Max Verstappen: Mehr Punkte als Hamilton seit Sepang-Erlösung

Unglaublich, aber wahr: Würde die WM nur aus den vergangenen fünf Rennen bestehen, dann würde Max Verstappen in Führung liegen.

Der Red-Bull-Pilot holte seit dem Ende seiner Pechsträhne mit dem Sieg in Sepang ganze 90 WM-Punkte. Das sind um acht mehr als Weltmeister Lewis Hamilton! Verstappen, der in der WM-Tabelle Sechster ist und den fünftplatzierten Kimi Räikkönen nicht mehr einholen kann, hat damit in fünf Rennen mehr Punkte geholt als in den 14 Rennen davor.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner kann sich beim Anblick der Punktetabelle ein Schmunzeln nicht verkneifen: Würde man wirklich nur die vergangenen fünf Rennen zählen, "dann würden wir gut aussehen", meint der Brite. "Das zeigt, dass wir einen Lauf haben." Und zwar laut Horner bereits seit Beginn der Überseerennen in Singapur, als Daniel Ricciardo hinter Hamilton Zweiter wurde.

Eigentlich wollte Red Bull sogar zumindest eines der beiden letzten Saisonrennen gewinnen. Durch das Scheitern in Interlagos bleibt dafür nur noch Abu Dhabi. Wir werden noch einmal alles versuchen, um mit dem Höhepunkt in die Winterpause zu gehen", verspricht Horner.

Generell ist der Fokus bei Red Bull aber längst auf der kommenden Saison. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren will man es 2018 unbedingt vermeiden, dass das Auto im letzten Moment fertig wird und man daher die ersten Saisonrennen dazu benutzen muss, um die Kinderkrankheiten des Boliden auszumerzen.

Dieses Jahr gelang diesbezüglich mit dem überarbeiteten RB13 ein erster Schritt in Spanien zum Auftakt der Europarennen, erst nach der Sommerpause war der Bolide aber wirklich in Topform. Den größten Nachholbedarf sieht Horner aber bei der Antriebseinheit: Den aktuellen PS-Nachteil beziffert er auf "25 bis 30 PS".

"Wenn es Renault gelingt, über den Winter aufzuholen und - was noch wichtiger ist - auch die Zuverlässigkeit in den Griff kriegt, dann bin ich zuversichtlich, dass wir unseren Fahrern nächstes Jahr ein wirklich gutes Auto geben können", kündigt Horner an. Als Messlatte sieht er ganz klar Mercedes. "Ihre Zuverlässigkeit war dieses Jahr unglaublich, und sie hatten auch das Tempo", verweist er auf die Tatsache, dass die Silberpfeile dieses Jahr durch Valtteri Bottas' Motorschaden in Barcelona nur einen Ausfall wegen eines technischen Defekts verzeichneten.

"Wir müssen nächstes Jahr wirklich die Zuverlässigkeit in den Griff kriegen, was vor allem mit den Motoren zu tun hat", fordert er. "Und wir müssen unsere Erkenntnisse von diesem Auto zum nächsten mitnehmen."

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