Trotz Rückstand: Haas peilt weiterhin WM-Platz vier an

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Trotz Rückstand: Haas peilt weiterhin WM-Platz vier an
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Stuart Codling
25.05.2018, 17:52

Haas hat in dieser Saison bereits viele Punkte verloren - Trotzdem ist Teamchef Günther Steiner sicher, dass man noch immer aus eigener Kraft Vierter werden kann

In den Vorjahren wäre Haas mit 19 Punkten aus den ersten fünf Saisonrennen vermutlich nicht unzufrieden gewesen. Doch in diesem Jahr ist diese Ausbeute der US-Truppe viel zu wenig. Haas liegt vom Speed her eigentlich an der Spitze des Mittelfeldes, konnte das bisher aber zu selten in Punkte umwandeln. Vor dem Großen Preis von Monaco liegt man daher nur auf einem enttäuschenden sechsten WM-Rang.

"Beim vergangenen Rennen habe ich mir den Punktestand schon gar nicht mehr angesehen, weil er so schlecht war. Es war mir peinlich", gesteht Teamchef Günther Steiner. Immerhin: In Barcelona wurde Kevin Magnussen zuletzt Sechster und holte damit acht wichtige Zähler für das Team. "Wir haben jetzt 19 Punkte und die anderen 40 (McLaren; Anm. d. Red.) und 41 (Renault)", fasst Steiner den WM-Stand im Mittelfeld zusammen.

"Wir wären jetzt locker Vierter", ärgert sich Steiner, der unter anderem auf den Doppelausfall in Melbourne verweist. Letztendlich hat Haas zu Saisonbeginn zu viele Punkte liegenlassen. Auf die Frage, worauf es nun ankomme, um in der WM doch noch Vierter zu werden, hat Steiner daher auch eine klare Antwort: "Konstanz. In jedem Rennen Punkten." Denn vom reinen Speed des VF-18 ist er weiterhin überzeugt.

"Wir haben noch 15 Rennen, und es gibt mehr positive als negative Dinge", sagt Steiner und erinnert: "Es ist noch nicht einmal ein Viertel der Saison vorbei. Wir müssen nur etwas Glück haben und etwas konstanter sein." Er glaubt, dass sein Team es noch immer "aus eigener Kraft" schaffen kann, Vierter zu werden. "McLaren und Renault werden es uns nicht leicht machen, aber wir werden kämpfen", kündigt Steiner an.

"Unser Auto ist schnell genug", gibt er sich selbstbewusst. Daher steht für ihn auch fest, dass es kein anderes Saisonziel als Platz vier geben kann. "Warum sollte ich ein niedrigeres Ziel haben?", fragt Steiner rhetorisch und erklärt: "Wir sind das viertschnellste Team, daher muss das unser Ziel sein." Klar ist aber auch, dass Haas nicht über die gleichen Ressourcen verfügt wie die Konkurrenten von McLaren oder Renault.

Daher besteht die Gefahr, dass die beiden größeren Teams die Lücke zu Haas mit dem ein oder anderen Update schließen können. Steiner verweist allerdings darauf, dass man es im Winter trotzdem geschafft habe, mit einem geringeren Budget ein besseres Auto zu bauen. "Warum sollte ich mir also Sorgen machen, dass sie besser sind, weil sie ein größeres Budget haben? Ich bin zuversichtlich, dass unsere Jungs konkurrenzfähig bleiben können", so der Teamchef.

"Sie haben ihre Upgrades (in Barcelona) gebracht und sind immer noch hinter uns", gibt er sich ganz entspannt. Während die meisten Teams in Spanien große Upgradepakete brachten, gab es am Haas VF-18 lediglich Detailverbesserungen. "Wir werden jetzt trotzdem nicht einschlafen", versichert Haas. Denn auch die US-Truppe möchte ihren Boliden im Laufe der Saison noch schneller machen.

Klar ist aber auch, dass Platz vier in diesem Jahr das Maximum sein wird. Steiner erklärt, dass man die drei Topteams nur dann einholen könne, "wenn wir eine Sekunde aufholen." Und ihm ist klar: "Das wird nicht passieren. [...] Wir müssen auch realistisch bleiben." Auf die Frage, wo die aktuellen Schwächen des VF-18 liegen, antwortet er mit einem Lächeln: "Nichts ist perfekt, denn sonst wären wir Weltmeister. Wir müssen uns überall verbessern."

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