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"Überraschend" nah dran: Mercedes wittert Chance gegen Ferrari

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"Überraschend" nah dran: Mercedes wittert Chance gegen Ferrari
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06.09.2019, 16:40

Aktuell sieht es danach aus, dass Mercedes Ferrari am Samstag im Kampf um die Pole-Position herausfordern kann - Damit hatte man nicht unbedingt gerechnet

Lediglich 0,068 Sekunden fehlten Lewis Hamilton am Freitag in Monza auf die Tagesbestzeit von Charles Leclerc. "Es sieht so aus, als hätten wir einen Kampf", freut sich der Weltmeister nach den ersten beiden Trainings. Dabei waren die Silberpfeile vor dem Wochenende noch davon ausgegangenen, dass Ferrari beim Heimspiel deutlicher vorne liegen würde.

Zumindest auf einer schnellen Runde rechnete man mit einem ähnliches Rückstand wie zuletzt in Spa. Doch Mercedes scheint näher dran zu sein. "Das ist definitiv überraschend", freut sich Hamilton und erklärt: "Aber ehrlich gesagt wusste ich nicht, was ich an diesem Wochenende erwarten sollte - davon abgesehen, dass sie auf den Geraden schnell sind."

"Aber es gibt genug Kurven in denen wir die Zeit wieder gewinnen. Da sind sie nicht wirklich schnell, und so gleicht es sich etwas aus", erklärt der WM-Spitzenreiter und ergänzt: "Sie sind auf den Geraden ziemlich schnell. Wir sind bei der Rennpace ziemlich stark." Das war auch in Belgien bereits so. Der Unterschied: In Monza sei man auch auf einer Runde "vielleicht etwas näher dran" an der Scuderia.

"Wir wussten schon vorher, dass sie stark sein würden. Aber es sah für uns auf jeden Fall nicht schlechter als in Spa aus. Wir haben dieses Wochenende sicher eine gute Chance", zeigt sich auch Teamkollege Valtteri Bottas zuversichtlich. Die Rennpace sei "vielversprechend", und vor dem Qualifying am Samstag habe man zudem auch noch etwas Luft nach oben.

Windschatten ein "Schlüssel" am Samstag

"Auf meiner schnellsten Runde hatte ich keinen wirklich guten Windschatten", verrät Bottas beispielsweise. Und Chefingenieur Andrew Shovlin sieht ebenfalls noch Potenzial für Verbesserungen und berichtet: "Im zweiten Training sind wir spät auf die Soft-Reifen gewechselt und haben dadurch das Fenster für die besten Streckenbedingungen verpasst."

"Abgesehen von der fehlenden Fahrzeit war es ein guter Tag", so Shovlin. Am Ende wurde Bottas mit 0,369 Sekunden Rückstand auf Leclerc Vierter. Im Hinblick auf das Qualifying erklärt er angriffslustig: "Ich denke, wir haben eine Chance [auf die Pole]. Wir brauchen aber auf jeden Fall ein perfektes Set-up und einen perfekten Windschatten. Das wird der Schlüssel sein."

"Ich denke, es wird ein ziemlich hartes Rennen, aber wir sind auf einem ähnlichen Level [wie Ferrari], was ziemlich gut ist", erklärt auch Hamilton, für den der geringe Rückstand am Freitag "definitiv" ermutigend ist. Dabei war nach dem verregneten ersten Training noch nicht absehbar, in welche Richtung es sich entwickeln würde. "Das Training war mit dem Wetter heute eine kleine Herausforderung", berichtet Hamilton.

"Wenn es regnet, dann ist es etwas sinnlos [viel zu fahren], weil das Risiko groß und die Belohnung klein ist. Man lernt nicht wirklich viel", zuckt er die Schultern, und Bottas ergänzt, dass es dadurch ein "Durcheinander" im normalen Freitagsplan gegeben habe. "Aber das war für alle so. In manchen Kurven hat es teilweise geregnet", berichtet der Finne.

Im Regen nicht viel gelernt

"Das hat es etwas schwieriger gemacht, detaillierte Daten über die Reifen und das Verhalten des Autos zu bekommen", erklärt er. Insgesamt habe es sich aber "nicht so schlecht" angefühlt. Beide Mercedes-Piloten fuhren in FT1 jeweils nur elf Runden. "Wir müssen das Risiko kalkulieren und schauen, wie viel wir überhaupt lernen können", erklärt Bottas das Programm auf Sparflamme.

Man sei lediglich ein paar Runden mit Intermediates gefahren, "falls es am Sonntag nass wird." Viel gelernt habe man aber nicht, und so sei FT2 am Nachmittag "viel besser für alle" gewesen, erklärt Hamilton. "Wir versuchen, das Auto auf eine einzelne Runde so schnell wie möglich zu machen", erklärt er und kündigt an, bis zum Qualifying noch an einigen Kleinigkeiten arbeiten zu wollen.

"Ob das die Zeitpunkte beim Gangwechsel sind, die Bremspunkte, ob man einen Randstein benutzen soll oder nicht oder was auch immer. Und auch beim Set-up wollen wir sichergehen, dass wir noch ein kleines bisschen mehr Saft aus dem Auto holen", so Hamilton. Aktuell scheint die Chance auf die Pole jedenfalls deutlich größer zu sein, als vor einer Woche in Belgien.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann