Williams: Rennen 2020 für das Team überlebenswichtig

Claire Williams sorgt sich um das Team ihres Vaters und wünscht sich einen frühen Start, um überleben zu können - Kommt die Budgetgrenze zu spät?

Williams: Rennen 2020 für das Team überlebenswichtig

Dass die Formel 1 noch 2020 wieder Rennen fährt, ist für die Zukunft von Williams von enormer Bedeutung, betont Teamchefin Claire Williams. Aktuell weiß niemand, wann die Formel 1 ihren Betrieb wieder aufnehmen kann, doch gerade für kleine Rennställe wie Williams sei ein frühestmöglicher Start wichtig, um das Überleben zu sichern.

"Wir sind eines der letzten echten Privatteams und haben nicht die finanzielle Unterstützung wie der Großteil der Konkurrenz. Für uns ist es absolut wichtig, dass wir in diesem Jahr wieder fahren", sagt Williams gegenüber 'Sky Sports News'.

Der Rennstall von Frank Williams lebt von den Einnahmen aus dem Rennsport und vor allem von den Preisgeldern der Konstrukteurswertung. "Das ist so wichtig für all unsere Geschäfte. Herauszufinden, was wir tun, wenn es in diesem Jahr überhaupt keine Rennen gibt, ist sehr schwierig", so Claire Williams.

Gleichzeitig betont sie aber, dass die Sicherheit und Gesundheit des Teams über allem steht. "Wir können nicht loslegen, bis es nicht absolut sicher ist", sagt sie. Wann das ist, kann jedoch derzeit niemand sagen. Zwar gibt es derzeit viele Meetings mit den Bossen anderer Teams, der FIA und der Formel 1, eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht abzusehen.

"Ich habe Gerüchte über einen Start im Juli gehört. Wenn es Juli wäre, dann weiß ich, dass Williams da sein würde", sagt die Teamchefin.

Aktuell blickt die Formel 1 aber auch regeltechnisch in die Zukunft. Die Vertreter sprechen derzeit häufig über eine Änderung des Finanzmodells durch eine Senkung der Budgetgrenze. Von den vereinbarten 175 Millionen US-Dollar möchte man sich etwas lösen. Doch ob man auf 150 Millionen oder sogar auf bis zu 100 Millionen geht, darüber herrscht Uneinigkeit.

Fakt ist für Williams nur, dass diese Diskussionen für die aktuelle Krise zu spät kommen. "Hätten wir die Regeln vielleicht vor zwei Jahren eingeführt, müssten wir uns jetzt vielleicht nicht solche Sorgen machen", meint sie. "Wir sind jetzt etwas blank, weil wir nicht solche Regeln haben. Aber ich vertraue darauf, dass wir das überstehen."

Die Britin erachtet die Krise als Chance für die Formel 1, das nicht nachhaltige aktuelle Konzept zu kippen und für solche Fälle in Zukunft gerüstet zu sein. "Sollte eine ähnliche Situation auftreten, dann sollten wir alle besser geschützt sein und uns nicht so winden müssen, wie wir es aktuell tun."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer