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Warum der Große Preis von Singapur das härteste Rennen der Formel 1 ist

ANZEIGE: Der Große Preis von Singapur der Formel 1 gilt seit langem als eines der schwierigsten Rennen im F1-Kalender. Die große Hitze, die hohe Luftfeuchtigkeit sowie ein herausforderndes Layout mit fast ununterbrochenen Kurven zwingen die Fahrer, Runde für Runde an ihre Grenzen zu gehen.

Sergio Perez, Red Bull Racing RB19, Lewis Hamilton, Mercedes F1 W14

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Der ehemalige Weltmeister Nico Rosberg verglich das Rennen einst mit "zwei Stunden lang Sauna auf einem Spinning-Rad". Dazu kommt die Unvorhersehbarkeit, die die einzigartigen Streckenbedingungen mit sich bringen und den Fans jede Menge Action und Dramatik bietet.

Im vergangenen Jahr strömten mehr als 260.000 Menschen zum Marina Bay Street Circuit, der in Sachen Racing für jede Menge Spannung sorgte. Doch was sind die wichtigsten Faktoren, die die Strecke zu einer solchen Herausforderung für die Fahrer machen?

Unerbittliche Kurven

Zunächst einmal ist Marina Bay ein Straßenkurs wie kein anderer. Auf einer Länge von 4,94 km gibt es 19 Kurven - im Durchschnitt alle 260 m eine - und obwohl die Strecke heute um vier Kurven kürzer ist als das ursprüngliche Layout, dreht man auf ihr immer noch eine der anspruchsvollsten Runden aller F1-Strecken.

Nur Jeddah, Abu Dhabi und Baku haben mehr Kurven, aber alle haben längere Runden. Die Intensität für die Fahrer zeigt sich zum einen in den durchschnittlichen Rundenzeiten, die nur von Monaco übertroffen werden. Zum anderen sind es die Kommentare der Fahrer, die deutlich machen, wie hart die Strecke ist.

Die nicht enden wollende Kurve um Kurve bedeutet, dass sie buchstäblich keine Zeit zum Atmen haben, wie Nico Rosberg im vergangenen Jahr erklärte: "Die Sicherheitsgurte sitzen sehr eng, so dass man kaum richtig atmen kann. In den Kurven muss man die Luft anhalten."

Pierre Gasly, Alpine A523

Pierre Gasly, Alpine A523

Photo by: Alpine

Zwischen den Leitplanken

Die Strecke ist mit Leitplanken gesäumt und die Fahrer kommen sich an manchen Stellen sehr nahe. Max Verstappen hat zugegeben, dass er bewusst "ein bisschen mehr Spielraum" beim Fahren lässt. Denn es ist leicht, in der Mauer zu landen, wenn man entweder im Qualifying zu hart pusht oder im Rennen die Konzentration verliert.

Zwei Beispiele aus dem vergangenen Jahr sind der Aston-Martin-Pilot Lance Stroll, der im Qualifying einen schweren Crash überstand, und der Mercedes-Pilot George Russell, der bei der Verfolgung von McLaren-Pilot Lando Norris einen Fehler machte und in der letzten Runde des Rennens in den Leitplanken landete.

Sogar der siebenmalige Champion Lewis Hamilton hatte in Singapur gelegentlich einen Ausrutscher, vor allem 2022, als er in Kurve 7 geradeaus fuhr. Unglaublicherweise konnte er jedoch unbeschadet ins Rennen zurückkehren und weiterkämpfen.

Ausdauer

Die Strecke ist nicht nur eine der intensivsten in der Formel 1, sondern bietet auch das zeitlich längste Rennen. Im vergangenen Jahr wurde hier auf der leicht verkürzten Strecke das bisher zeitlich kürzeste Rennen gefahren - obwohl es immer noch eine Stunde und 43 Minuten dauerte - und die Höchstzeit von zwei Stunden wurde bereits fünfmal erreicht.

Die volle Konzentration bei diesem Level an Intensität über einen so langen Zeitraum aufrechtzuerhalten, mit nur wenigen Momenten Pause auf den wenigen kurzen Geraden, bedeutet, dass es allein eine beeindruckende Leistung ist, nur das Rennen zu überstehen - ganz zu schweigen davon, dass man sich Gedanken über Strategie und Rad-an-Rad-Duelle machen muss.

Obwohl der Pole-Sitter neun der bisherigen 14 Rennen gewonnen hat, führt die Vollgasnatur der Strecke sowohl zu Fahrfehlern als auch Chancen im gesamten Feld, was für die Zuschauer die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein dramatisches und actionreiches Rennen zu erleben.

Carlos Sainz, Ferrari SF-23, Charles Leclerc, Ferrari SF-23

Carlos Sainz, Ferrari SF-23, Charles Leclerc, Ferrari SF-23

Foto von: Ferrari

Bodenwellen und Randsteine

Da es sich um einen Straßenkurs handelt, ist die Strecke alles andere als glatt. Nicht nur, dass es für die Fahrer eine holprige Fahrt ist - mit Vibrationen, die es schwer machen, sich zu konzentrieren -, viele der Randsteine sind auch recht hoch. Die Teams wollen das Auto in der Regel so steif wie möglich fahren, was das Fahren sehr unbequem machen kann.

