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Kolumne

Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Sebastian Vettel

Weshalb Sebastian Vettel der heimliche Sieger beim Formel-1-Rennen in Imola ist und warum P8 im Grand Prix mehr ist als einfach nur Punkte für Aston Martin

Sebastian Vettel, Aston Martin

Und auf einmal ist Sebastian Vettel wieder da.

Liebe Leser,

das ist für mich eine der großen Geschichten, die das Formel-1-Rennwochenende in Imola geschrieben hat. Vielleicht ist es sogar die größte von allen.

Denn was ist Sebastian Vettel nach dem verkorksten Saisonauftakt von Aston Martin und seinem Auftreten in Melbourne nicht alles nahegelegt worden?

Vettel müsse sich fragen: "Was mache ich hier eigentlich?", so formulierte es der frühere Formel-1-Fahrer Christian Danner bei 'Sport1'. Der ehemalige Teambesitzer Giancarlo Minardi meinte gar im 'Corriere della Serra': "Vettel sollte sich zurückziehen."

Vettel glänzt bei Mischbedingungen in Imola

In der Formel 1 (oder generell im Profisport) bist du eben nur so gut wie dein jüngstes Ergebnis. Und das war rabenschlecht in Australien, gar keine Frage. In Imola aber hat Sebastian Vettel geglänzt, und zwar richtig.

Schon am Freitag im Qualifying hat er unter Mischbedingungen mehr rausgeholt als eigentlich drin war im Aston Martin AMR22, hatte den richtigen Riecher bei den Reifen. Erstmals dieses Jahr stand sein Team unter den Top 10 in einer wichtigen Einheit.

Dass es im Sprint bis auf Platz 13 zurückging für Sebastian Vettel, das überrascht nicht: Im Trockenen ist das Auto weiterhin eines der schlechtesten im Feld, aber trotz der Platzverluste war das Ergebnis für Aston Martin immer noch ordentlich, wenn man das sonstige Abschneiden bisher bedenkt.

Risiko im Rennen, aber das wird belohnt

Und im zunächst nassen Grand Prix hat Sebastian Vettel, ähnlich wie schon im Qualifying, seine ganze Klasse bewiesen: Von 13 auf 9 in der ersten Runde.

 

Er war dann in Runde 17 der erste Fahrer aus den Top 10, der von Intermediates auf Trockenreifen gewechselt hat, als zweiter Fahrer überhaupt nach Daniel Ricciardo im McLaren, der zu diesem Zeitpunkt aber schon Letzter war und nichts mehr zu verlieren hatte.

Sebastian Vettel allerdings riskierte etwas mit dem frühen Reifenwechsel, und diese Rechnung ging auf: Er gewann erneut Positionen, hielt lange den siebten Platz, verlor schließlich noch eine Position und wurde Achter. Das kann sich sehen lassen.

Die eine Gelegenheit genutzt

Oder wie es Sebastian Vettel selbst kommentierte: "Unter solchen Bedingungen kannst du [als Fahrer] eben den Unterschied machen." Das ist ihm in Imola gelungen.

Denn unter normalen Umständen fährt er im Aston Martin AMR22 meilenweit hinterher und darf sich keine Chance auf WM-Punkte ausrechnen. Umso wichtiger war für Sebastian Vettel, diese eine Chance zu nutzen. Denn wer weiß, wie oft er dieses Jahr noch die Gelegenheit bekommt, mit Aston Martin in die Top 10 zu fahren?

Wahrscheinlich ist, dass es schon bald neue Rückschläge geben wird für ihn und das Team, inklusive neuer Kritik an Sebastian Vettel. Denn Ergebnisse wie in Imola werden 2022 die Ausnahme sein und nicht die Regel.

Imola hat gezeigt: Vettel kann's noch!

Nach dem Grand Prix der Emilia-Romagna aber wird Sebastian Vettel ganz ausgezeichnet geschlafen haben. Denn er hat unter schwierigen Bedingungen bewiesen: Er kann's noch! Und er zählt noch nicht zum alten Eisen. Gebt Sebastian Vettel ein halbwegs taugliches Auto und er mischt wieder regelmäßig weiter vorne mit, jede Wette.

Sebastian Vettel in Imola: Endlich mal ein Lichtblick für Aston Martin

Sebastian Vettel in Imola: Endlich mal ein Lichtblick für Aston Martin

Foto: Carl Bingham / Motorsport Images

Solange aber Aston Martin derart schwach aufgestellt ist, wird es bei punktuellen Erfolgserlebnissen für Sebastian Vettel bleiben. Platz acht, so sagte er selbst, sei für ihn "wie ein Sieg". Mehr noch: Es war ein Lebenszeichen des Mannes, der zu Beginn des vorherigen Jahrzehnts vier WM-Titel in Folge eingefahren hat und bei Ferrari beinahe seinen Traum vom erneuten Gesamtsieg wahrgemacht hätte.

All das ist Schnee von gestern, denn jetzt sind die Ausgangslage und die Resultate ganz andere. Aber wenn sich Sebastian Vettel an seinem jüngsten Ergebnis messen lassen muss, dann kann man nur sagen: Das war stark! Punkt.

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Sie denken ähnlich? Oder ganz anders? Dann lassen Sie uns darüber reden: Folgen Sie mir gerne auf Facebook und/oder Twitter, wo ich diese Kolumne – und weitere aktuelle und historische Themen aus der Formel 1 und dem Motorsport allgemein – gerne mit Ihnen diskutiere. Schreiben Sie mir!

Und wer nach dem Rennen in Imola gar nicht gut geschlafen hat? Das erfahren Sie wie immer in der Schwesterkolumne von Chefredakteur Christian Nimmervoll auf Motorsport-Total.com. Hier klicken!

Ihr
Stefan Ehlen

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