“Wir wollen Gerechtigkeit”: Familie von Jules Bianchi verklagt FIA, Formel 1 und Marussia

Die Familie des verstorbenen Formel-1-Piloten Jules Bianchi wirft den Verantwortlichen von Formel 1 und Automobil-Weltverband (FIA) ein Fehlverhalten vor und zieht nun vor Gericht.

„Wir wollen Gerechtigkeit für Jules“, sagt Vater Philippe Bianchi. „Wir wollen die Wahrheit über die Entscheidungen, die zum Unfall unseres Sohnes beim Japan-Grand-Prix 2014 führten.“

„Denn wir als Familie haben so viele unbeantwortete Fragen. Und wir haben den Eindruck: Jules‘ Unfall und sein Tod hätten vermieden werden können, wenn nicht eine Reihe von Fehlern begangen worden wäre.“

Bildergalerie: Erinnerungen an Jules Bianchi

Mit Hilfe von Stewart Law, einer der größten Kanzleien für Rechtsstreitigkeiten in Großbritannien, geht die Bianchi-Familie nun gegen den Weltverband, die Formel-1-Gruppe als Inhaber der kommerziellen Rechte und gegen das Marussia-Team, für das Bianchi damals fuhr, vor.

Familie Bianchi will Antworten

„Die Familie will Antworten von den Beteiligten“, sagt Julian Chamberlayne von Stewart Law. Man erwarte zudem, dass die Entscheidungsträger die Verantwortung für ihr Handeln in Suzuka 2014 übernehmen.

 

„Sicherheit sollte auf der Pole-Position stehen. Und darauf wiederum sollten sich die aktuellen Formel-1-Piloten verlassen können“, meint Chamberlayne. Er fügt hinzu: „Wäre das in Suzuka der Fall gewesen, würde Jules Bianchi wahrscheinlich noch heute in der Formel 1 fahren.“

Bianchi war am 4. Oktober 2014 beim Formel-1-Regenrennen in Suzuka von der Strecke abgekommen und in der Auslaufzone mit einem Bergefahrzeug kollidiert. Dabei hatte sich der Franzose schwere Kopfverletzungen zugezogen und lag lange im Koma. Er starb neun Monate später an seinen Verletzungen.

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