Tost: Gasly jetzt einer der "absoluten Spitzenfahrer"

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost ist der Meinung, dass Pierre Gasly nunmehr zu den Topfahrern in der Formel 1 zählt - "Weil er alles aus dem Auto herausholt"

Tost: Gasly jetzt einer der "absoluten Spitzenfahrer"

Nachdem Pierre Gasly in Baku sein drittes Formel-1-Podium erzielte, ist nicht nur Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko voll des Lobes für den Franzosen. AlphaTauri-Teamchef Franz Tost zählt ihn sogar zu den Topfahrern der Formel 1.

"Der dritte Platz war sehr wichtig für ihn und für sein Selbstvertrauen", analysiert Tost gegenüber 'Motorsport.com'. "Pierre hat immer einen guten Job gemacht, aber wir konnten ihm in Portimao kein wirklich gutes Auto zur Verfügung stellen, ebenso in Barcelona. Aber in Monaco kamen wir zurück und auch in Baku."

"Für mich gehört er zu den absoluten Spitzenfahrern, weil er alles aus dem Auto herausholt, keine Fehler macht und Punkte mit nach Hause bringt", schwärmt der Teamchef.

Lob für starkes Baku-Wochenende

Nach seinem Sieg in Italien vergangenes Jahr und dem zweiten Platz in Brasilien 2019 war der dritte Rang in Baku Gaslys drittes Podest in der Königsklasse. Der 25-Jährige hat sich in vier der bisherigen sechs Grands Prix dieser Saison unter den ersten sechs qualifiziert und in jedem Rennen außer Bahrain Punkte geholt.

Damals beschädigte er sich den Frontflügel gleich in der ersten Runde. In Baku gelang es Gasly wiederum, trotz einiger Motorprobleme im Rennen auf dem dritten Platz zu bleiben. Überhaupt habe er das komplette Wochenende stark gemeistert, findet Tost: "Vom FT1 bis zum Rennen war der Speed immer da."

"Pierre war immer unter den ersten fünf oder sechs. Er musste sich um die Reifen, die Bremsen und den Spritverbrauch kümmern. Und wir waren immer auf der sicheren Seite und wollten für das Ende des Rennens noch ein paar Reserven haben."

Tost will Gasly am liebsten behalten

"Ich muss sagen, wir hatten Glück, dass wir in keine Zwischenfälle verwickelt waren. Pierre hat die Starts und die ersten Runden wirklich sehr professionell gemeistert, denn der Kampf mit Leclerc war ziemlich hart. Und er konnte Platz drei halten."

Klar, dass Tost den Franzosen auch 2022 behalten will: "Ich hoffe, dass er bei uns bleibt. Wir werden jetzt mit dem Kostendeckel sehen, ob wir ihm ein konkurrenzfähiges, ordentliches Auto zur Verfügung stellen können. Für uns gibt es keinen Grund zu wechseln. Und es ist sowieso eine Entscheidung von Red Bull, wer fährt."

In Abkehr von der bisherigen Philosophie, junge Fahrer auszubilden, räumt Tost ein, dass AlphaTarui mindestens einen erfahrenen Fahrer braucht. "Das ist wichtig. Vor allem nächstes Jahr, mit dem neuen Reglement", erklärt der Österreicher.

"Wir brauchen einen Maßstab. Wir müssen wissen, wohin wir mit dem Set-up des Autos gehen müssen. Das ist mit zwei jungen oder unerfahrenen Fahrern nicht möglich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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