Wolff verteidigt Fahrer: Bottas manchmal besser als das Auto

Toto Wolff nimmt Valtteri Bottas nach seiner ersten Mercedes-Saison in Schutz und erklärt, dass sein Schützling sich insgesamt sehr beachtlich geschlagen habe.

Die Formel-1-Saison 2017 hatte für Valtteri Bottas Höhen und Tiefen. Der Finne konnte in seinem ersten Jahr als Mercedes-Werkspilot drei Rennen gewinnen, in der Weltmeisterschaft hatte er gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton am Ende allerdings keine Chance. Toto Wolff erklärt trotzdem, dass man Bottas nicht zu hart kritisieren sollte. Er erinnert vor allem daran, dass der Finne im vergangenen Winter ins kalte Wasser geworfen wurde.

"Ich bin nie auf diesem Level gefahren, aber an Weihnachten und Neujahr war eigentlich noch klar, dass er (2017; Anm. d. Red.) für Williams fahren würde", erinnert Wolff. Der überraschende Rücktritt von Nico Rosberg änderte dann aber alles. "Dann bekommst Du plötzlich diesen Anruf und eine Möglichkeit, im damals vermutlich besten Auto zu sitzen", erklärt Wolff.

Bottas habe sich innerhalb von wenigen Wochen an eine "komplett neue Umgebung" gewöhnen müssen - und mit Hamilton zudem den vielleicht stärksten Teamkollegen im Feld bekommen. "Er hatte einen guten Start und einige wirklich gute Rennen - wie in Sotschi", lobt Wolff. In Russland konnte Bottas seinen ersten Formel-1-Sieg überhaupt einfahren. In Österreich und beim Finale in Abu Dhabi folgten zwei weitere Erfolge.

"Und selbst auf Strecken, auf denen das Auto schwierig zu fahren war, war er im Qualifying auf einem Level, das das Auto eigentlich gar nicht zugelassen hat", lobt Wolff weiter und nennt als Beispiel das Wochenende in Monaco. Obwohl Mercedes mit Problemen zu kämpfen hatte und für Hamilton überraschend bereits in Q2 Feierabend war, stellte Bottas seinen Silberpfeil trotzdem auf einen guten dritten Startplatz.

Nach der Sommerpause habe der Finne dann "ein leichtes Tief" gehabt, doch auch hier hebt Wolff die positiven Aspekte hervor. "Mit jedem Rennen hat er sich wieder zurückgekämpft", erklärt der Österreich und ergänzt: "Er hat sein Selbstvertrauen wiederaufgebaut, und am Ende haben wir einige sehr solide Leistungen gesehen." Vor allem in Abu Dhabi habe er zum Abschluss noch einmal ein "großartiges Rennen" gezeigt.

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