Zak Brown fordert drei US-Rennen, IndyCars im Rahmenprogramm

Die Formel 1 gastiert 2022 erstmals in Miami, Zak Brown träumt jedoch bereits von einem dritten US-Rennen - und einer gemeinsamen Veranstaltung mit den IndyCars

Zak Brown fordert drei US-Rennen, IndyCars im Rahmenprogramm

In der vergangenen Woche verkündete die Formel 1 die Einigung mit den Veranstaltern und Organisatoren in Miami für die Durchführung eines Rennens ab 2022. Damit bekommen die USA, Heimat von Formel-1-Vermarkter Liberty Media, ein zweites Rennen der Königsklasse. Bislang stand nur das Event in der texanischen Hauptstadt Austin im Kalender.

Geht es nach McLaren-Geschäftsführer Zak Brown, soll dies aber nicht das Ende der Expansion in Richtung seines Heimatlandes sein. Er befürwortet die Rückkehr an einen altbekannten Schauplatz. "Ich habe meine Meinung hinterlegt, dass Indianapolis einen Grand Prix bekommen sollte", sagt Brown.

Die ikonische Rennstrecke war zwischen 2000 und 2007 Austragungsort des Großen Preises der USA. In Erinnerung blieb aus dieser Zeit vor allem das Skandalrennen 2005, an dem wegen Sicherheitsbedenken nur sechs Autos teilnahmen.

Brown: Miami jährlich, Rotation zwischen Austin und Indy

Brown ist sich jedoch bewusst, dass drei Rennen pro Jahr in den USA wohl keinen Platz im Kalender haben. Daher präferiert er eine andere Lösung. "Ich würde gerne ein permanentes Rennen haben und ein anderes im Rotationsprinzip", erklärt er. Dies hätte nach Browns Ansicht den Vorteil, dass die Formel 1 drei Märkte bedienen würde, der Enthusiasmus durch die "Wahrung einer gewissen Seltenheit" aber aufrechterhalten wird.

Schon in den 1970er- und 1980er-Jahren war die Formel 1 mit zwei oder gar drei Rennen pro Jahr Stammgast in den USA. An diese Traditionen im hochattraktiven Markt will die Serie anknüpfen.

Geht es nach Brown, hat das Rennen in Miami seinen Platz im jährlichen Kalender sicher. Das Rotationsprinzip soll demnach zwischen Austin und Indy durchgeführt werden. "Miami sieht sehr positiv aus, aber ich denke, das benötigt eine jährliche Basis, damit die Zahlen auch funktionieren. Austin ist bereits gebaut und benötigt kein jährliches Rennen, Gleiches gilt für Indianapolis", meint Brown.

Eigentümerwechsel als zusätzlicher Pluspunkt

Ein Szenario, in dem Miami jährlich stattfindet und ein zweites Rennen in der Rotation zwischen Indianapolis und Austin, sei "großartig. Ich denke, damit könnte jeder gewinnen", glaubt Brown.

Der Indianapolis Motor Speedway befindet sich seit geraumer Zeit, wie auch die IndyCar-Serie, im Besitz von Roger Penske. Für Brown ist das ein zusätzlicher Pluspunkt für eine Rückkehr der Strecke - auch, um die negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit zu beseitigen. Ohnehin sei die Basis ganz anders als noch vor 20 Jahren.

"Es ist einer der berühmtesten Veranstaltungsorte im Sport, sicherlich auf jeden Fall der weltweit berühmteste im Motorsport. Die Stadt hat [2012] einen tollen Job bei der Austragung des Super Bowls gemacht. Sie haben bewiesen, dass sie ein Weltklasse-Event austragen können", sagt Brown.

Gemeinsames Event mit der IndyCar-Serie?

Noch vor 20 Jahren habe die Strecke "nicht diese Promoter-Fähigkeiten gehabt wie heute", erklärt der McLaren-Boss mit Blick auf Penske. Und was fehlt noch, wenn die Formel 1 und der Promoter der IndyCar zusammenarbeiten? Eine gemeinsame Veranstaltung beider Rennen. Dies ist der Traum von Zak Brown.

"Vielleicht kann die IndyCar ein Teil davon sein, was, so denke ich, toll für die IndyCar wäre. Ich denke, es kann Magisches geschehen", blickt er voraus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Chris Lugert