Von Assen bis Zeltweg: Umgebaute Rennstrecken

Zahlreiche Rennstrecken haben im Laufe der Jahrzehnte ihr Gesicht verändert. Wir werfen einen umfassenden Blick auf die prägnantesten Umbauten weltweit.

Assen

Assen
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Wir beginnen unsere Weltreise über umgebaute Rennstrecken in den Niederlanden. Bis 1983 war der TT Circuit in Assen ein über 7 Kilometer langer Highspeed-Kurs, der speziell für Motorräder angelegt wurde. Nach mehreren kleineren Umbauten gab es für das Jahr 1984 den 1. gravierenden Einschnitt. Der im Nordosten gelegene Teil der Strecke wurde deutlich verkürzt. Kurven wie Stroomdrut wurden geopfert. Die neue Streckenlänge betrug fortan 6 Kilometer. Auf dieser wurde bis einschließlich 2005 gefahren (Foto: 2002).

Assen

Assen
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Heute misst der TT Circuit Assen nur noch 4,5 Kilometer. Grund dafür ist der 2. umfangreiche Umbau. Im Zuge dessen wurden im Anschluss an die Dutch TT 2005 die Kurven Haarbocht, Madijk und Ossebroeken deutlicher näher an Start/Ziel (Foto: 2009) herangerückt und zudem enger gestaltet. Seit diesem 2. großen Umbau hat Assen einiges von seinem ursprünglichen fahrerischen Reiz verloren, doch der 2. Teil der Runde weist nach wie vor den originalen Charakter mit seinen nach innen hängenden schnellen Kurven auf.

Barcelona

Barcelona
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Wie in Assen, so hat es auch in Barcelona im Laufe der Jahre mehrere Umbauten gegeben. Der heute unter der Bezeichnung Circuit de Barcelona-Catalunya firmierende Kurs tauchte 1991 erstmals im Formel-1-Kalender auf. Bis 1994 gab es auf der Gegengerade in Richtung der Kurve La Caixa eine Schikane. Seit 1995 wird diese Schikane (hier auf dem Foto von 2004 rechts zu sehen) nicht mehr gefahren.

Barcelona

Barcelona
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Zur Saison 2004 freilich wurde in Barcelona ein weitaus größerer Umbau vorgenommen. Der Radius der Kurve La Caixa am Ende der Gegengerade wurde enger gestaltet. Auf diesem Foto sind sowohl die alte Streckenführung (weiter Bogen) als auch die neue (rechts am Bildrand) zu sehen. Heute fahren nicht nur die Piloten der Formel 1, sondern auch die MotoGP-Piloten die engere Variante.

Barcelona

Barcelona
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3 Jahre nach dem Umbau der Kurve La Caixa wurde in Barcelona erneut Hand angelegt. Zwischen den beiden schnellen Rechtskurven Europcar und New Holland am Ende der Runde (Foto: 2006) gibt es seit 2007 eine ...

Barcelona

Barcelona
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... winklige Schikane (Foto: 2008). Diese wird von der Formel 1 genutzt. Die MotoGP-Piloten fuhren sie erstmals im Jahr 2016 infolge des tödlichen Unfalls von Moto2-Pilot Luis Salom in der am rechten Bildrand erkennbaren Europcar-Kurve. Für 2017 bekommen die MotoGP-Piloten eine neue Schikane, die ein paar Meter vor der Formel-1-Schikane liegen wird.

Fuji

Fuji
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Der Fuji Speedway in Japan hat eine bewegte Historie hinter sich, die sich in puncto Layout wie bei vielen Rennstrecken darin äußert, dass die Kurven sukzessive enger und damit langsamer gestaltet wurden. In ihrer ursprünglichen Variante war die in den frühen 1960er-Jahren erbaute Strecke 6 Kilometer lang und wies 7 schnelle Kurven sowie eine Haarnadelkurve auf. Als die Formel 1 in den 1970er-Jahren zweimal in Fuji gastierte (Foto: 1977), gab es bereits 2 Haarnadelkurven und die Strecke war nur noch 4,4 Kilometer lang.

Fuji

Fuji
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1984 wurde in Fuji eine Schikane eingebaut. Der umfangreichste Umbau aber erfolgte im Jahr 2005. Nahezu alle Kurven wurden eckiger gestaltet und mit einem engeren Radius versehen. Zudem wurden im hinteren Teil der Strecke neue Kurven angelegt, die das Tempo weiter reduzierten. Mit den Umbaumaßnahmen hat man Platz geschaffen für ...

Fuji

Fuji
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... noch größere Auslaufzonen. Die Formel 1 gastierte in den Jahren 2007 und 2008 noch zweimal in Fuji, verschwand dann aber wieder in Richtung Suzuka. Der Reiz des Fuji Speedway besteht heute weniger in der Streckenführung als vielmehr darin, dass der unweit der Strecke gelegene Mount Fuji wie eh und je einen imposanten Hintergrund darstellt - unter anderem für die Rennen der WEC.

Hockenheim

Hockenheim
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Auch der Hockenheimring in Deutschland ist eine der Rennstrecken, die heute gänzlich anders aussehen als es in den Anfangsjahren der Fall war. Die langen Waldgeraden, die den Kurs ...

Hockenheim

Hockenheim
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... in unterschiedlichen Ausführungen in den Jahren 1932 bis 2001 kennzeichneten, sind verschwunden. Anfangs noch gänzlich ohne Schikanen versehen, wurden im Laufe der Jahre nach und nach Bremsschikanen in die Geraden eingefügt und mehrfach modifiziert. Veränderungen gab es dabei insbesondere im Bereich der Ostkurve (Foto: 2001). Seit 2002 allerdings ...

Hockenheim

Hockenheim
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... präsentiert sich der Hockenheimring ohne die Highspeed-Passagen durch den Wald. Die schnellste Stelle ist heute das Ende der Parabolika (Foto), die in eine enge Spitzkehre mündet. Neben der deutlichen Verkürzung der Strecke von ursprünglich 12 über knapp 7 auf nun 4,5 Kilometer wurde die Mercedes-Arena (dazugehörige Tribüne im Hintergrund zu sehen) errichtet. Diese ebenfalls seit 2002 bestehende Kurvenpassage geht dem Motodrom voraus. So ist der Hockenheimring heute nicht nur deutlich kürzer, sondern vor allem auch deutlich langsamer als er es jahrzehntelang gewesen war.

Hungaroring

Hungaroring
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Indes war der Hungaroring bei Budapest noch nie eine Strecke, die mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten prahlen konnte. Der winklige Kurs vor den Toren der ungarischen Hauptstadt wurde 1986 (Foto) als 1. Austragungsort im damaligen europäischen Ostblock in den Formel-1-Kalender aufgenommen. Die 1. Änderung der Streckenführung bestand darin, ab 1989 die Schikane im Bereich von Kurve 3 auszulassen. Die hier fotografierte Passage von Kurve 12 in Richtung zurück zu Start/Ziel ist eine weitere derer, die im Laufe der Jahre umgebaut wurden.

Hungaroring

Hungaroring
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So sieht die Passage ab Kurve 12 heute aus. Einhergehend mit diesem im Jahr 2003 vorgenommenen Umbau wurden ...

Hungaroring

Hungaroring
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... am Hungaroring auch die Start/Ziel-Gerade verlängert (Foto: 2003) und die 1. Kurve neu gestaltet. Startkollisionen kommen in der nun deutlich engeren und weiter den Hügel hinab liegenden 1. Kurve des Öfteren vor.

Imola

Imola
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Anfang der 1950er-Jahre als Hochgeschwindigkeitsstrecke im Parco delle Acque Minerali angelegt, wurde das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola im Laufe der Jahre schrittweise entschärft. 1973 gab es erstmals eine Schikane (Variante Bassa vor Start/Ziel). Kurz darauf folgte die Variante Alta auf der gegenüberliegenden Seite der Strecke. 1980 wurde die Variante Acque Minerale gebaut, die das Tempo weiter reduzierte. Von 1981 bis einschließlich des schwarzen Rennens 1994 (Foto) blieb die Streckenführung unverändert. Nach den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna ...

Imola

Imola
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... wurden in Imola auch die schicksalhaften Vollgaspassagen Tamburello, wo Senna verunglückte, und Villeneuve, wo Ratzenberger verunglückte (im Bildhintergrund), durch Kurvenkombinationen entschärft.

Imola

Imola
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Nach dem Abschied der Formel 1, die 2006 zuletzt gastierte, hat man in Imola die Variante Bassa vor Start/Ziel wieder entfernt. An dieser Stelle gibt es allerdings seit 2009 eine neue Variante Bassa, die von Motorrädern, wie etwa denen der Superbike-WM, gefahren wird.

Indianapolis

Indianapolis
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Der Indianapolis Motor Speedway war jahrzehntelang das, wofür er auch heute vordergründig bekannt ist: ein 2,5-Meilen-Oval mit 4 Kurven im 90-Grad-Winkel. Von 1909 bis 1999 (Foto: 1994) blieb das Layout der wohl berühmtesten Rennstrecke der USA unverändert.

Indianapolis

Indianapolis
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Als aber der Grand Prix der USA nach Indianapolis wanderte, wurde im Infield des Indianapolis Motor Speedway in Rundkurs angelegt. Dieser umfasste in seiner bis 2007 von der Formel 1 (Foto: 2001) genutzten Variante 13 Kurven und wurde im Uhrzeigersinn befahren.

Foto BMW AG

Indianapolis

Indianapolis
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Auf einer veränderten Version des Formel-1-Kurses trägt seit 2014 auch die IndyCar-Serie ein Rundkurs-Rennen in Indianapolis aus (Foto: 2015). Parallel dazu wurde die Strecke ...

Indianapolis

Indianapolis
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... im Zeitraum 2008 bis 2015 auch von der Motorrad-WM genutzt. Die Biker allerdings fuhren nicht im, sondern gegen den Uhrzeigersinn und hatten es im Vergleich zu Formel-1-Boliden und IndyCars mit einigen modifizierten Kurvenradien zu tun.

Interlagos

Interlagos
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Im Süden der brasilianischen Millionenmetropole Sao Paulo gelegen, befand sich die Rennstrecke Interlagos einst außerhalb der Stadt. Mittlerweile ist sie Teil der Stadt. Was das Layout betrifft, so war Interlagos in seiner ursprünglichen Version eine knapp 8 Kilometer lange Strecke, die trotz ihrer 16 Kurven absoluten Hochgeschwindigkeitscharakter hatte. Die Formel 1 fuhr auf dieser Highspeed-Piste im Zeitraum 1973 bis 1980 (Foto: 1975). Was folgte, waren 10 Jahre Pause, bevor ...

Interlagos

Interlagos
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... Interlagos in der Saison 1990 in deutlich verkürzter Version in den Formel-1-Kalender zurückkehrte (Foto: 1991). Statt 7,9 war die Strecke fortan nur noch 4,3 Kilometer lang. Obwohl nur noch etwa halb so lang, beinhaltet sie seit dem Umbau nur 3 Kurven weniger als vorher. Ergo ist vom einstigen Hochgeschwindigkeitscharakter nicht mehr allzu viel übrig geblieben.

Interlagos

Interlagos
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Die grundlegendste Veränderung in Interlagos im Vergleich zur alten Strecke ist das Senna-S. Diese bergab führende Links-Rechts-Kombination am Ende der Start/Ziel-Gerade ist Ursache dafür, dass die Gesamtlänge der Strecke um rund die Hälfte kürzer geworden ist. Die im Anschluss an das Senna-S liegende Kurve 3 (Curva do Sol) war nämlich früher Kurve 7, wurde damals aber in umgekehrter Richtung durchfahren. Bis die Boliden auf der alten Strecke über die heutige Gegengerade kommend an der Curva do Sol angelangt waren, durchfuhren sie 6 Kurven, die außerhalb der heutigen Strecke lagen.

Le Castellet

Le Castellet
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In der Saison 2018 kehrt die Formel 1 auf den Circuit Paul Ricard in Le Castellet zurück. Das Layout ist im Vergleich zur ursprünglichen Version ab 1970 fast unverändert geblieben. Der Sicherheitsstandard ist jedoch ein ganz anderer als er es etwa auf diesem Foto vom Start des Grand Prix von Frankreich 1978 war...

Le Castellet

Le Castellet
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Heute gibt es in Le Castellet riesige asphaltierte Auslaufzonen, die mit einem speziellen bremsenden Belag versehen sind. Die Teams der WEC nutzen die im Jahr 2005 umfassend modernisierte Piste gerne für Testfahrten.

Le Castellet

Le Castellet
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Hier im Bild zu sehen ist die kilometerlange Mistral-Gerade, die künftig auch von der Formel 1 wieder in voller Länge befahren wird – allerdings unterbrochen durch die am rechten Bildrand erkennbare Nord-Schikane. Nachdem die Mistral-Gerade beim Grand Prix von Frankreich in den Jahren 1971 bis 1985 komplett und ohne Schikane befahren worden war, war sie ...

Le Castellet

Le Castellet
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... im Zeitraum 1986 bis 1990 nur noch etwa halb so lang. Grund dafür war die in diesen Jahren genutzte Kurzanbindung der Strecke, die die Autos direkt nach Start/Ziel rechts abbiegen und kurz darauf auf die Mistral-Gerade einbiegen sah (Foto: Start 1990).

Le Mans

Le Mans
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Der Circuit de la Sarthe in Le Mans wurde seit den 1920er-Jahren des Öfteren modifiziert. Teilweise waren Umbauten in der Region der Grund. Meist aber ging es darum, die wachsenden Geschwindigkeiten der Sportwagen für die 24 Stunden von Le Mans im einigermaßen vertretbaren Rahmen zu halten. Von ursprünglich 16,3 Kilometern Länge hat man die Strecke im Laufe der Jahrzehnte auf 13,6 Kilometer Länge verkürzt.

Le Mans

Le Mans
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Um beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans die Autos von Arnage kommend in Richtung Start/Ziel zu verlangsamen, wurden im Jahr 1972 die Porsche-Kurven (Foto: 1997) gebaut.

Le Mans

Le Mans
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Um das Tempo auf der langen Hunaudieres-Gerade in Le Mans herauszunehmen, werden die Rennwagen seit 1990 durch 2 Schikanen eingebremst. Kurz vor dieser Maßnahme lagen die Geschwindigkeiten auf der Hunaudieres jenseits der 400-km/h-Marke (Foto: 1985).

Le Mans

Le Mans
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Schon zuvor, im Jahr 1986, wurde in Le Mans auf der Kuppe nach Start/Ziel die Dunlop-Schikane (Foto: 1999) eingebaut, um auch an dieser Stelle Tempo herauszunehmen. An den Dunlop-Bogen anschließend ...

Le Mans

Le Mans
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... ging es bis ins Jahr 2001 (Foto) geradeaus den Hügel hinunter in Richtung Tertre Rouge. Seit 2002 jedoch ist diese Bergab-Passage nicht mehr gerade, sondern verläuft ...

Le Mans

Le Mans
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... in Form einer schnellen Kurvenkombination (Foto: 2003). Unabhängig davon gibt es bereits seit 1967 den Bugatti Circuit in Le Mans. Dieser unter anderem von den MotoGP-Piloten befahrene Grand-Prix-Kurs biegt kurz nach dem Dunlop-Bogen ab (erkennbar in der Bildmitte) und mündet kurz vor Start/Ziel wieder auf den Circuit de la Sarthe.

Long Beach

Long Beach
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Ein komplett anderes Terrain als in Le Mans präsentiert sich den Rennfahrern in Long Beach. Obwohl erst seit 1975 für Rennen genutzt, wurde der vor den Toren von Los Angeles an der US-Pazifikküste gelegene Stadtkurs so oft modifiziert wie kaum eine andere Rennstrecke – von einem Stadtkurs ganz zu schweigen. Los ging es mit einer 3,2 Kilometer langen Streckenvariante, die unter anderem die Formel-1-Boliden den Hügel hinauf bis zum Ocean Boulevard und anschließend wieder hinab in Richtung Hafen führte. Sowohl die Streckenführung den Hügel hinauf als auch jene den Hügel hinab (Foto: 1976) wurden zwischen 1975 und 1982 mehrfach verändert.

Long Beach

Long Beach
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Für 1982 gab es in Long Beach eine maßgebliche Veränderung an der Hafenpassage. Die am Ende des Shoreline Drive gelegene Queens-Haarnadel (Foto: 1981) wurde nach dem verhängnisvollen Unfall von Clay Regazzoni aus dem Layout genommen. Stattdessen bogen die Boliden fortan im 90-Grad-Winkel rechts ab.

Long Beach

Long Beach
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1983 (Foto) war die Formel 1 letztmalig in Long Beach zu Gast. Seit 1984 ist der kalifornische Stadtkurs fester Bestandteil des IndyCar-Kalenders, wobei von CART- über ChampCar- bis hin zur heutigen IndyCar-Serie alles fuhr beziehungsweise fährt. Nach mehreren unterschiedlichen Layouts im Bereich des Seaside Way, der Gerade unterhalb des nicht mehr genutzten Ocean Boulevard, ...

Foto LBGPA

Long Beach

Long Beach
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... wird seit 1999 auch der am Aquarium Way gelegene Springbrunnen umkurvt (Foto: 2003). Um diesen zu erreichen, biegt die Strecke am Ende des Shoreline Drive nicht mehr nach rechts, sondern nach links ab. Eine Konfiguration mit Abbiegen nach rechts gab es aber auch 2015 noch einmal, nämlich ...

Long Beach

Long Beach
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... beim einzigen Auftritt der Formel E in Long Beach. Die Boliden der Elektrorennserie durchfuhren auf dem Shoreline Drive zunächst eine Schikane (Foto), bevor sie nach rechts auf die Pine Avenue abbogen. Diese wiederum ist seit 2000 Bestandteil des IndyCar-Kurses. Insgesamt hat es in Long Beach seit 1975 nicht weniger als 10 unterschiedliche Layouts gegeben.

Mexico City

Mexico City
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Im Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexico City gastiert die Formel 1 seit 1963, allerdings gab es mehrmals längere Unterbrechungen, die im Zusammenhang mit Umbauten an der Strecke standen. Der prägnanteste Umbau im Vergleich zum ursprünglichen Layout wurde in der Peraltada-Kurve vollzogen. Die bis 1992 (Foto) als ultraschnelle 180-Grad-Rechts gefahrene Kurve wich ...

Mexico City

Mexico City
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... einer winkligen Stadionpassage. In den "Genuss" dieser kam jedoch zuerst nicht die Formel 1, sondern die CART- beziehungsweise ChampCar-Serie in den Jahren 2002 bis 2007 (Foto: 2003).

Mexico City

Mexico City
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Seit 2015 kurven auch die Formel-1-Boliden durch das Baseball-Stadion in Mexico City, wobei die Streckenführung im Vergleich zu den CART-/ChampCar-Jahren leicht verändert wurde. Abgesehen davon wurden für die Formel-1-Rückkehr die Radien nahezu aller Kurven verändert. Das ursprüngliche Layout des Kurses ist zwar immer noch erkennbar, doch die Kurven sind heute deutlich eckiger.

Misano

Misano
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Zurück nach Europa und zwar nach Misano in Italien. Die Besonderheit an dieser Strecke ist, dass sie im Laufe der Jahrzehnte sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn befahren wurde. Von 1972 bis 2006 fuhren sowohl Tourenwagen (Foto: ETCC im Jahr 2000) als auch Motorräder gegen den Uhrzeigersinn.

Misano

Misano
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Seit 2007 wird in Misano im Uhrzeigersinn gefahren und seither ist auch die Motorrad-WM (Foto: 2016) wieder zu Gast. Das Comeback-Rennen 2007 war für die Königsklasse auf 2 Rädern das erste in Misano seit 1993 in alter Fahrtrichtung der verhängnisvolle Sturz von Wayne Rainey passiert war. Der US-Amerikaner stürzte damals in Kurve 1, der auf diesem Foto im Hintergrund erkennbaren letzten Kurve der heutigen Streckenvariante.

Monza

Monza
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Im Unterschied zu Misano hat man in Monza die Fahrtrichtung zwar nie verändert. Dafür weist das Autodromo Nazionale im Parco di Monza aber die Besonderheit auf, dass es von 1922 bis 1930 eine Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Oval war. Die Streckenlänge betrug stolze 10 Kilometer. Heute wird das Oval nur noch für Show-Events, wie etwa Monza Rally Show (Foto: Valentino Rossi im Ford Fiesta), genutzt.

Monza

Monza
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Das Oval sprichwörtlich links liegen lassend, befindet sich der Grand-Prix-Kurs in Monza seit 1950 im Formel-1-Kalender. Bis 1971 (Foto: 1970) wurde das charakteristische Layout, das an die Form einer Pistole erinnert, komplett ohne Schikanen befahren.

Monza

Monza
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1972 und 1976 wurden in Monza Schikanen eingebaut, wobei die Variante Ascari (Foto: 1981) den Anfang machte.

Foto Renault

Monza

Monza
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1994 wurden in Monza die Lesmo-Kurven (Foto: 2002) entschärft, indem sie enger gestaltet wurden. Damit wurden sie einerseits langsamer, anderseits wurden größere Auslaufzonen geschaffen.

Monza

Monza
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Im Jahr 2000 schließlich wurde in Monza die 1. Schikane (Variante Rettifilio) komplett umgestaltet. Statt zweimal links-rechts geht es seit dem Jahrtausendwechsel einmal rechts-links. Das Foto zeigt die Startkollision in dieser Schikane im Jahr 2001.

Foto BMW AG

Nürburgring

Nürburgring
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Wer an den Nürburgring denkt, denkt vor allem an die Nordschleife. Die über 20 Kilometer lange "Grüne Hölle" in der Eifel wurde von 1950 bis 1976 von der Formel 1 befahren und war abgesehen von 2 Ausnahmen (AVUS in Berlin 1959 und Hockenheimring 1970) stets der Austragungsort für den Großen Preis von Deutschland.

Nürburgring

Nürburgring
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Doch im Jahr 1976 markierte der folgenschwere Unfall des amtierenden Weltmeisters Niki Lauda das Ende der Formel 1 auf der Nordschleife. Während die legendäre Berg-und-Talbahn heute unter anderem für Rennen der VLN und für das 24-Stunden-Rennen genutzt wird, fährt die Formel 1 ...

Nürburgring

Nürburgring
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... seit 1984 – wenn sie denn am Nürburgring Station macht – auf dem Grand-Prix-Kurs. Dieser 4,5 Kilometer lange "kleine" Nürburgring befindet sich im Inneren der ehemaligen Südschleife, die bis 1982 für lokale Rennen genutzt wurde. Auf dem Grand-Prix-Kurs gab es das auf diesem Foto von 1984 abgebildete Castrol-S allerdings nur bis zum Jahr 2001.

Nürburgring

Nürburgring
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Seit 2002 mündet die Start/Ziel-Gerade des Nürburgrings in die aus fahrerischer Sicht wenig attraktive Mercedes-Arena. Das Foto zeigt die Formel-1-Startkollision bei der Premiere dieses Streckenteils im Jahr 2002.

Foto BMW AG

Oschersleben

Oschersleben
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Ganz anders als der Nürburgring ist Oschersleben erst seit 1997 als Rennstrecke in den Annalen verewigt. Der bei Magdeburg gelegene Kurs wurde seither nur unwesentlich verändert. Die einschneidendste Veränderung gab es im Jahr 2007, als die bis dahin relativ flüssig zu fahrende Kurvenkombination am Ende der Start/Ziel-Gerade (Foto: DTM im Jahr 2006) weichen musste für ...

Oschersleben

Oschersleben
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... eine winklige Variante mit 90-Grad-Links und anschließender engerer Zurückführung auf den weiteren Streckenverlauf. Das Foto zeigt den Start zum DTM-Rennen in der Saison 2010.

Sachsenring

Sachsenring
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Der Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal ist allen voran als Motorrad-Rennstrecke bekannt. Von 1927 bis 1990 knatterten die Zweiräder über die ursprüngliche Strecke mit 8,6 Kilometern Länge. Sie beinhaltete ...

Sachsenring

Sachsenring
58/80

... legendäre Kurven wie Badberg, Jugendkurve oder Queckenberg. Und sie zog alljährlich Heerscharen von Fans an, wie hier zu sehen im Jahr 1971.

Sachsenring

Sachsenring
59/80

Seit 1996 wird der moderne Sachsenring befahren, allerdings nicht von Beginn an von der Motorrad-WM und nicht von Beginn an in der heutigen Konfiguration. Die Premiere auf dem neuen, nur noch 3,5 Kilometer langen Sachsenring ging 1996 in Form eines Rennwochenendes des Super-Tourenwagen-Cup (STW) über die Bühne. Dabei befand sich die Boxengasse bis ins Jahr 2000 auf der rechten Seite der Strecke und direkt vor Start/Ziel gab es eine Schikane. Das Foto zeigt den STW-Start im Jahr 1998.

Sachsenring

Sachsenring
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Seit 1998 gastiert auch die Motorrad-WM alljährlich auf dem Sachsenring und nutzt seit 2001 die neue Boxengasse, die sich auf der linken Seite der Strecke befindet (Foto: 2002). Doch nicht nur im Boxenbereich wurde umgebaut. So gibt es die ...

Sachsenring

Sachsenring
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... sogenannte "Wasserfall"-Kurve in ihrer heutigen Form ebenfalls erst seit 2001 (Foto: 2006). Sie liegt hinter den Boxen und führt hinab zur Sachsen-Kurve, dem niedrigsten Punkt des heutigen Sachsenrings.

Silverstone

Silverstone
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Der Silverstone Circuit in Großbritannien liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes. In der ursprünglichen Variante der Rennstrecke waren die Start- und Landebahnen der Flugzeuge sogar Teil der Streckenführung. Seit 1949 befinden sich diese Bahnen im Infield der Rennstrecke. Die Streckenführung blieb dabei bis ins Jahr 1974 unverändert und wies 8 schnelle Kurven auf.

Silverstone

Silverstone
63/80

Der 1. Schritt zur Verlangsamung der Highspeed-Piste Silverstone passierte 1975, indem in Woodcote Corner, der letzten Kurve vor Start/Ziel, eine Schikane eingebaut wurde. 1987 begann man damit, die Woodcote-Schikane wieder rechts liegen zu lassen. Dafür gab es aber nun ein paar Meter weiter vorn die Luffield-Schikane, die das Tempo in Richtung Start/Ziel ebenfalls herausnahm. So stand die 1985 von Keke Rosberg (Foto) gefahrene Qualifying-Runde als die schnellste Formel-1-Runde in den Geschichtsbüchern, bis der Rekord erst im Jahr 2004 in Monza von Juan Pablo Montoya verbessert wurde.

Silverstone

Silverstone
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Derweil gab es in Silverstone ab 1991 (Foto) im Zuge eines größeren Umbaus schon deutlich mehr Kurven. Der Charakter einer Hochgeschwindigkeitsstrecke wurde aber beibehalten.

Silverstone

Silverstone
65/80

Der umfassendste Umbau in Silverstone erfolgte im Jahr 2010. Neben eines komplett neuen Streckenteils im vormaligen Infield war es eine Folge der Veränderungen, dass die Formel 1 seither nicht mehr zwischen Woodcote und Copse startet, sondern wie hier im Jahr 2015 zu sehen zwischen Club und Abbey.

Silverstone

Silverstone
66/80

Nachdem auch die MotoGP-Piloten in den Jahren 2010 bis 2012 zwischen Club und Abbey starteten, legen sie seit 2013 wieder zwischen Woodcote und Copse los (Foto: 2016).

Spa-Francorchamps

Spa-Francorchamps
67/80

In den belgischen Ardennen werden bereits seit 1921 Rennen gefahren. Die Rennstrecke Spa-Francorchamps (Spa liegt deutlich weiter fernab der Strecke als Francorchamps) war ursprünglich über 14 Kilometer lang. Seit 1979 ist die "Ardennen-Achterbahn" nur noch 7 Kilometer lang. Die wohl berühmteste Passage – die Kombination aus Senke von Eau Rouge und Kuppe von Raidillon – gibt es seit 1939 (Foto: 1956). Diese Passage ...

Spa-Francorchamps

Spa-Francorchamps
68/80

... wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach modifiziert und hinsichtlich der am Streckenrand lauernden Gefahren entschäft. Ihren grundsätzlichen Charakter hat die Passage Eau Rouge / Raidillon dennoch behalten. Ganz anders ...

Spa-Francorchamps

Spa-Francorchamps
69/80

... die Bus-Stop-Schikane. 1981 eingebaut, war sie bis ins aktuelle Jahrtausend hinein eine Kombination aus enger Links-Rechts-Schikane am Eingang (Foto: 1996) und etwas flüssigerer Rechts-Links-Schikane am Ausgang.

Spa-Francorchamps

Spa-Francorchamps
70/80

In den Jahren 2004 bis 2006 war der Eingang der Bus-Stop-Schikane etwas weitläufiger gestaltet, verlief aber weiterhin in Form einer Links-Rechts-Kombination (Foto: 2004).

Spa-Francorchamps

Spa-Francorchamps
71/80

Seit 2007 gibt es in Spa-Francorchamps vor Start/Ziel nur noch eine Rechts-Links-Schikane. Szenen wie hier im Jahr 2010, als der eigentliche Streckenverlauf nicht immer von allen Fahrern getroffen wurde, sind keine Seltenheit.

Surfers Paradise

Surfers Paradise
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Einer von nur 2 Stadtkursen, die es in unsere Liste der prägnant umgebauten Rennstrecken geschafft haben: Surfers Paradise in Australien. Im Jahr 1991 erstmals von der CART-Serie befahren, war der Kurs jahrelang rund 4,5 Kilometer lang. Bis zum letzten Rennen mit IndyCar-Boliden (IRL-Gaststart 2008) waren die umfangreichsten Veränderungen im Bereich der Schikane auf der Main Beach Parade zu finden. Von einer ursprünglich einfachen Schikane über eine Doppelschikane bis hin zu einer Dreifach-Schikane war an dieser Stelle der Strecke alles zu finden. Das Foto aus dem Jahr 2003 zeigt die Variante, die bis heute gefahren wird.

Surfers Paradise

Surfers Paradise
73/80

Anfangs parallel zu den IndyCar-Boliden und später ausschließlich gastieren seit 2002 die australischen Supercars (vormals V8-Supercars) auf dem Stadtkurs in Surfers Paradise. Seit 2010 allerdings befahren sie nicht die 4,5 Kilometer lange Variante, sondern eine 2,9 Kilometer lange Kurzversion, die bereits kurz nach der 1. Schikane (Bildvordergrund) auf die Main Beach Parade abbiegt. Die ehemals 2. Schikane ist auf diesem Foto in der Bildmitte zwischen den Hochhäusern zu sehen. Sie ist seit 2010 ebenso wenig Bestandteil der Strecke wie der daran anschließende Weg in Richtung der View Avenue und zurück.

