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Jacques Villeneuve: Pirelli-Reifen zerstören die Formel 1

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Jacques Villeneuve: Pirelli-Reifen zerstören die Formel 1
Autor:
Co-Autor: Lawrence Barretto
20.09.2017, 14:05

Jacques Villeneuve hat beim Singapur-Grand-Prix nicht nur das Spektakel gesehen: Für ihn tun sich bei der Performance noch immer Abgründe auf.

1. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Funkenflug: Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Safety-Car-Phase: Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08, führt
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08, Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB13

Die Formel 1 ist in der Saison 2017 schon spannender, abwechslungsreicher und enger geworden. Ex-Pilot Villeneuve warnt dennoch vor einem Faktor, der dem Rennvergnügen abträglich ist: die Reifen. Pirelli schreibt längst nicht mehr die Negativ-Schlagzeilen der letzten Jahre. Aber der Weltmeister von 1997 fordert: "Sie müssen etwas tun. So zerstören sie gerade die Formel 1."

Singapur ist immer für einen Kracher gut. Auch beim diesjährigen Nachtrennen ging es in Fernost wieder heiß her - nur nicht an der Spitze. Nachdem sich gleich drei Topfahrer gegenseitig rausgekegelt haben, war die Bahn für Lewis Hamilton frei. Daniel Riccardo konnte den Mercedes-Star nicht herausfordern. Nur an den Live-Zeiten hat man ablesen könne, wann Hamilton mal Gas gegeben hat und Ricciardo zwischendurch auch mal aufschloss.

Villeneuve hat Hamilton beobachtet: "Er hatte einen unglaublich Start und dann war die Luft für ihn frei. Was aber schade ist: Wenn man sich das Qualifying anschaut, dann wirken die Autos schnell und es macht Spaß. Am Sonntag mussten sie alle langsam fahren, damit sie ihre Reifen nicht überhitzen. Deshalb fahren sie im Grunde gar kein Rennen."

Die neuen Chassis-Regeln sollten die Königsklasse in diesem Jahr attraktiver, schneller und spannender machen. Die Reifen sind dafür breiter, aber auch etwas konservativer geworden. Dennoch sind sie Villeneuve noch immer ein Dorn im Auge.

"In jedem Rennen ist jeder dazu gezwungen, langsamer zu machen um nicht aus dem Temperaturfenster zu fallen", beschwert sich der Kanadier. "Es liegt nicht am Flügel, es liegt nicht am Abtrieb - es sind die Reifen. Die Fahrer können nur 80 Prozent geben und das ist kein Racing."

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