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Toto Wolff über 2021: "Aerodynamik muss Unterscheidungsmerkmal bleiben"

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Toto Wolff über 2021: "Aerodynamik muss Unterscheidungsmerkmal bleiben"
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
26.09.2019, 09:39

Toto Wolff warnt davor, die Aerodynamik ab der Formel-1-Saison 2021 zu radikal zu beschneiden - Er selbst würde das technische Reglement gar nicht ändern

Im Oktober sollen die neuen Formel-1-Regeln ab der Saison 2021 veröffentlicht werden. Viel Zeit ist also nicht mehr, doch bei den Teams herrscht noch immer keine Einigkeit darüber, wie tiefgreifend die Änderungen im technischen Reglement sein sollen. "Wir hatten [in Singapur] ein gutes Meeting mit allen Teamchefs, Jean [Todt] und Chase [Carey]", verrät Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

"Es ist klar, dass niemand eine 'GP1' mit Silhouettefahrzeugen möchte", erklärt Wolff und ergänzt: "Die Aerodynamik sollte weiterhin ein Unterscheidungsmerkmal sein. Das sehen auch alle Interessenträger so." Zumindest grundsätzlich. Denn Wolff erklärt, dass man einen "Kompromiss" finden müsse. Der aktuelle Vorschlag sei "bei der Aeroentwicklung sehr, sehr limitiert."

Wolff räumt ein, dass man den Team nicht mehr "so viel Freiraum wie heute" einräumen sollte. Gleichzeitig macht er aber auch unmissverständlich klar: "Wir sind der Meinung, man sollten die Regeln und die Autos so lassen, weil sie sich [bei der Performance] irgendwann annähern werden. Aber mit der Meinung stehe ich ziemlich alleine da. Es ist leichter, die Dinge zu ändern und darauf zu hoffen, dass es besser wird."

"Das ist in der Vergangenheit aber nie passiert", erinnert er und erklärt: "Aber manche Teams glauben, dass sie bessere Chancen haben, wenn man die Würfel neu rollt, anstatt sich zu fokussieren und weiter zu entwickeln." Weil noch nicht feststeht, wie radikal die Einschnitte letztendlich wirklich sein werden, ist auch noch nicht absehbar, wie viel langsamer die Autos 2021 sein werden.

Denn es ist klar, dass weniger Aerodynamik zunächst einmal auch weniger Performance bedeutet. "Ich kann keine Zahl nennen, denn dafür ist es noch zu früh", sagt McLaren-Technikchef James Key und erklärt: "FIA und FOM haben einen tollen Job gemacht und ganz andere Richtlinien ausgegeben, wie ein Auto sein sollte. Aktuell versuchen wir zu verstehen, was das genau bedeutet, und wie ein schnelles Auto für 2021 sein muss."

Toto Wolff, Chase Carey

Der Mercedes-Teamchef sieht die neuen Regeln ab 2021 noch kritisch

Foto: LAT

"Es wird mit den größeren 18-Zoll-Rädern etwas Gripverlust geben, denn [die neuen Autos] werden ganz andere Biester sein. Die Grundlage bei der Aerodynamik wird etwas simpler als heute sein, aber es wird noch immer viele verschiedene Mechanismen geben, um Performance über die Aerodynamik zu generieren. Wir müssen schauen, wie sich all diese Dinge zusammenfügen, damit wir ein besseres Bild bekommen", so Key.

"Aber wir erwarten aktuell keine massiven Unterschiede. Ich denke, es könnte ziemlich eng sein", zeigt sich der McLaren-Technikchef deutlich optimistischer als Wolff. Etwas mehr Klarheit dürfte es in den kommenden Monaten geben. Klar ist jedenfalls schon jetzt, dass nicht alle mit dem finalen Reglement komplett glücklich sein werden.

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann