Villeneuve über Stroll: Williams "hat seine Seele verkauft"

Die nächste scharfe Attacke im Zoff zwischen Jacques Villeneuve, Lance Stroll seinem Ex-Team: Es sei "nur noch traurig, was aus dem Rennstall geworden ist"

Der Zank zwischen Jacques Villeneuve und der Williams-Mannschaft geht in die nächste Runde. Der von seinem früheren Arbeitgeber mit einem Hausverbot belegte Ex-Formel-1-Weltmeister ledert im Gespräch mit 'Auto Bild motorsport' erneut ab. Thema ist einmal Williams' Verbindung zu Nachwuchsfahrer Lance Stroll und seinem Vater. Der Rennstall hätte "seine Seele an die Milliarden von Lawrence Stroll verkauft, der nur eines im Sinn hat: seinen Sohn zu stärken", sagt Villeneuve.

 

 

Es sei "nur noch traurig, was aus dem Team geworden ist". Villeneuve untermauert seine Kritik mit Strolls Abschneiden in der Fahrer-Gesamtwertung der vergangenen Saison, in der der 19-Jährige mit 40:43 WM-Punkten das Nachsehen gegenüber seinem Teamkollege hatte. "Selbst Felipe Massa, schon vor seinem Rücktritt längst im Herbst seiner Karriere, war klar schneller", so Villeneuve.

Dass Stroll beim Chaos-Grand-Prix in Aserbaidschan das einzige Podium des Jahres für Williams einfuhr, will Villeneuve nicht als Beweis für seine fahrerische Güte durchgehen und sich blenden lassen: "Dar war pures Glück." Strolls Unvermögen ufert in Villeneuves Augen vielmehr zum Problem für das ganze Projekt aus, sofern ihm kein Toppilot zur Seite gestellt wird. "Williams hatte keinen Gradmesser, wie gut das Auto wirklich ist", spart sich der Kanadier eine Jahresbilanz.

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Fahrer Jacques Villeneuve , Lance Stroll
Teams Williams
Artikelsorte News
Tags Lance Stroll, hausverbot, jacques villeneuve, paydriver, vater