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Warum die Formel 1 in Las Vegas ein Nachtrennen am Samstag fährt

Weitere Details zur Formel 1 2023 in Las Vegas: Jetzt ist auch die Vertragsdauer bekannt und die genaue Startzeit am Samstagabend nach Thanksgiving

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die Formel 1 ihre Rennen immer schon sonntags gefahren ist. Und das gilt nicht nur für die Sprintrennen, die 2021 samstags ins Programm aufgenommen wurden. Sogar der allererste Grand Prix der WM-Geschichte, 1950 in Silverstone, wurde an einem Samstag gefahren, um die Sonntagsruhe nicht zu stören.

Insgesamt neun Formel-1-WM-Rennen wurde an einem Montag gefahren, eins an einem Dienstag, zwei an einem Mittwoch, eins an einem Donnerstag, drei an einem Freitag und 57 (exklusive F1-Sprints) an einem Samstag. (Sponsored Link: Weitere kuriose Facts wie diese im Buch "Grand-Prix-Geschichte(n)" von Stefan Ehlen, das hier online bestellt werden kann!)

Angesetzt ist der "Grand Prix von Las Vegas", wie er offiziell heißen wird (neben Miami/Florida und Austin/Texas das dritte US-Rennen im Formel-1-Kalender 2023), auf einen Samstagabend im November. Angedacht ist das Thanksgiving-Wochenende, also der 25. November 2023. Diesbezüglich sind aber noch letzte bürokratische Hürden zu klären.

22:00 Uhr am Samstagabend in Vegas, am Höhepunkt der Partystimmung in den Casinos, bedeutet 7:00 Uhr am Sonntagmorgen in Deutschland. "Das ist die perfekte Zeit für ein Rennen", findet Formel-1-CEO Stefano Domenicali.

Der Zeitpunkt am späten Samstagabend sei auch "für das Publikum in Europa perfekt", unterstreicht Domenicali, weil die Fans dort Gelegenheit haben, das Rennen zum Frühstück zu schauen. Das wäre bei einem Nightrace am Sonntagabend schwieriger geworden, denn montags um 7:00 Uhr haben viele Menschen keine Zeit, gemütlich Formel 1 zu schauen.

Dass ein Grand Prix am Samstag einen Bruch mit der Tradition darstellt, sieht Domenicali nicht so eng: "Ich habe kein Problem damit. Die Formel 1 darf nicht statisch sein. Es darf nicht sein, dass wir uns dran klammern, dass jedes Rennen um 15:00 Uhr nachmittags beginnen muss. Das wäre ein schwerer Fehler. Darum sind wir jetzt flexibler."

Grundsätzlich ist Domenicali überzeugt, dass die Startzeit für den Erfolg der Veranstaltung ohnehin sekundär ist: "Wir hätten noch früher oder später fahren können. Es ist ganz egal. In dieser Nacht wird jeder auf Las Vegas schauen", sagt er.

Und das zunächst für drei Jahre, wie im Rahmen der Pressekonferenz am Mittwochabend bestätigt wurde. Die Formel 1 tritt dabei auch selbst als Promoter auf, was ungewöhnlich ist. Normalerweise zahlen nationale Promoter hohe Lizenzgebühren an die Formel 1, um einen Grand Prix austragen zu dürfen, und kassieren dafür die Einnahmen aus dem Ticketverkauf.

Die selbstbewusste Strategie, in Las Vegas selbst Promoter zu sein, lässt erahnen, dass die Formel 1 vom Erfolg der Veranstaltung überzeugt ist. Was auch daran liegt, dass die Königsklasse in den USA gerade boomt - und das wiederum ist zu einem sehr großen Teil ein Verdienst von "Drive To Survive", der Dokuserie des Streaminganbieters Netflix.

Staffel 4 war in 33 Netflix-Märkten Nummer 1 und wurde schon jetzt öfter gesehen als Staffel 3. "Es ist ein Riesenerfolg", sagt Liberty-Media-CEO Greg Maffei. "Neben viele anderen Faktoren, die geholfen haben, unsere Popularität zu steigern. Aber das ist sicher einer, den wir nicht unterschätzen."

Mit Bildmaterial von Tilke.

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