Foto CART

Surfers Paradise

Surfers Paradise
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Ungeachtet der Verkürzung ist Surfers Paradise wie eh und je für jede Menge Action gut. Dies liegt nicht zuletzt an der spektakulären Dreifach-Schikane auf der Main Beach Parade (Foto: 2016).

Zandvoort

Zandvoort
75/80

Unweit der niederländischen Hauptstadt Amsterdam gelegen, verläuft seit 1948 durch die Dünen am Nordseestrand die Rennstrecke Zandvoort (Foto: 1974). Ursprünglich 4,2 Kilometer lang und nur mit 2 langsamen Kurven (Tarzanbocht und Hugenholtzbocht) versehen, hat sie inzwischen ...

Zandvoort

Zandvoort
76/80

... mit 4,3 Kilometern zwar eine vergleichbare Länge, doch es sind einige enge Kurven inklusive einer engen Schikane hinzugekommen. Diesem Umbau ging eine 9 Jahre dauernde Phase (1989 bis 1998) voraus, in der Zandvoort nur als 2,5 Kilometer kurze "Mini"-Rennstrecke existierte. Seit 1999 besteht die Strecke in ihrer heutigen Form. Auf diesem Foto des DTM-Rennens von 2003 ist am oberen Bildrand erkennbar, wie die 2,5 Kilometer lange Kurzanbindung abzweigt. Die im Vordergrund erkennbare Passage Richtung Scheivlak war schon in den Anfangsjahren Teil der Strecke.

Zeltweg

Zeltweg
77/80

Unsere in den Niederlanden begonnene Weltreise über umgebaute Rennstrecken endet in Österreich. Der bei Zeltweg gelegene Österreichring tauchte 1970 erstmals im Formel-1-Kalender auf, nachdem zuvor einmalig (1964) auf dem Flugplatz in Zeltweg gefahren wurde. Mit seinen 5,9 Kilometern Länge und 7 ultraschnellen Kurven war der Österreichring bis 1987 eine der schnellsten und spektakulärsten Strecken im Formel-1-Kalender. Dass es auf der Kuppe nach Start/Ziel (Foto: 1974) seit 1977 eine Schikane (Hella-Licht-S) gab, tat den hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten kaum einen Abbruch.

Zeltweg

Zeltweg
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Dies änderte sich freilich, als die österreichische Grand-Prix-Strecke im Jahr 1997 (Foto) nach 10-jähriger Abwesenheit in den Formel-1-Kalender zurückkehrte. Obwohl auf dem selben Gelände liegend, wurde die Strecke fortan nicht mehr der Ortschaft Zeltweg, sondern der Ortschaft Spielberg zugeordnet. Nachdem der "neue Österreichring" zunächst unter dem Namen A1-Ring firmierte, heißt er seit 2011 Red-Bull-Ring. Das Layout ist dem originalen auf den 1. Blick ähnlich, unterscheidet sich im Detail aber deutlich. So geht es seit 1997 bereits kurz nach Start/Ziel rechts weg. Der steile Anstieg in Richtung des ehemaligen Hella-Licht-S musste einer großen Auslaufzone weichen.

Zeltweg

Zeltweg
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Die Verbindung zwischen Start/Ziel-Gerade und Gegengerade bildet in Zeltweg beziehungsweise Spielberg seit 1997 die auf diesem Foto aus dem Jahr 2000 erkennbare Gerade mit schnellem Rechts- und Linksknick. Diese "Gerade" liegt vor dem Wald, der den alten Streckenverlauf hinter sich versteckt. Im weiteren Verlauf der Strecke haben seit dem Umbau Mitte der 1990er-Jahre ...

Zeltweg

Zeltweg
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... alle Kurven von ihrem Highspeed-Charakter eingebüßt. Ungeachtet dessen zählt Österreichs Grand-Prix-Kurs auch heute noch beziehungsweise wieder zu den schnellsten Strecken im Formel-1-Kalender (Foto: 2016).

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1 , DTM , ALLGEMEINES , IndyCar , MotoGP , WEC
Artikelsorte Feature
Tags kurs, layout, modernisierung, rennstrecke, strecke, umbau