Topnews 2016 – #11: Verschwörungstheorien nach Motorschaden bei Hamilton

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Topnews 2016 – #11: Verschwörungstheorien nach Motorschaden bei Hamilton
Valentin Khorounzhiy
Autor: Valentin Khorounzhiy
Übersetzung: Petra Wiesmayer
21.12.2016, 17:34

Der nächste Teil in unserem Countdown der größten Geschichten der Motorsport-Saison 2016 dreht sich um den Motorschaden an Lewis Hamiltons Mercedes in Malaysia – und die darauf folgenden Verschwörungstheorien.

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 Team
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, führt nach dem Start
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid

Im Laufe der Saison 2016 gab es einige Momente, in denen der Titelkampf entweder zugunsten von Nico Rosberg oder Lewis Hamilton kippte – und bei allen Rennen im Kalender gibt es am Ende die gleiche Anzahl Punkte.

In den Geschichtsbüchern wird es aber der Grand Prix von Malaysia sein, der als entscheidender Moment im Titelkampf gelten wird.

Für Einige wird das entscheidende Bild von "Rosberg gegen Hamilton, Runde 3" das sein, wie der Brite durch den letzten Sektor in Abu Dhabi schleicht, oder sein Crash im Qualifying in Balu, oder der Crash des Mercedes-Duos in Barcelona. Für die Meisten wird es aber das des Autos mit der Startnummer 44 sein, wie es in Flammen steht, sein Fahrer steht daneben, geschlagen.

Es wäre völlig falsch, die Auswirkung von Sepang auf das Ergebnis 2016 abzustreiten, insbesondere, das es das ganze Rennen lang so aussah, als wäre Hamilton auf dem Weg zu seinem 4. Titel.

Vorteil Hamilton

Es wäre falsch zu sagen, dass Hamilton vor dem Grand Prix von Malaysia die Zügel in der Hand gehabt hätte, nicht, nachdem er 3 Rennen in Folge verloren hatte. Zugegeben, Spa wurde durch die Motorenstrafen erschwert, die anderen beiden waren aber klare Niederlagen.

Sicher ist aber, dass er in Sepang alles komplett unter Kontrolle hatte, als er am Samstag mit Leichtigkeit auf die Pole-Position fuhr, während Rosberg beinahe zum Opfer der Red Bulls wurde. Der Deutsche hat vielleicht gerade noch die Schande abgewendet, die erste Startreihe zu verpassen, es reichte aber nicht, einen Sebastian Vettel "außer Kontrolle" davon abzuhalten, ihn in der 1. Kurve umzudrehen.

Wenn ein Mercedes aus dem Rennen um den Sieg ist, kann der andere im Allgemeinen gemütlich fahren. Auf Hamilton traf das nicht wirklich zu – als das virtuelle Saftey-Car nach Romain Grosjeans Bremsschaden schon früh kam, beschloss Red Bull Racing, die Strategie zu splitten und Max Verstappen schien zu diesem Zeitpunkt eine ernste Gefahr zu sein.

Gegen Rennende war Hamilton aber erneut der überragende Favorit, als sein Vorsprung auf Verstappen immer größer wurde und schon fast so groß war, dass er sich einen zusätzlichen Boxenstopp hätte erlauben können, auf frischeren Reifen an der Spitze wieder auf die Strecke zu kommen und das Rennen nach Hause zu fahren.

"Jemand will nicht, dass ich gewinne"

Die meisten mechanischen Schäden in der Formel 1 sehen heutzutage nicht sehr dramatisch aus – du verlierst Leistung, die fährst zur Seite, steigst aus dem Auto, alles gut. Dieses Mal gab es aber ein Feuer und Rauch und das sorgte für beeindruckende Bilder.

Auf einen Schlag holte Rosberg in einem Rennen, in dem er fast auf Platz 13 zurückgefallen wäre, 15 Punkte auf seinen Teamkollegen auf. Dadurch war er beinahe einen ganzen Sieg vorne, lag wieder bequem in Führung, auch wenn diese nicht mehr so groß war wie früher in der Saison 2016.

Hamilton geriet verständlicherweise aus der Fassung, nachdem er von so weit hinten wieder nach vorne gekommen war und nun diesem Rückschlag erlitten hatte. "Jemand muss mir ein paar Antworten geben, das ist nicht akzeptabel", sagte er und fügte hinzu: "Etwas oder jemand will nicht, dass ich dieses Jahr gewinne."

Nur wenige Menschen werden wissen, was er damit meinte, ob es eine Andeutung auf eine Einmischung einer höheren Macht oder in Wahrheit eine Anschuldigung wegen Sabotage war. Letztere war das Lieblingsthema der angriffslustigeren Gruppen der Fangemeinde.

Sepang hat den Gewinn der Meisterschaft für Hamilton am Ende nicht ganz unmöglich gemacht, da er Rosberg immer noch hätte schlagen können, wenn er die nächsten 5 Rennen gewonnen hätte. Natürlich ist das leichter gesagt als getan – und nach einem verkorksten Wochenende in Suzuka war die Aufgabe für den Briten einfach zu groß.

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