Verkehrte Welt bei Sauber: Ericsson will von Rookie Leclerc lernen

geteilte inhalte
kommentare
Verkehrte Welt bei Sauber: Ericsson will von Rookie Leclerc lernen
Autor: Dominik Sharaf
Co-Autor: Erwin Jaeggi
12.05.2018, 21:43

Charles Leclerc kommt besser mit den Pirelli-Reifen klar und schlug daraus im Barcelona-Qualifying Kapital – Marcus Ericsson entgeht zweimal einer Strafe

Nächster starker Auftritt von Baku-Überraschungsmann Charles Leclerc: Der Sauber-Youngster sicherte sich Platz 14 im Qualifying zum Spanien-Grand-Prix Formel 1 2018 live im Ticker und war damit erneut stärker als Teamkollege Marcus Ericsson (17.). Der Monegasse freut sich über das gewonnene Stallduell: "Es fühlt sich gut an, schneller zu sein, aber noch wichtiger ist es, dass wir gut zusammenarbeiten und das Auto weiterentwickeln." Das scheint bei Sauber derzeit zu gelingen.

Ericsson vermutet, dass Leclerc besser mit den Pirelli-Reifen klarkommen würde als er: "So war es schon in Baku", meint er und will aus den Fortschritten am Schwesterfahrzeug Kapital schlagen – besonders mit Supersoft-Reifen, auf denen er kaum konstante Runden fuhr: "Es muss meine Hauptaufgabe sein."

 

Ericsson macht keinen Hehl daraus, mit dem verpassten Einzug in Q2 das Klassenziel verfehlt zu haben. Er spricht von einer "großen Enttäuschung" nach guten Trainingseindrücken. Leclerc kann sich nicht erklären, warum ihm die Pneus besser liegen, zumal er 2017 in der Formel 2 ganz andere Reifen gewohnt war.

"Ich habe aber an den ersten zwei Rennwochenenden enorm viel dazugelernt", sagt der Ferrari-Nachwuchsmann, der in Australien und Bahrain gegen Ericsson noch den Kürzeren gezogen hatte. Ein freudiges Lächeln, weil er den Teamkollegen geschlagen hat, kann er sich nicht verkneifen.

Glück für Ericsson: Er wurde von den Rennkommissaren am Samstag zweimal für Regelverstöße nicht belangt. Im Freien Training überholte er Romain Grosjean trotz roter Flagge, als er auf den langsamen Haas mit vollem Tempo auflief. Er konnte nach Ansicht der Rennkommissare aber nicht anders, ohne einen Unfall zu riskieren.

Im Qualifying verpasste er es, nach einem Ausritt einen Poller auf dem Rückweg auf die Strecke vorschriftsmäßig zu umfahren. Weil Ericsson aber Schlangenlinie um die Geschwindigkeitshügel fuhr und die Runde abbrach, hagelte es dafür keine Strafe.

Nächster Artikel
Hamilton & Vettel sauer: Fragt doch endlich mal die Fahrer!

Vorheriger Artikel

Hamilton & Vettel sauer: Fragt doch endlich mal die Fahrer!

Nächster Artikel

Charles Leclercs Traum: Eines Tages Ferrari

Charles Leclercs Traum: Eines Tages Ferrari
Kommentare laden