Valtteri Bottas: Nach Imola in den Reifen Schlüssel zur Pole gefunden

Valtteri Bottas hatte in Imola noch Probleme mit den Reifen, doch in Portimao haben sie ihn plötzlich zur Poleposition getragen

Valtteri Bottas: Nach Imola in den Reifen Schlüssel zur Pole gefunden

In Imola waren die Reifen noch der Grund, wieso Valtteri Bottas im Qualifying nur auf Platz acht gefahren war. Doch in Portimao, wo die Reifentemperaturen auf dem rutschigen Asphalt ebenfalls eine große Rolle spielten, da konnte der Finne plötzlich auftrumpfen und sich die Poleposition sichern.

"Das hat definitiv ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert", freut sich Bottas nach den Rückschlägen zuvor. "In den ersten beiden Rennen war zumindest Q3 nicht meine Stärke. Alles aus den Reifen herauszuholen und sie zum Arbeiten zu bekommen, waren eher ein Schwachpunkt von mir. Aber jetzt scheint alles in die richtige Richtung zu gehen."

Bottas betont, dass er sich schon das ganze Wochenende über stark gefühlt habe und daher wusste, dass die Pole möglich war. Der Finne hatte nach den ersten beiden Rennen vor allen an der Reifenvorbereitung gearbeitet, weil er wusste, dass die Pneus der Schlüssel zu einem guten Qualifying sein würden.

"Wir haben hart gearbeitet, und es ist schön, dass es sich ausbezahlt hat. Das bedeutet eine gute Ausgangsposition für morgen", sagt er.

Warum Mercedes am Ende Medium fuhr

Mercedes hatte beim zweiten Versuch in Q3 mit der Wahl der Reifen überrascht. Während die Konkurrenz wie üblich die weichen Reifen aufschnallte, setzten Bottas und Teamkollege Lewis Hamilton auf Mediums. "Wir hatten schon das ganze Wochenende ein So-Lala-Gefühl bei den Soft-Reifen. Das Gefühl mit den Mediums war besser", erklärt Bottas.

Schon im vergangenen Jahr hatte Mercedes am Ende des Qualifyings die Medium-Reifen genommen - mit Erfolg. "Daher haben wir es wieder probiert." Allerdings kam man damit nicht an die Soft-Zeit aus dem ersten Versuch heran. "Vielleicht hat der Wind zugenommen und ich konnte keine Temperatur in sie bekommen", so der Finne.

Doch weil auch die Konkurrenz nicht mehr an die Zeit herankam, konnte sich Bottas über seine erste Saisonpole freuen, die er um sieben Tausendstelsekunden vor Hamilton einfuhr.

Imola-Vorfälle beiseitegeschoben

Nach dem schwachen Rennen in Imola und den Querelen um den Crash mit George Russell hatte Bottas dieses gute Ergebnis auch nötig. Zwei Wochen hatte er, um Imola zu verdauen, die er mit Testfahrten, einem freien Wochenende und dann der Vorbereitung im Simulator verbracht hat. "Aber eigentlich habe ich nicht wirklich etwas anderes als sonst gemacht."

 

"Es gab wie immer viele Sachen aus dem vergangenen Rennen zu lernen. Diese habe ich angenommen. Den Rest, den ich besser vergessen sollte, habe ich komplett beiseitegeschoben", betont er. "Ich weiß, dass sich harte Arbeit am Ende ausbezahlen wird. Und das habe ich auch meinem Team gesagt. Aber es ist erst Samstag. Morgen ist der Tag, an dem es zählt."

Doch auch dort scheint es für die Silberpfeile nicht so schlecht auszusehen: "Am Freitag schien der Longrun nicht schlecht zu sein, aber das ist halt nur Freitag. Erst im Rennen werden wir wirklich sehen, wie sich die Reifen verhalten und ob es Probleme gibt", so Bottas. "Ich schätze aber, dass es ein enger Kampf mit Red Bull werden wird."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
FIA lenkt ein: Mehr Budget für Formel-1-Teams bei Sprintrennen

Vorheriger Artikel

FIA lenkt ein: Mehr Budget für Formel-1-Teams bei Sprintrennen

Nächster Artikel

Toto Wolff: Sprintrennen der intelligenteste Vorschlag seit Jahren

Toto Wolff: Sprintrennen der intelligenteste Vorschlag seit Jahren
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Portimao
Autor Norman Fischer