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Verwarnung per Flagge: Räikkönen begrüßt neuen Ansatz der FIA

Die schwarz-weiße Flagge feiert in der Formel 1 ihr Comeback: In Belgien wurde damit eine Verwarnung ausgesprochen - Fahrer begrüßen die Änderung

Verwarnung per Flagge: Räikkönen begrüßt neuen Ansatz der FIA

FIA-Rennleiter Michael Masi hat beim Grand Prix von Belgien eine fast vergessene Flagge wieder eingeführt: die schwarz-weiße Flagge. Diese dient dazu, unsportliches Verhalten aufzuzeigen und bei einer Wiederholung vor einer Strafe zu warnen, ähnlich der Gelben Karte im Fußball. Formel-1-Routinier Kimi Räikkönen begrüßt dieses Vorgehen. Die Regelhüter seien endlich "aufgewacht".

Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly hat mit seinem Fahrverhalten in der Bremszone in Spa-Francorchamps dafür gesorgt, dass Masi zur schwarz-weißen Flagge gegriffen hat. Zuvor war diese Flagge aus der Mode gekommen. Zuletzt wurde die "Gelbe Karte" Lewis Hamilton beim Malaysia-Grand-Prix-2010 gezeigt.

Masi ist der Ansicht, dass die Verwendung dieses Symbols hilfreich sein kann. So können die Zuschauer sehen, dass der Fahrer für sein Verhalten verwarnt wird. Der älteste Pilot im Fahrerfeld, Kimi Räikkönen, erinnert sich noch daran, dass diese Flagge noch zu seiner Kartzeit eingesetzt wurde.

"Das war ganz normal, aber es wurde in der Formel 1 aus welchem seltsamen Grund auch immer nicht verwendet. Die Flagge wurde nur zu diesem Zweck designt. Endlich sind sie aufgewacht und draufgekommen, dass wir diese Flagge [auch in der Formel 1] haben."

Der bald 40-Jährige ist der Ansicht, dass es "gut" sei, diese öffentliche Verwarnung einzusetzen. "Denn in vielen Fällen ist es verrückt, gleich eine Strafe auszusprechen. Wenn man dann [nach der Flagge] noch einmal etwas macht, dann ist [eine Strafe] fair."

Zur Vorgeschichte:

"Die Flagge gibt es wahrscheinlich schon seit 100 Jahren", mutmaßt der Alfa-Romeo-Fahrer. "Dann kann man sie auch verwenden. Mal sehen, wie es funktioniert." Räikkönen ist keinesfalls der Ansicht, dass Fahrer nun versuchen werden, mit der ersten Verwarnung ungestraft davonzukommen.

Als "Joker" würde er die Flagge nicht einstufen. "Es hängt immer davon ab, was man getan hat. Bei kleinen Dingen kommt man vielleicht auch davon, wenn man es hundertmal macht. Bei anderen Sachen gibt es sofort eine Strafe. Wenn man etwas komplett Dummes macht, dann wird man nicht mit der Flagge verwarnt."

Dann soll es aus seiner Sicht gleich eine Strafe geben, bei Kleinigkeiten ist die Flagge aber sicherlich "nützlich", so der Finne. Sein Landsmann Valtteri Bottas stimmt Räikkönen zu. Auch er unterstützt die verstärkte Verwendung der Flagge.

"Ich begrüße das. Ich glaube, dass es gut ist, manchmal eine Verwarnung auszusprechen. Das gibt [der FIA] mehr Flexibilität." Denn manchmal würden Strafen sehr unverhofft und plötzlich ausgesprochen werden. Bottas glaubt, dass die Flagge einer lockeren Regelauslegung dienlich sein könnte.

"Wir alle fahren gerne hart gegeneinander und wollen durch Strafen nicht zu sehr reguliert werden. Die Flagge könnte also ein wenig mehr Spielraum liefern", glaubt der Mercedes-Pilot.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Maria Reyer