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Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Nico Rosberg

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Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Nico Rosberg
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Weshalb Nico Rosberg davon profitiert, dass Lewis Hamilton in der Formel 1 immer besser wird und von einem Rekord zum nächsten eilt

Liebe Leser,

warum in aller Welt ist diese Montagskolumne am Tag nach dem Spanien-Grand-Prix dem 2016 zurückgetretenen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg gewidmet? Und nicht etwa Lewis Hamilton, dem aktuell bestimmenden Fahrer, der noch dazu von Rekord zu Rekord eilt? Das sind wahrscheinlich die Fragen, die sie sich gerade stellen.

Dann will ich mal erklären …

An der Leistung von Lewis Hamilton in Barcelona gibt es überhaupt nichts zu kritisieren, im Gegenteil. Und wenn man etwas finden wollen würde, dann wäre das P2 im ersten Freien Training. Ansonsten hat Hamilton in Spanien jede einzelne Einheit auf Platz eins beendet, Qualifying und Rennen mit eingeschlossen.

Einzig die schnellste Rennrunde hat Hamilton nicht gekriegt. Die hat ihm Valtteri Bottas mit frischen Reifen noch ganz am Ende abgejagt – und damit den siebten sogenannten Grand Slam (Pole-Position, alle Führungsrunden, schnellste Rennrunde und Sieg) von Hamilton verhindert.

Lewis Hamilton im Mercedes W11 in Barcelona

Lewis Hamilton im Mercedes W11 in Barcelona

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Dafür hat Hamilton in seinem 256. Formel-1-Rennen einen Rekord von Michael Schumacher überboten: Er erzielte in Barcelona sein 156. Top-3-Ergebnis und ist damit alleiniger Spitzenreiter in dieser Kategorie. Und als nächstes dürfte auch der Siegrekord von "Schumi" fallen: Noch vier Erfolge und Hamilton ist an der magischen 91 vorbeigezogen.

Der WM-Titelgewinn in der Saison 2020? Es wäre Hamiltons siebter, womit er einen weiteren Formel-1-Rekord zumindest einstellen würde. Und das ist wohl nur Formsache, bei bereits 37 Punkten Vorsprung nach sechs Rennen auf Max Verstappen. Das Polster auf Bottas beträgt sogar schon 43 Zähler.

Und das ist der Punkt, an dem Rosberg ins Spiel kommt, Hamiltons ehemaliger Mercedes-Teamkollege. In Spanien gab es ein Wiedersehen der beiden einstigen WM-Rivalen, natürlich abseits der Rennstrecke, im Fahrerlager. Dort haben sie sich unterhalten und vielleicht auch ein paar Erinnerungen ausgetauscht.

Wiedersehen der WM-Rivalen: Rosberg und Hamilton in Spanien

Wiedersehen der WM-Rivalen: Rosberg und Hamilton in Spanien

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

In vier gemeinsamen Jahren im Mercedes-Werksteam von 2013 bis einschließlich 2016 hat es Rosberg nur einmal geschafft, Hamilton zu biegen. Direkt danach gab Rosberg seinen Formel-1-Rücktritt bekannt.

Heute wissen wir: Ohne einen Weltmeister Nico Rosberg könnte Hamilton bereits ein siebenmaliger Titelträger und am Saisonende 2020 der Rekordchampion der Formel 1 sein. Dass das eben nicht der Fall ist, spricht für Rosberg und dessen Meisterjahr 2016.

Über eben diese Saison 2016 ist schon vieles gesprochen und geschrieben worden, warum am Ende Rosberg Weltmeister wurde und nicht Hamilton. Was in dieser Diskussion aber oft untergeht: Rosbergs Leistung.

Es ist diese Leistung, die für mich gerade in der Rückschau noch einmal in einem ganz anderen Licht erstrahlt. Denn Rosberg ist das gelungen, was Bottas – meiner Meinung nach – nie gelingen wird: Er hat Hamilton über eine komplette Saison hinweg besiegt, mit am Ende 385:380 Punkten.

Rosbergs Sternstunde: der WM-Titelgewinn 2016

Rosbergs Sternstunde: der WM-Titelgewinn 2016

Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Und ich glaube: Diese Niederlage gegen Rosberg ist zumindest zum Teil verantwortlich dafür, was wir in der Formel 1 seit 2017 erleben, nämlich einen Hamilton in der Form seines Lebens, der sogar immer noch besser wird. Weil er den verlorenen Titelkampf gegen Rosberg zum Anlass genommen hat, noch konsequenter und intensiver zu arbeiten.

Deshalb lautet meine These, die ich gerne auf meiner Facebook-Seite und auf Twitter mit ihnen diskutiere: Durch seinen immensen Einsatz in der Saison 2016 hat Rosberg dazu beigetragen, Hamilton zu dem zu machen, was er heute ist: der beste Formel-1-Fahrer seiner Zeit.

Und in der Gewissheit, gegen diesen Mann bestanden zu haben, findet Nico Rosberg nachts sicherlich ganz hervorragend in den Schlaf.

Die Montagskolumnen - jetzt auch mit Video!

Wer in der Nacht von Sonntag auf Montag gar nicht gut geschlafen hat, das erfahren sie wie immer in der Schwesterkolumne meines Kollegen Christian Nimmervoll auf Motorsport-Total.com. Folgen sie einfach diesem Link und erfahren sie dort, wer der große Verlierer in Silverstone war!

Und nicht vergessen: Christian Nimmervoll und ich diskutieren unsere Kolumnen (und alternative Gut- und Schlechtschläfer) noch in einem Videobeitrag. Den finden sie im Tagesverlauf auf dem YouTube-Kanal unseres Schwesterportals Formel1.de – also abonnieren sie am besten gleich unseren Kanal dort, damit sie nichts verpassen!

Ihr
Stefan Ehlen

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Subevent Rennen
Autor Stefan Ehlen