Überholt unter roter Flagge: Keine Strafe für Max Verstappen

Keine Strafe für Max Verstappen: Weil er unter Rot sofort vom Gas gegangen ist, wird sein Überholmanöver gegen Lance Stroll nicht geahndet

Überholt unter roter Flagge: Keine Strafe für Max Verstappen

Die Aufregung war nur von kurzer Dauer: Max Verstappen (Red Bull) kassiert bei seinem Heim-Grand-Prix in Zandvoort keine Strafe. Der Lokalmatador musste am Samstagmorgen bei den FIA-Rennkommissaren vorsprechen, weil er im Freitagstraining ein gegnerisches Fahrzeug unter roter Flagge überholt hatte.

Verstappen hatte zu Beginn des zweiten Trainings Aston-Martin-Pilot Lance Stroll vor Kurve 11 überholt, obwohl zu dem Zeitpunkt wegen des Ausrollens von Lewis Hamilton (Mercedes) bereits die rote Flagge draußen war. Aus Strolls Onboardperspektive ist zu sehen, wie der Kanadier abbremst, während Verstappen kurz darauf links an ihm vorbeifliegt.

Doch Verstappens eigene Cockpitperspektive rückte das Geschehene ins richtige Licht. Der Red-Bull-Pilot war gerade auf einer schnellen Runde, als die Session unterbrochen wurde. Stroll hingegen war langsam unterwegs. Verstappen schoss just zu dem Zeitpunkt, als er das Signal erstmals sehen konnte, gerade an Stroll vorbei, ohne realistische Chance zu reagieren - und bremste danach sofort ab.

Das bestätigt auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "Sobald Max von der roten Flagge gehört hatte, ist er vom Gas gegangen", sagt er. "Ich denke, dass das andere Auto ohnehin auf einer langsamen Runde war. Die Daten zeigen ganz eindeutig, dass er komplett vom Gas war, als er die Nachricht von der roten Flagge bekam."

Verstappen musste am Samstagmorgen um 10:45 Uhr bei den Kommissaren vorsprechen. Die trafen noch vor Beginn des dritten Freien Trainings ihre Entscheidung: "No further action." Damit können die zehntausenden Oranjes in Zandvoort, die heute eine Poleparty feiern wollen, aufatmen ...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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