Zak Brown über Fernando Alonso: "Ich habe ein Monster erschaffen!"

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown spricht über die Rennambitionen von Fernando Alonso und weiß, wie bestimmt der Spanier auftreten kann, wenn es um Ideen geht.

Fernando Alonso verfolgt eisern sein Ziel, der beste Rennfahrer der Welt zu werden und sich die "Triple Crown" zu sichern. Nach dem Indy-500-Rennen in diesem Mai hat er sich nun das 24-Stunden-Rennen von Daytona auserkoren, um sich auf eine mögliche Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans vorzubereiten. Im Januar tritt er mit dem Team United Autosports von McLaren-Geschäftsführer Zak Brown an.

Alonso trat mit dem Wunsch an Brown heran, in der Formel-1-Winterpause bei Amerikas berühmtestem Langstrecken-Rennen anzutreten. "Ich war ein wenig überrascht, wie bestimmt er war", sagt der McLaren-Boss. "Fernando durchdenkt die Dinge erst und trifft dann eine Entscheidung. Es war klar, dass er schon mehr Gedanken daran verschwendet hatte, als ich erwartet hatte. Als er sagte, dass er es tun möchte, war es sehr bestimmt."

Die Entscheidung, Alonso für das Rennen freizugeben, sei für Brown dabei eine einfache gewesen. Doch wie weit geht die Freiheit im Umgang mit dem Spanier, nachdem er im Vorjahr bereits sogar einen Grand Prix auslassen durfte, nur um am Indy 500 teilnehmen zu dürfen? Aktuell hat der Spanier nur Daytona im Sinn, doch um die Triple Crown zu gewinnen, muss er auf jeden Fall noch nach Le Mans und nach Indianapolis zurück.

"Ich habe ein Monster erschaffen! Ein Renn-Monster", lacht Brown. Laut ihm habe Alonso schon seit mehreren Jahren versucht, andere Rennen zu fahren, doch erst bei McLaren-Honda eröffnete sich ihm 2017 die Gelegenheit. Im Team steht man den Sondereinsätzen des zweimaligen Weltmeisters übrigens offen gegenüber - solange sie die Interessen des Rennstalls nicht beeinträchtigen. Doch Brown wiegelt ab: "Ich denke nicht, dass die Liste der Rennen, die er fahren möchte, so superlang ist."

In Daytona wird sich Alonso einen LMP2-Boliden mit zwei Youngstern teilen: dem gerade erst 18 gewordenen Phil Hanson sowie Formel-3-Europameister Lando Norris, der in den kommenden Tagen 19 Jahre alt wird. Trotz seines Alters besitzt Alonso auch nicht mehr Erfahrung mit Sportwagen als seine Teamkollegen: Als großer Le-Mans-Fan durfte er zumindest einmal den Startschuss geben. Den will der Spanier in Zukunft aber lieber aus dem Cockpit erleben.

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