Wolff bekräftigt Mercedes-Credo 2017: Teaminteressen gehen vor Fahrerinteressen

geteilte inhalte
kommentare
Wolff bekräftigt Mercedes-Credo 2017: Teaminteressen gehen vor Fahrerinteressen
Valentin Khorounzhiy
Autor: Valentin Khorounzhiy
22.12.2016, 15:56

Laut Motorsportchef Toto Wolff wird das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes in der neuen Saison die Interessen des Teams "über alles" stellen.

Zielflagge für Sieger Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid und den 2, und neuen Weltmeister Ni
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 in der FIA Pressekonferenz mit Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid vor Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, feiert im Parc Ferme nach seinem 2. Platz und dem Sieg von Lewis Hami
Podium: 2. Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 feiert seinen WM-Titel mit Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
2. Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid feiert seinen WM-Titel nach dem Rennen
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 feiert seinen WM-Titel mit seiner Frau Vivian Rosberg, Freunden und de
Toto Wolff, Mercedes, Motorsportchef
Cover des Time-Magazins mit Lewis Hamilton

Mit dem jeweils 3. WM-Titel in Folge sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung und der Rekordmarke von 19 Saisonsiegen war 2016 für Mercedes ein überaus erfolgreiches Formel-1-Jahr.

Gänzlich ohne Kontroversen lief die Saison für die Silberpfeile aber nicht ab. Den Höhepunkt bildete die Taktik von Lewis Hamilton beim Saisonfinale in Abu Dhabi, als er Teamkollege und Titelrivale Nico Rosberg entgegen der Anweisungen des Teams einbremste. Die Konkurrenz konnte jedoch kein Kapitals Hamiltons Bummeltaktik schlagen und so war es Rosberg, der sich den WM-Titel holte.

In der Saison 2017 wird Mercedes mit neuer Fahrerpaarung antreten. Wer der neue Teamkollege von Hamilton und damit der Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Rosberg wird, ist noch offen. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass es Valtteri Bottas wird.

Toto Wolff blickt zurück und voraus

Kurz vor Ausklang des Jahres 2016 wandte sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Brackley an die Belegschaft, um zurückzublicken und gleichzeitig die Losung für 2017 auszugeben. Nachfolgend die Rede Wolffs im Wortlaut:

"Unser Team hat historische Rekorde gebrochen. Wir haben unsere Ziele mit Leidenschaft und Entschlossenheit verfolgt und wurden dabei an jeder Ecke vor unerwartete Herausforderungen gestellt. Nico wurde Weltmeister und hat daraufhin die Bühne verlassen. Lewis brauchte Charakterstärke, um die Niederlage mit Fassung und Würde zu tragen."

"Wir haben unsere Erfolge gefeiert und haben aus unseren Fehlern gelernt. Aus all diesen Momenten sind wir stärker hervorgegangen und gleichzeitig fähiger, die vor uns liegenden Aufgaben zu meistern. Unsere Position im Rampenlicht führt dazu, dass jede Entscheidung und jedes gesprochene Wort wie unter einem Mikroskop untersucht wird. Das, was wir entscheiden und sagen, wird in Reihen unserer Fans leidenschaftlich diskutiert und von den Medien interpretiert."

Fotos: Mercedes in der Formel-1-Saison 2016

"Jetzt aber genug der Worte. In diesen Tagen geht es um Ruhe und bedachte Reflexion. Es geht darum, unsere Errungenschaften zu genießen und uns auf die neue Saison vorzubereiten. Auf unserem weiteren Weg werden wir daran festhalten, die Interessen des Teams über alles zu stellen. Diese Philosophie ist größer als jede einzelne Saison oder jede einzelne Person."

"Diese Philosophie hat eine Gruppe geformt, die im Moment des Erfolgs mit Demut und im Moment der Niederlage mit Größe agiert. Die Gruppe ist hungrig auf Herausforderungen und unter Druck belastbar. Mit dem Status Quo ist sie nie zufrieden. Sie strebt immer nach Verbesserung. Unsere Werte haben die Grundlage für 3 Weltmeisterschaften gebildet. Im Bestreben, 2017 eine 4. Weltmeisterschaft zu gewinnen, wird es keine Kompromisse geben."

Nächster Formel 1 Artikel
Formel-1-Teamchef: "Strafenkatalog weg, es darf krachen"

Previous article

Formel-1-Teamchef: "Strafenkatalog weg, es darf krachen"

Next article

Analyse: Ist Stoffel Vandoorne eine Art Déjà-Vu für Fernando Alonso?

Analyse: Ist Stoffel Vandoorne eine Art Déjà-Vu für Fernando Alonso?
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Mercedes Shop Now
Autor Valentin Khorounzhiy
Artikelsorte News