Ultimatum: Renault ließ Red Bull bei Honda-Wechsel "keine Wahl"

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Ultimatum: Renault ließ Red Bull bei Honda-Wechsel
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
20.06.2018, 09:58

Red Bull begründet den ungewöhnlichen Zeitpunkt der Honda-Bekanntgabe mit einem Renault-Ultimatum - Helmut Marko ist derweil "sehr zufrieden mit Honda"

Dr Helmut Marko, Red Bull Motorsport Consultant
Red Bull RB14 mit Honda-Logo
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing and Dr Helmut Marko, Red Bull Motorsport Consultant
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14

Neben Toro Rosso wird ab der Formel-1-Saison 2019 auch Red Bull mit Motoren von Honda an den Start gehen. Das bestätigten die Bullen am Dienstag ganz offiziell. Komplett überraschend kam diese Entscheidung nicht, ungewöhnlich war allerdings der Zeitpunkt der Bekanntgabe. Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko klärt nun auf, warum man den Wechsel von Renault zu Honda vor dem Grand Prix in Le Castellet verkündete.

"Eigentlich wollten wir die Entscheidung erst nach dem Rennen in Frankreich bekannt geben", verrät Marko im Gespräch mit 'Auto Bild motorsport' und erklärt: "Aber Renault hat uns ein Ultimatum gesetzt, das am Sonntag auslief. Uns blieb also keine Wahl." Ursprünglich wäre die Entscheidung, welchen Motor Red Bull 2019 einsetzen will, bereits Mitte Mai fällig gewesen.

Zusammen mit Renault einigte man sich damals jedoch auf eine Verschiebung der Deadline. Diese lief nach Kanada aus - doch Red Bull wollte noch weiter abwarten. Interessant: Marko kündigte damals noch an, dass Renault nach dem Rennen in Montreal "keine Antwort" von ihm kriegen werde. "Bis Österreich kann ich nichts sagen", erklärte Marko noch rund eine Woche zuvor.

Offenbar erhöhte Renault den Druck in der Zwischenzeit aber noch einmal, sodass sich Red Bull gezwungen sah, den Wechsel früher als geplant offiziell zu machen. "Wir sind sehr zufrieden mit Honda und dem Weg, den sie in diesem Jahr mit unserem Juniorteam Toro Rosso schon gegangen sind", erklärt Marko. Toro Rosso setzt seit dieser Saison auf die Honda-Motoren und dient quasi als "Testballon" für Red Bull.

"Das neue Motorupdate, das in Kanada aus unglücklichen Umständen noch nicht richtig genutzt werden konnte, hat in der Rundenzeit drei Zehntel gebracht. Der Deal mit Honda ist in jeder Beziehung für uns extrem positiv. Sportlich, technisch und auch finanziell", freut sich Marko. Wie gut die Partnerschaft zwischen Red Bull und Honda in der Praxis funktioniert, wird sich allerdings erst 2019 zeigen.

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Rennserie Formel 1
Teams Red Bull Racing
Autor Ruben Zimmermann
Artikelsorte News