Wolff bleibt dabei: Mercedes opfert 2022 nicht für 2021

Mercedes läuft Gefahr, die Saison 2021 ohne WM-Titel abzuschließen, doch am Fokus für das kommende Jahr ändere das nichts, sagt Toto Wolff

Wolff bleibt dabei: Mercedes opfert 2022 nicht für 2021

Trotz der realen Gefahr, erstmals seit 2013 eine Formel-1-Saison ohne WM-Titel abzuschließen, weicht Mercedes nicht von seinem Plan ab, den Fokus bereits auf die Saison 2022 zu legen. "Wir bleiben bei unserem Prinzip, unsere Ressourcen in 2022 zu stecken. Mit allen Konsequenzen, die das für 2021 haben kann", stellt Teamchef Toto Wolff klar.

Es bringe nichts, den langfristigen Erfolg zu gefährden. Zu wichtig sei die Regelrevolution, die 2022 Einzug hält. "Das ist ein langes Spiel, wir schauen nicht auf das einzelne Rennen oder das einzelne Ergebnis, sondern versuchen, jedes einzelne Jahr zu optimieren", erklärt Wolff. Schon am Freitag erklärte er, die Entwicklung am W12 der laufenden Saison sei quasi abgeschlossen.

Klar sei aber, dass Mercedes aufgrund der Regeländerungen im Unterbodenbereich zumindest in diesem Jahr ein Stück weit ins Hintertreffen geraten sei. "Das ist ein Fakt", betont Wolff. Wichtig sei es für die laufende Saison daher, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste herauszuholen.

Wolff: Red Bull hat das schnellere Paket

Red Bull sei aber im Moment schneller. "Es ist kein Geheimnis, es gibt einen Trend. Sie haben im Moment das schnellere Paket", ist der Österreicher überzeugt. Dies müsse Mercedes an anderer Stelle ausgleichen, dabei appelliert Wolff an die Stärken des Teams, die in der Vergangenheit zu WM-Titeln in Hülle und Fülle geführt haben.

"Wir müssen unsere Werkzeuge und unsere Intelligenz nutzen, um unser Auto, die Abstimmungsarbeit, die Reifen und das, was es braucht, zu verstehen. Und wir müssen fehlerfrei sein", fordert Wolff.

In den vergangenen Jahren hatte Mercedes nicht nur das schnellste Auto, sondern überzeugte auch durch perfekte Strategien und wenige Fehler. Doch auch diese Perfektion kam den Silberpfeilen in diesem Jahr abhanden, nicht zuletzt in Le Castellet, als Mercedes vom Undercut von Max Verstappen überrascht wurde. Wolff forderte bereits danach, den "Fehlerteufel" zu "beenden".

Wolff stichelt: "Drei Poles sind nicht viel, oder?"

Gelinge Mercedes dies, sei auch in diesem Jahr noch alles drin im WM-Kampf. "Ich glaube, wenn wir diese Sterne in Einklang bringen können, dann können wir die Meisterschaft gewinnen. Egal, welche Polepositions oder Siege irgendjemand zu diesem Zeitpunkt hat, wir sind gerade mal bei einem Drittel der Meisterschaft, es ist noch ein langer Weg zu gehen", stellt er klar.

Und zudem sei es ja nicht so, als würde Red Bull alles in Grund und Boden fahren. Dass Verstappen und Red Bull in acht Rennen dreimal auf die Pole gefahren sind und damit gleichauf mit Mercedes liegen, versetzt Wolff zumindest nicht in Angst und Schrecken. "Drei ist nicht so viel, oder? Es ist völlig offen", stichelt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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