TV-Quoten Abu Dhabi 2021: Jeder dritte Niederländer schaut zu!

Herausragende TV-Quoten für Ziggo Sport beim Finale der Formel-1-WM 2021 in Abu Dhabi, aber auch die deutschsprachigen Sender verzeichnen gute Zahlen

TV-Quoten Abu Dhabi 2021: Jeder dritte Niederländer schaut zu!

Bis zu 6,34 Millionen Niederländer haben das Finale der Formel-1-Saison 2021 in Abu Dhabi live am Fernseher verfolgt, selbst im Schnitt waren es knapp unter fünf Millionen. Und das bedeutet: Praktisch jeder dritte Niederländer hat zugesehen, wie Red-Bull-Fahrer Max Verstappen zum Sieg und zum WM-Titel gefahren ist. Denn die Niederlande kommen auf eine Einwohnerzahl von rund 17,4 Millionen.

Entsprechend hoch fiel der Marktanteil für die Übertragung bei Ziggo Sport aus: 87 Prozent. Das liegt aber auch daran, dass der Pay-TV-Sender für das komplette Formel-1-Wochenende in Abu Dhabi die Bezahlschranke hat fallen lassen, um allen Niederländern freien Zugang zu den TV-Bildern zu ermöglichen. Nur so konnte die Traumquote zum WM-Finale entstehen.

Auch in Deutschland und Österreich war das Interesse an der Titelentscheidung in der Formel 1 groß, größer als bei den meisten anderen Rennen im diesjährigen Formel-1-Kalender. (Hier die komplette TV-Quoten-Übersicht zur Formel-1-Saison 2021 abrufen!)

Sky mit starken Werten beim Finale

Pay-TV-Sender Sky schrammte mit 951.00 Zuschauern nur knapp an der Ein-Millionen-Marke vorbei, nahm diese Schwelle aber, wenn man das Streaming-Angebot hinzurechnet. Damit stellte Sky bei insgesamt 1,31 Millionen Zuschauer einen neuen Saisonbestwert auf, nachdem beim Auftaktrennen in Bahrain im März 1,12 Millionen die Sky-Live-Berichterstattung verfolgt hatten.

Der Marktanteil von Sky bei der Übertragung des letzten Formel-1-Saisonrennens lag bei 5,7 Prozent und damit in einem Bereich, wie ihn der deutsche Bezahlsender 2021 mehrfach erreicht hat. Zum Vergleich: In Bahrain waren es 5,8 Prozent gewesen, bei den Rennen in Zandvoort und Sotschi sogar jeweils 7,3 Prozent.

ORF mit bestem Saisonergebnis

Im Direktvergleich unterlag Sky allerdings dem ORF in Österreich, der in Abu Dhabi auf 1,11 Millionen Zuschauer kam. Bei einer Einwohnerzahl von 8,9 Millionen saß also praktisch jeder achte Österreicher vor dem TV-Gerät, um den Titelgewinn von Red-Bull-Fahrer Verstappen live zu sehen - so viele wie sonst nie in der Saison 2021.

Mit einem Marktanteil von 57 Prozent stellte ORF einen neuen Saisonrekord auf. Der Sender hatte in Monza und Sotschi je 49 Prozent erreicht, ServusTV sein Maximum in Zandvoort mit 45 Prozent. ServusTV in Österreich hatte das Finalwochenende der Formel 1 2021 genau wie RTL in Deutschland nicht übertragen.

Sowohl Sky in Deutschland als auch ORF in Österreich haben ihre Zuschauerzahl für das Finalrennen in Abu Dhabi im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. Allerdings war die Weltmeisterschaft 2020 bereits vor dem letzten Saisonrennen entschieden gewesen.

Die Saisonbilanz der vier Sender

RTL kommt bei vier übertragenen Rennen in der Saison 2021 auf eine Gesamtzuschauerzahl von 12,55 Millionen bei einem durchschnittlichen Marktanteil von 19,1 Prozent. Das macht rund 3,13 Millionen Zuseher pro Grand Prix im Free-TV. Das liegt ebenso unter dem Vorjahreswert (3,98 Millionen) wie der durchschnittliche Marktanteil (24,7 Prozent). Aber: 2020 hatte RTL noch alle Saisonrennen live gezeigt.

Sky kommt über alle 22 Rennen hinweg auf ein Gesamtpublikum von 15,37 Millionen. Im Schnitt verfolgten also rund 700.000 Zuschauer die Live-Übertragungen des deutschen Pay-TV-Senders. Im ersten Jahr als exklusiver Live-Partner der Formel 1 in Deutschland entspricht das einer deutlichen Steigerung um knapp 190.000 Zuschauern pro Rennen. Auch der Marktanteil wurde ausgebaut, von durchschnittlich 3,1 auf 4,8 Prozent.

Der öffentlich-rechtliche ORF in Österreich zeigte 2021 elf von 22 Formel-1-Rennen live und erreichte insgesamt 7,56 Millionen Zuseher. Macht rund 687.000 Zuschauer pro Grand Prix, was nur knapp unter den Sky-Werten liegt, aber fast 100.000 über dem Vorjahreswert. Damals hatte der ORF aber noch alle Rennen live präsentiert. 2021 lag der Marktanteil des Senders im Schnitt bei 42 Prozent (2020: 37 Prozent).

ServusTV hat erstmals die Hälfte der Formel-1-Saison live übertragen in Österreich, mit dem Heimrennen waren es zwölf von 22 Grands Prix. Der Privatsender kam auf ein Gesamtpublikum von 6,21 Millionen bei rund 518.000 Zuschauern pro Rennen. Im Schnitt erzielte ServusTV damit einen Marktanteil von 34,6 Prozent.

Und so geht es 2022 weiter

In Deutschland berichtet Sky auch in der Formel-1-Saison 2022 live und exklusiv von allen 23 Rennen. RTL überträgt mit einer Sublizenz erneut ausgewählte Grands Prix. In Österreich bleibt es vermutlich bei einer Aufteilung zwischen ORF und ServusTV, wobei der ORF als Sublizenznehmer von ServusTV auftritt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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