Topnews 2016 - #8: Sebastian Vettels Funkfluch gegen den FIA-Rennleiter

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Topnews 2016 - #8: Sebastian Vettels Funkfluch gegen den FIA-Rennleiter
Pablo Elizalde
Autor: Pablo Elizalde
Übersetzung: Mario Fritzsche
24.12.2016, 09:30

Platz 8 in unserem Countdown der 20 größten Motorsport-Storys 2016: Sebastian Vettels Mexiko-Fluch über Funk in Richtung FIA-Rennleiter Charlie Whiting und die Folgen davon.

Sebastian Vettel, Ferrari
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12; Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12; Sebastian Vettel, Ferr
Charlie Whiting, FIA-Rennleiter
Podium: 1. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1; 2. Nico Rosberg, Mercedes AMG F1; 3. Sebastian Vettel, F
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Sebastian Vettel, Ferrari
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Sebastian Vettel, Ferrari

Im Verlauf der Formel-1-Saison 2016 war der Funkverkehr aus dem Ferrari von Sebastian Vettel eines der am häufigsten in den Live-Übertragungen eingespielten Audio-Signale. Wie bei Formel-1-Funksprüchen üblich, waren es in den meisten Fällen Beschwerden über Nachzügler oder direkte Gegner, die aus Vettels Cockpit gesendet wurden.

Doch es gab keine Funksprüche, die derart viel Aufsehen erregten wie jene, die Vettel beim Grand Prix von Mexiko im Zuge seines Duells gegen Max Verstappen abfeuerte. Vettel kämpfte in der Schlussphase des Rennens gegen Verstappen um Platz 3. Der Red-Bull-Youngster war dabei auf älteren Reifen unterwegs, dachte aber überhaupt nicht daran, dem Ferrari-Piloten das Überholen leicht zu machen.

Als Verstappen in der drittletzten Runde beim Anbremsen von Kurve 1 seine Räder blockieren ließ, rodelte er durchs Gras der Auslaufzone, um anschließend direkt vor Vettel auf die Strecke zurückzukommen. Vettel forderte daraufhin über Funk, dass ihn Verstappen vorbeilassen müsse. Der 19-Jährige weigerte sich und das brachte den viermaligen Weltmeister auf die Palme.

"Fahr' zur Seite! Fahr' zur Seite, verdammt nochmal!"

"Fahr' zur Seite! Fahr' zur Seite, verdammt nochmal! Er ist ein [langer Piepton]. Genau das ist er", schrie Vettel in den Funk, und weiter: "Bin ich der einzige? Sieht niemand, was ich sehe? Er wirft mich Riccardo vor, [Piepton]."

Nachdem Verstappen weiterhin alles tat, um seinen Rivalen hinter zu lassen, platzte diesem der Kragen. Vettel ließ seinen Ärger daraufhin in einem an FIA-Rennleiter Charlie Whiting gerichteten Funkspruch ab: "Wisst ihr was? Das hier ist für Charlie: F*** Dich! Ehrlich, f*** Dich! Ehrlich, ich werde jemanden abschießen."

Fotos: Sebastian Vettel beim Grand Prix von Mexiko

Verstappen kam zwar auf Rang 3 ins Ziel, wurde aber nach dem Rennen mit einer 5-Sekunden-Strafe belegt, die ihn auf Rang 5 zurückwarf. So nahm Vettel als 3. an der Siegerehrung teil, doch gegen den Ferrari-Piloten lief eine Untersuchung, weil er sich im Kampf gegen Daniel Ricciardo zu heftig verteidigt hatte. In der Tat wurde Stunden nach dem Rennen auch Vettel bestraft. Somit ging Platz 3 an Ricciardo, während Vettel auf Platz 5 hinter Verstappen abrutschte. Doch damit war das Ganze noch nicht zu Ende.

Aufgrund seiner Schimpfkanonade in Richtung Whiting stand Vettel im Rampenlicht. Zwar hatte sich der viermalige Weltmeister direkt nach dem Rennen persönlich bei Whiting entschuldigt, doch die FIA schaute sich den Fall genau an. Daraufhin verfasste Vettel einen Brief an die FIA und an Whiting, um sich auch schriftlich für seine Sprüche zu entschuldigen. Das Ergebnis war, dass der Weltverband Gnade walten ließ und von weiteren Maßnahmen gegen Vettel absah.

"Sebastian kam unmittelbar nach dem Rennen zu mir und hat sich entschuldigt. Das reicht aus. Ich bin bereit, die Sache abzuhaken und sie zu vergessen. Und genau das sollten wir auch tun", erklärte Whiting, um hinzufügen: "So etwas passiert eben im Eifer des Gefechts. Wenn man sich die Position der FIA in diesem Fall vor Augen führt, bin ich der Meinung, dass wir es dabei belassen sollten."

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