Tracklimits auf Formel-1-Strecken: Red Bull plädiert für "einfache" Lösung

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Tracklimits auf Formel-1-Strecken: Red Bull plädiert für
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
04.08.2016, 15:25

Um nicht weitere Fans zu vergraulen, braucht es laut Red Bull beim Thema Tracklimits eine simple Lösung. Christian Horner hat einen Vorschlag.

Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H
Felipe Massa, Williams FW38
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12; Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Felipe Massa, Williams FW38
Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12

Abflüge auf umstrittenen Randsteinen in Spielberg, gestrichene Rundenzeiten in Silverstone und ein Vorstoß der Strategiegruppe in Hockenheim, das Thema komplett aus dem Reglement zu streichen: Die Einhaltung der berühmt-berüchtigten Tracklimits – also das Fahren innerhalb der Begrenzungslinien der Rennstrecke – war während der vergangenen Wochen eines der bestimmenden Themen in der Formel 1.

Für den Grand Prix von Deutschland in Hockenheim wurde für Kurve 1 ein Kompromiss beschlossen. An dieser Stelle durften die Fahrer den Randstein komplett befahren. Red-Bull-Pilot Max Verstappen machte sich diese Kompromisslösung beim Start zunutze, indem er genau auf diesem Randstein an Teamkollege Daniel Ricciardo vorbeizog.

Bildergalerie: Grand Prix von Deutschland in Hockenheim

Eine Dauerlösung ist ein Kompromiss wie in Hockenheim aber nicht. Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner gibt es beim Thema Tracklimits nur zwei mögliche Wege: ein rigoroses Durchgreifen der Rennkommissare oder aber eine komplett freie Hand für die Fahrer.

"Ich finde, man kann dieses Thema nicht Kurve für Kurve unterschiedlich betrachten. Es kann nicht sein, dass es für Kurve 1 eine Regel gibt und für Kurve 17 eine andere Regel. Das ist viel zu kompliziert für uns im Fahrlager, geschweige denn für die Fans", bemerkt Horner im Gespräch mit Motorsport.com und fordert: "Entweder finden wir eine einfache Lösung oder wir lassen sie (die Fahrer; Anm. d. Red.) machen, was sie wollen."

Der Vorschlag des Red-Bull-Teamchefs: "Es gibt eine weiße Linie, die um die komplette Rennstrecke führt. Wenn man diese Linie mit allen vier Rädern überfährt, ist man draußen. Das scheint in anderen Sportarten, sei es mit Ball oder mit Fuß, auch zu funktionieren."

Das Gespräch führte Jonathan Noble

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