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Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Max Verstappen

Ein Fahrer, der trotz Kiesbett-Ausflug und erneutem DRS-Ärger gut schläft, wirkt auf den ersten Blick seltsam, doch Max Verstappen kann aus genau diesem Grund absolut entspannt sein

Max Verstappen, Red Bull Racing, 1st position, sprays the victory Champagne

Foto: : Andy Hone / Motorsport Images

Liebe Leser,

man macht sich ja im Vorfeld so seine Gedanken, wen man am Wochenende gut schlafen lassen kann. Natürlich fällt einem bei Barcelona schnell der geneigte Formel-1-Fan ein, weil die Rennen in Spanien häufig als gute Einschlafhilfe dienen. Aber das war am Wochenende tatsächlich anders.

Scherzhaft haben wir in der Redaktion auch an Dietrich Mateschitz gedacht, der als Oberbulle mit Freude gesehen haben dürfte, dass am Wochenende sowohl sein Rennstall als auch der Red-Bull-Fußballclub RB Leipzig den Sieg in der Formel 1 und beim DFB-Pokalfinale davongetragen haben.

Inklusive bester Werbung für sein Produkt, als der Pokal von einem RB-Spieler mit der Brause gefüllt wurde und das Bild viral ging.

Doch die Querverbindung zum Fußball ist auf einer Motorsport-Seite vielleicht nicht so ganz passend. Und trotzdem sind wir mit dem Gedanken fast schon bei dem richtigen Kandidaten angekommen.

Nach Australien sah alles anders aus

Nach dem Australien-Grand-Prix haben wir ein Video auf dem YouTube-Kanal unserer Schwesterseite Formel1.de veröffentlicht, das den recht eindeutigen Titel trägt: "Ist Charles Leclerc jetzt noch zu stoppen?" Und auch das sonntägliche Analysevideo von Melbourne trägt den Titel: "Ist Verstappens WM-Traum hier geplatzt?"

34 Punkte Vorsprung hatte der Ferrari-Pilot damals - und das nicht etwa auf Verstappen, sondern auf George Russell.

Drei Rennen später können wir die Videos eigentlich in den YouTube-Papierkorb werfen, denn die Situation in der WM hat sich komplett gedreht. Und das liegt vor allem an einem Mann: Max Verstappen.

 

Von den drei Rennen seit Melbourne hat er vier gewonnen (den Sprint in Imola mitgerechnet), während Hauptkonkurrent Leclerc im gleichen Zeitraum nur einmal als Zweiter auf dem Podium stand. Die anderen beiden Rennen waren der Fehler im Grand Prix von Imola und das bittere Aus gestern in Barcelona.

Lasst mich kurz rechnen: Das macht 33 Punkte für Leclerc. Das hört sich erst einmal nicht so schlecht an. Aber wenn man dagegen die 85 Punkte für Verstappen sieht, dann ist das gleich nicht mehr so viel - zumindest wenn es um die WM gehen soll.

Im Kies und im DRS-Wahn - und trotzdem Sieger

Zugegeben, es fällt mir ein bisschen schwer, einen Mann gut schlafen zu lassen, der gestern sein Auto mit einem Fehler ins Kiesbett geworfen hat, am Wochenende über ständige technische Probleme mit dem DRS gewütet hat und bei dem es in Spanien auch erste kleine Stallorder-Querelen mit Sergio Perez gegeben hat.

Aber genau aus diesem Grund schläft Max Verstappen gut.

 

Denn dass er trotz der Ausfälle in Bahrain und Australien, der dauernden technischen Probleme wie am Freitag in Miami oder in Barcelona und einem im Qualifying noch überlegenen Ferrari (vier Poles für Leclerc) die WM anführt, ist für alle anderen kein gutes Zeichen.

Was soll das erst werden, wenn der Red Bull schnell UND zuverlässig ist?

Wer ein Rennen mit 33 Sekunden Vorsprung auf den ersten Nicht-Teamkollegen gewinnt, obwohl er im Kies war und mit einem kaputten DRS (in Barcelona!) kämpfte, der ist ohne Probleme nur schwierig zu stoppen.

Konkurrenz in der Negativspirale

Das wäre eigentlich die Aufgabe von Charles Leclerc und Ferrari am Sonntag gewesen, doch die befinden sich in einer kleinen Negativspirale. Und jetzt geht es nach Monaco, wo Leclerc nicht gerade vom Glück verfolgt ist und selbst mit einem historischen Boliden von Niki Lauda jüngst in der Streckenbegrenzung landete.

Das war zwar nicht sein Fehler, könnte aber trotzdem in seinem Kopf rumspuken.

Charles Leclerc muss beim Spanien-Grand-Prix aufgeben

Charles Leclerc muss beim Spanien-Grand-Prix aufgeben

Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Und Verstappen? Der scheint als Weltmeister einfach noch einmal an Selbstvertrauen gewonnen zu haben. Und: Er scheint auch das notwendige Glück in schwierigen Zeiten gepachtet zu haben, das Lewis Hamilton in der Vergangenheit oft zugeschrieben wurde. Und der ist siebenmaliger Weltmeister.

Verstappen ist zwar nur einmal Weltmeister, doch wenn er so weitermacht wie bisher - er hat nach seinem Titelgewinn alle Rennen gewonnen, in denen er ins Ziel kam -, dann wird er das nicht lange bleiben. Denn dann ist aus der Eins eine Zwei geworden.

Aber da reden wir dann in drei Rennen noch einmal drüber, wenn die Kolumne auch in den Papierkorb fliegen kann, weil wieder ein anderer die WM anführt. Aber das ist ja auch das Schöne an der aktuellen Formel 1.

Einverstanden? Widerspruch? Lasst uns reden!

Ihr denkt ähnlich? Oder ganz anders? Dann lasst uns darüber reden: Folgt mir gerne auf Facebook und/oder Twitter, wo ich diese Kolumne - und weitere andere Themen aus der Formel 1 und dem Motorsport allgemein - gerne mit euch diskutiere.

Und wer nach dem Rennen in Barcelona nicht gut geschlafen hat? Das erfahrt ihr wie immer in der Schwesterkolumne von Chefredakteur Christian Nimmervoll auf Motorsport-Total.com. Hier klicken!

Euer
Norman Fischer

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