Valtteri Bottas: Mittlerweile endgültig von Lewis Hamilton abgehängt?

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Valtteri Bottas: Mittlerweile endgültig von Lewis Hamilton abgehängt?
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Adam Cooper
19.09.2018, 11:10

Valtteri Bottas kämpft weiter gegen sein Image als Nummer-2-Fahrer hinter Lewis Hamilton - Die nackten Zahlen sprechen in diesem Jahr aber eine klare Sprache

Die Formel-1-Saison 2018 läuft für Valtteri Bottas überhaupt nicht wie erhofft. Konnte der Finne in seinem ersten Mercedes-Jahr 2017 noch drei Rennen gewinnen und die WM auf Rang drei beenden, liegt er aktuell nur auf dem vierten Platz und hat noch keinen Sieg auf dem Konto. Seinen bis heute letzten Erfolg feierte der 29-Jährige beim Saisonfinale des Vorjahres in Abu Dhabi.

Im gleichen Zeitraum konnte Teamkollege Lewis Hamilton sieben Rennen gewinnen. Seit dem Rennen in Kanada im Juni sah Bottas die Zielflagge außerdem nicht mehr vor Hamilton. In Österreich schieden beide aus, in den anderen sieben Rennen seit Montreal hatte stets der Brite die Nase - teilweise deutlich - vorne. Zahlen, die Bottas nicht gerade dabei helfen, sich gegen sein Image als Nummer-2-Fahrer zu verteidigen.

"Es ist hart", gesteht Bottas im Hinblick auf die aktuelle Situation im internen Silberpfeilduell. "Aber es ist immer schwierig, ihn zu schlagen. Und jetzt gerade hat er einen guten Lauf", sagt der Finne und erinnert: "Er kämpft noch um die Meisterschaft und ich nicht mehr." Satte 110 Punkte trennen die beiden Mercedes-Piloten vor den letzten sechs Rennen des Jahres. Und wenn sich der Trend fortsetzt, dürfte die Lücke noch größer werden.

"Ich bleibe motiviert und versuche weiter, gute Resultate einzufahren", versichert Bottas. Klar ist aber auch, dass er sich aktuell in einem Loch befindet. Konnte Hamilton vier der letzten fünf Rennen gewinnen, stand Bottas im gleichen Zeitraum lediglich zweimal auf dem Podium. Auch er selbst hat das Gefühl, "dass ich jetzt ein paar gute Ergebnisse brauche", um endlich wieder die Kurve zu kriegen.

Vor allem für sein Selbstvertrauen wäre es wichtig, endlich wieder einmal ein Rennen zu gewinnen, wie er selbst zugibt. "Ich muss mir selbst Ziele setzen, denn ich brauche immer ein Ziel", erklärt er und verrät: "Wenn ich einfach nur herkomme, um (dem Team und Hamilton; Anm. d. Red.) zu helfen, dann ist das nicht ideal. Ich brauche an jedem Rennwochenende ein klares Ziel."

Denn es ist nicht Bottas' Anspruch, in der Schlussphase der Saison nur den Edelhelfer für Hamilton zu spielen. Klar ist aber auch, dass er sich im Zweifel den Anweisungen des Teams beugen muss. Helfen könnte ihm da ausgerechnet ein vorzeitiger Titelgewinn von Hamilton. "Wenn er den Titel gewinnt, dann ist es natürlich ein bisschen anders", weiß Bottas. Denn dann würde Mercedes die beiden komplett frei fahren lassen.

So oder so versuche er jedenfalls, in jedem Rennen "hungrig und motiviert" zu sein. Sein persönliches Ziel sei es zudem, in der WM noch auf den dritten Platz zu kommen. Und wie wichtig es sein kann, eine - eigentlich nicht zufriedenstellende - Saison doch noch mit einem guten Gefühl zu beenden, zeigte zum Beispiel Nico Rosberg 2015. Der Deutsche gewann damals die letzten drei Rennen des Jahres - und wurde 2016 anschließend Weltmeister.

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