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Vettel mit Schadensbegrenzung: Reifendebakel in Baku

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Vettel mit Schadensbegrenzung: Reifendebakel in Baku
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28.04.2019, 15:55

Sebastian Vettel hatte beim Formel-1-Rennen in Baku nie eine echte Chance auf den Sieg - Im ersten Stint haben seine Reifen nicht richtig funktioniert

Eigentlich war Ferrari als Favorit zum Grand Prix von Aserbaidschan gereist, doch nach dem Rückschlag im Qualifying mussten die Italiener wieder einmal zusehen, wie Mercedes sich den Doppelsieg holte. Laut Sebastian Vettel hat das Team es einfach nicht geschafft, die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen. Nach einem schwachen ersten Stint war der Deutsche am Ende des Rennens aber schnell genug, um aufs Podium zu fahren.

Bildergalerie: Sebastian Vettel in Baku

"Im ersten Stint hatten wir große Probleme, hinterher zu kommen", sagt Vettel. "Es war verdammt schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden. Es hat nicht richtig funktioniert, Grip aufzubauen. Nach dem Stopp wurde es dann viel besser." Vettel vermutet, dass die Reifen "zu kalt" waren und "beschädigt" wurden. Deshalb seien die Pneus dann "kaputt" gewesen, als sie die richtige Temperatur hatten. 

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"Ich fühlte mich nicht gut, war unbeständig und konnte kein Gefühl oder Vertrauen in das Auto bekommen", so das Fazit des Ferrari-Fahrers. Vettel ist überrascht, dass die härteren Reifen bis zum Rennende gehalten und ihm ein besseres Gefühl gegeben haben. Deshalb war er in der Endphase auch in der Lage, auf Mercedes-Niveau mitzuhalten.

Druck von Verstappen

"Wir mussten auch einen Max [Verstappen] hinter uns halten, er kam etwas näher", resümiert der Deutsche. "Am Ende hatten wir auf den Medium-Reifen aber genug Pace, um zu reagieren. Es war entscheidend, den dritten Platz zu halten, entscheidend für Charles, um die schnellste Runde zu fahren und sie den Mercedes-Jungs zu entreißen."

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hat gegen Lewis Hamilton den Kürzeren gezogen

Foto: LAT

Dass der zweite Stint besser lief, stimmt Vettel positiv. "Es wäre sonst mit Max hinter mir echt schwierig gewesen", erklärt er. "Nach dem virtuellen Safety-Car lief es sehr gut, es gab keinerlei Probleme. Der Grip war da und ich war einer der schnellsten Piloten auf der Strecke."

"Max muss beim Re-start Probleme gehabt haben", glaubt Vettel. "Der Neustart lief wirklich gut. Ich habe sofort meine schnellste Runde gefahren und eine Sekunde auf Max herausgeholt. Ich glaube, das hat er dann auch einfach akzeptiert."

Mercedes-Dominanz "langweilig"

Jedoch war die Lücke bereits zu groß, um noch etwas reißen zu können. "Wir haben einfach weiterhin versucht, Mercedes irgendwie unter Druck zu setzen. Sie waren sehr stark und haben es sehr früh geschafft, einen großen Vorsprung aufzubauen."

Laut Vettel hat Ferrari viel Arbeit vor sich, um das Problem mit den Reifen in den Griff zu bekommen. Jedoch zweifelt Vettel daran, dass Mercedes einen echten Plan hat, um das Maximum aus den Pneus herauszuholen. Gegenüber 'Sky' sagt er: "Ich weiß nicht, ob sie wissen, warum sie das Fenster treffen. Genauso wenig wissen wir, warum wir es nicht schaffen."

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Schafft Ferrari in der Saison 2019 noch einmal die Wende?

Foto: LAT

Die Mercedes-Dominanz mit den vier Doppelsiegen in der Saison 2019 hält Vettel für "langweilig". Er sagt: "Es sind nicht nur vier Rennen. Das geht jetzt schon seit rund vier Jahren so." Auf die Frage, was Ferrari dagegen machen wolle, antwortet er: "Wir müssen härter arbeiten und besser werden. Wir respektieren, dass Mercedes einen großartigen Job macht. Wir geben wirklich alles."

"Ich glaube an das Team und das Auto", fügt er hinzu. "Wir haben es nur noch nicht geschafft, das Maximum herauszuholen. Deshalb ist es schwierig, Vertrauen und ein gutes Gefühl zu haben. Ich glaube aber daran, dass wir die Wende schaffen werden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Subevent Rennen
Autor André Wiegold