Toro Rosso: Planen Saison mit drei Honda-Motoren

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Toro Rosso: Planen Saison mit drei Honda-Motoren
Autor:
Co-Autor: Oleg Karpow
05.03.2019, 12:30

Doch kein Honda-Versuchskaninchen? Warum Toro Rosso mit breiter Brust in die Saison geht und wie man die Honda-Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr einschätzt

Bei Toro Rosso scheint man nun doch nicht damit zu rechnen, 2019 für Red Bull das Honda-Versuchskaninchen spielen zu müssen. "Wir planen, diese Saison mit drei Motoren durchzukommen", sagt Toro-Rosso-Technikchef Jody Eggington. Das führt der Brite auf die hervorragende Zuverlässigkeit des japanischen Partners bei den Wintertests in Barcelona zurück.

"Der Motor lief fehlerlos, wirklich fantastisch!", kann Eggington seine Freude nicht verbergen. "Ich weiß also, dass der Motor dazu in der Lage ist, mit den geplanten Kilometern durchzukommen. Das ist unser Plan." Dennoch habe man einen "Notfallplan" in der Schublade: "Wir sind bereit, zu reagieren, denn man muss immer vorbereitet sein. Man kann nicht davon ausgehen, dass wir es mit drei Motoren schaffen, denn es gibt viele Gründe, warum sich das ändern kann, aber ich sehe auch keinen Grund, warum wir es nicht anpeilen sollten."

Das Schwesterteam Red Bull, das dieses Jahr erstmals mit Honda-Antriebseinheiten an den Start geht, hatte ursprünglich für die bevorstehende Saison fünf Motoren eingeplant. Zudem sollte Toro Rosso wie im Vorjahr bereitstehen, um Tests für das A-Team durchzuführen und so die Entwicklungsarbeit voranzutreiben, was weitere Wechsel zur Folge haben könnte.

Doch die Wintertests scheinen die Red-Bull-Teams positiv überrascht zu haben. "Im Vorjahr hatten wir zu Beginn ein oder zwei Herausforderungen im Bereich der Zuverlässigkeit", vergleicht Eggington Honda vor einem Jahr mit dem Status quo. "Es war damals keine Katastrophe, denn Honda hat hart gearbeitet und entwickelt, aber wir sind jetzt in einer besseren Lage."

Dass man im Vorjahr vor allem in der zweiten Saisonhälfte regelmäßig die Motoren ausgetauscht hat und dafür Gridstrafen in Kauf nahm, war eine Konsequenz der raschen Weiterentwicklung: "Honda hat die Performance deutlich verbessert, und wir haben uns entschieden, das ganze Jahr hindurch zu entwickeln", erklärt Eggington.

Das sei auch der Grund gewesen, warum man bei den Wintertests eine zweite Antriebseinheit einbauen ließ. "Wir haben nicht gewechselt, weil wir wechseln mussten", verteidigt der Technikchef die Kollegen von Honda. "Ich will nicht ins Detail gehen, was wir genau geändert haben, aber Honda bringt ständig etwas Neues. Und irgendwann sagen sie: 'Wir wollen uns das ansehen, wir wollen mit diesem Teil Kilometer abspulen.' Das ist wie bei jedem anderen Teil des Autos."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Sven Haidinger
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