahr auf einer einzigen Halterung fixiert.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Red Bull Racing
Autor Sven Haidinger
Artikelsorte Analyse