Toto Wolff: Zeiten der Mercedes-Dominanz sind endgültig vorbei

Schnappt sich Mercedes in der Formel-1-Saison 2018 den fünften WM-Titel in Serie? Für Motorsportchef Toto Wolff ist das keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

Auch in der Formel-1-Saison 2017 war Mercedes am Ende wieder einmal nicht zu schlagen. Die Silberpfeile sicherten sich vorzeitig die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, und Lewis Hamilton krönte sich - ebenfalls vorzeitig - zum vierten Mal zum Champion. Für Mercedes war es bereits der vierte Konstrukteurs- und Fahrertitel in Serie. Seit 2014 sind die Silberpfeile in der WM ungeschlagen. Trotzdem glaubt Wolff, dass die Dominanz seines Teams bröckelt.

"Ich denke, dass die Jahre vorher Ausreißer waren", erklärt Wolff im Hinblick auf die Saisons 2014 bis 2016, als das Team keinen echten Gegner in der Weltmeisterschaft hatte. "Wir hatten ein sehr gutes Paket aus Chassis und Power-Unit", erinnert Wolff. In diesem Jahr gelang Ferrari allerdings der Anschluss, und die Scuderia konnte mit Sebastian Vettel lange um die WM mitkämpfen.

Obwohl es für Ferrari am Ende nicht reichte, glaubt Wolff, dass die Italiener die Lücke weiter schließen werden - und auch Red Bull hat er für 2018 auf dem Zettel. "Dieses Jahr haben wir gesehen, dass der Kampf zwischen den drei Teams in Zukunft Realität sein könnte", warnt Wolff und erklärt: "Das Wichtigste ist, dass man demütig und mit den Füßen auf dem Boden bleibt."

"Man darf keinen Sieg als selbstverständlich ansehen - im Gegenteil. Man muss die anderen und den Job, den sie machen, respektieren", so der Österreicher. Im Hinblick auf die kommende Saison erklärt er: "Bisher ist unsere Erwartung, dass wir auch im neuen Jahr wieder ein konkurrenzfähiges Auto haben, Rennen gewinnen und um die Meisterschaft kämpfen können."

Als Favorit auf den fünften Titelgewinn in Serie sieht er sein Team jedoch keinesfalls. Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner hofft, Mercedes 2018 einen härteren Kampf bieten zu können. "Toto hatte es in den vergangenen vier Jahren viel zu einfach", sagt er mit einem Augenzwinkern und erklärt: "Hoffentlich können Ferrari und Red Bull es ihm im kommenden Jahr deutlich schwerer machen."

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