Das führt auch zu Schwierigkeiten in den Garagen, da die Autos höher als normal eingestellt werden müssen, was die Aerodynamik beeinträchtigt. Dies war im vergangenen Jahr bei Red Bull besonders auffällig, da das Auto speziell auf niedrigere Bodenfreiheit abgestimmt war als die Konkurrenten.

Hitze und Feuchtigkeit

Bis zum extrem hitzigen Grand Prix von Katar im vergangenen Jahr galten die Bedingungen in Singapur als die anspruchsvollsten im Rennkalender. Die Fahrer riskieren einen Hitzschlag, da die Außentemperaturen mehr als 40 Grad Celsius erreichen können, was die Temperaturen im Cockpit auf bis zu 60 Grad ansteigen lässt.

Viele Fahrer akklimatisieren sich in der Woche vor dem Rennen in Saunen, und die einzige Abkühlung, die sie auf der Strecke erhalten, ist ein 1500 mm² großer Lufteinlass an der Vorderseite des Autos, der Luft in das Cockpit leitet, sowie Helmbelüftungen, die Luft durch Kanäle und um den Kopf herum leiten.

Nicht nur die Hitze, sondern auch die Luftfeuchtigkeit macht den Fahrern zu schaffen. Sie kann bis zu 70 Prozent betragen. Die Fahrer schwitzen sehr stark, verlieren bis zu vier Kilogramm ihres Körpergewichts und haben zudem einen niedrigeren Elektrolytspiegel, eine höhere Herzfrequenz und eine höhere Körperkerntemperatur.

Die Flüssigkeitsaufnahme während des Rennens ist nicht einfach - und auch nicht angenehm -, denn die menschliche Kapazität zur Flüssigkeitsaufnahme beträgt nur etwas mehr als einen Liter im Laufe eines Rennens. Letztes Jahr sagte Kevin Magnussen, dass das Getränk an Bord des Autos "fast wie Tee wird, zu heiß zum Trinken".

Zeitverschiebung

Um der Herausforderung noch eine weitere Dimension hinzuzufügen, wurde Singapur schon immer als Nachtrennen ausgetragen. Das hat zwar keinen Einfluss auf das visuelle Erlebnis - die Strecke ist in Licht getaucht, so dass es für die Fahrer taghell ist -, stellt aber das Zeitplanung des Rennwochenendes völlig auf den Kopf.

Carlos Sainz, Ferrari SF-23, Lando Norris, McLaren MCL60, Lewis Hamilton, Mercedes F1 W14

Carlos Sainz, Ferrari SF-23, Lando Norris, McLaren MCL60, Lewis Hamilton, Mercedes F1 W14

Foto von: Lionel Ng / Motorsport Images

Das diesjährige Rennen findet nur ein Wochenende nach dem Großen Preis von Aserbaidschan statt, etwa neun Flugstunden entfernt. Wenn die Teams und Fahrer ankommen, arbeiten sie in der Regel noch nach europäischer Zeit, um den Start am späten Abend als normal erscheinen zu lassen.

Das bedeutet, dass sie bei Sonnenaufgang um 6 Uhr ins Bett gehen müssen und normalerweise um 14 Uhr zum Frühstück aufstehen, um sich auf den Weg zur Rennstrecke zu machen. Alles ist zeitlich verschoben - auch die Verpflichtungen gegenüber den Medien und den Sponsoren. Das macht es zu einer sehr eigenartigen Erfahrung.

Die bisher einzige Strecke ohne Verstappen-Sieg

Trotz seiner Siege auf 26 verschiedenen Rennstrecken hat Max Verstappen auf dem Marina Bay Street Circuit noch nie ganz oben auf dem Podium gestanden - es ist sogar das einzige Rennen im diesjährigen Kalender, das er noch nicht gewinnen konnte.

Das erste Mal stand er 2018 auf dem Podium, als er Zweiter hinter Hamilton wurde, und im Jahr darauf wurde er Dritter. Das Rennen wurde während der COVID-19-Pandemie nicht ausgetragen, und als es 2022 wieder aufgenommen wurde, brachte ihn ein Tankfehler im Qualifying auf den achten Startplatz und er wurde Siebter.

Noch schlimmer erging es dem Niederländer im vergangenen Jahr, als sein Red Bull-Team mit Abstimmungsproblemen kämpfte und er im Q2 des Qualifyings ausschied. Er startete als 11. und wurde am Ende Fünfter. Das war das einzige Mal in der gesamten Saison, dass er es nicht auf das Podium schaffte.

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Das F1 FORMEL 1-Logo, das F1-Logo, FORMEL 1, F1, FIA FORMEL 1 WELTMEISTERSCHAFT, SINGAPUR GRAND PRIX und verwandte Marken sind Marken von Formula One Licensing BV, einem Formel 1-Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten

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