"Unsere Pace war nichts Besonderes": McLaren verliert an Boden

McLaren musste im WM-Kampf einen Rückschlag erleiden und konnte in Mexiko nur einen Punkt mitnehmen - Lando Norris begnügt sich mit Rang zehn

"Unsere Pace war nichts Besonderes": McLaren verliert an Boden

McLaren hat in Mexiko eine Menge Boden im WM-Duell mit Ferrari verloren. Während die Scuderia 18 Punkte holen und sich vorerst den dritten Platz holen konnte, musste sich McLaren mit einem Pünktchen begnügen und liegt nun 13,5 Zähler hinter der Konkurrenz. Während für Daniel Ricciardo das Rennen nach dem Startcrash praktisch gelaufen war, konnte Lando Norris von ganz hinten noch auf Platz zehn fahren.

"Das war mit Sicherheit ein schwieriges Rennen, denn unsere Pace war nichts Besonderes", sagt der Brite nach dem Grand Prix. "Wir waren nicht viel schneller als Fernando [Alonso] und es war sehr schwierig zu folgen - trotz der langen Geraden. Von daher konnte ich nicht viel mehr als das erreichen."

"Aber ich bin glücklich über Platz zehn", ergänzt er. "Es ist ein Punkt. Das ist nicht viel, aber von Startplatz 18 muss ich glücklich damit sein."

Während andere Piloten stark vom Startchaos in Kurve 1 profitieren konnten, gehörte Norris nicht unbedingt dazu. Gerade einmal zwei Positionen machte er gut, was angesichts der beiden Ausfälle von Mick Schumacher und Yuki Tsunoda sowie dem Dreher von Valtteri Bottas eher einem relativen Verlust gleichkommt.

 

"Ja, da ging es etwas hin und her", beschreibt er. "Das Wichtigste war, dass ich durchgekommen bin."

Norris habe sich in keiner guten Position befunden und musste wegen Bottas nach rechts ins Gras ausweichen. "Ich habe dadurch ein paar Positionen verloren, aber ich denke nicht, dass sich dadurch viel geändert hätte." Denn vor Alonso wäre er laut eigener Aussage nicht gekommen - und das war das Auto, dem er das ganze Rennen über gefolgt ist.

McLaren probierte eine andere Strategie und ließ Norris so lange auf den Mediums wie kein anderer Pilot. 44 Runden fuhr er bis zum Boxenstopp und damit fünf mehr als Dauerrivale Alonso. Das war laut Norris aber vor allem in den letzten Runden eine Herausforderung.

"Aber das war schon von Beginn an unser Plan, denn wenn man hier ein Chance auf Überholmanöver haben möchte, dann braucht man ein Reifendelta", sagt er. Und das wollte man Norris geben - gereicht hat es aber dennoch nicht.

"Auf dieser Strecke gibt es kaum Reifenabbau, von daher ist ein neuer Reifensatz nicht so viel schneller", erklärt Norris. Hinzu kommen der geringere Windschatten, das schwierige Folgen bis zur Zielgerade und die hohen Temperaturen, die man beim Hinterherfahren in den Reifen bekommt. "Und dann hat man Probleme, egal was man macht", so Norris.

Insofern schätzt sich der McLaren-Pilot mit dem einen Punkt schon glücklich.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Andreas Seidl: 2020 war P3 für McLaren leichter zu holen
Vorheriger Artikel

Andreas Seidl: 2020 war P3 für McLaren leichter zu holen

Nächster Artikel

Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Antonio Perez

Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Antonio Perez
Kommentare laden