Wolff: Russells Leistungen ohne Einfluss auf Hamilton-Vertragspoker

Bei Red Bull glaubt man, dass Toto Wolff George Russells Leistung am Wochenende als Druckmittel gegen Lewis Hamilton nutzt - Wolff will davon nichts wissen

Wolff: Russells Leistungen ohne Einfluss auf Hamilton-Vertragspoker

Toto Wolff wird George Russells Abschneiden beim Großen Preis von Sachir an diesem Wochenende nicht bei der Vertragsgesprächen mit Lewis Hamilton für die Formel-1-Saison 2021 heranziehen, wie der Mercedes-Motorsportchef versichert.

Nach zwei Bestzeiten des Ersatzfahrers für Hamilton am Freitag lag es nur auf der Hand, dass die ersten Zweifel daran aufkämen, ob Hamilton wirklich das Geld wert sei, um das er buhlt. Wolff streitet aber vehement ab, Russells Leistung als Druckmittel zu nutzen.

"Wir wissen, was wir an Lewis haben, und er weiß, was er am Team hat", sagt er. "Wir würden so eine Situation niemals dazu missbrauchen, um unsere Verhandlungsposition zu stärken. Und er auch nicht."

‘¿’"Es könnte in beide Richtungen gehen. Ich habe großen Respekt davor, wer er ist, wie er fährt und welche Erfolge er vorzuweisen hat. Egal, was dieses Wochenende passiert, es wird keine Auswirkungen auf unsere Gespräche haben."

George Russell

George Russell legte am Freitag gleich mit zwei Bestzeiten los

Foto: Motorsport Images

Horner: Natürlich wird er es nutzen

Natürlich sehen andere das von außen etwas anders. Red-Bull-Teamchef Christian Horner glaubt schon, dass ein starkes Auftreten von George Russell Lewis Hamilton Millionen kosten könnte. Bislang habe der Formel-2-Meister von 2018 "sehr guten Nutzen" aus seiner Chance gezogen, findet er.

"Ich bin mir sicher, dass Toto versuchen wird, dies auf irgendeine Weise in Lewis' Vertragsverhandlungen zu nutzen. Es wird faszinierend zu sehen sein, wie sich das ausgeht. Und es ist schön zu sehen, dass ein weiterer Youngster seine Chance erhält."

Lewis Hamilton fällt COVID-19-bedingt mindestens für den Großen Preis von Sachir 2020 aus, womöglich auch beim Saisonfinale in Abu Dhabi. "Das Zeitfenster [für die Vertragsverhandlungen] wird zurückgeschoben, bis er wieder gesund ist", stellt Wolff klar. "Beide von uns wissen, dass wir es hinter uns bringen wollen."

"Priorität hat nun aber erstmal, dass er wieder auf die Beine kommt. Danach werden wir uns treffen oder zoomen, um endlich die Tinte trocken zu bekommen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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