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Zanardi: Charles Leclerc als Weckruf für Sebastian Vettel

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Zanardi: Charles Leclerc als Weckruf für Sebastian Vettel
27.01.2019, 14:08

Alex Zanardi erklärt, welche Rolle die Ankunft von Räikkönen-Ersatz Charles Leclerc für Sebastian Vettel bei Ferrari spielt und wie er Robert Kubicas Comeback sieht

Nach einigen Jahren mit seinem Freund Kimi Räikkönen als Teamkollegen bekommt es Sebastian Vettel nun bei Ferrari mit dem aufstrebenden Youngster Charles Leclerc zu tun. Glaubt man dem Ex-Formel-1-Piloten Alex Zanardi, dann ist der Wechsel für die Scuderia die richtige Entscheidung. "Das ist eine sehr gute Wahl", sagt der Italiener gegenüber 'Corriere della Serra'. "Außerdem erhält Vettel dadurch einen Weckruf, auch wenn er den nicht unbedingt braucht."

Will Zanardi damit sagen, dass Vettels Leistungen darunter gelitten haben, weil er von Räikkönen nicht so richtig gefordert wurde? "Räikkönen ist immer noch ein großer Champion, aber es brauchte eine Veränderung", ist Zanardi überzeugt. "Leclerc ist ein großes Talent, aber ich hoffe trotzdem, dass Vettel der Teamleader bleibt, denn zuletzt waren die Fahrer nicht das Problem von Ferrari."

Damit stellt sich Zanardi auf die Seite des 2018 viel kritisierten Vettel und deutet an, dass technische Mängel und Teamentscheidungen bei den vergangenen zwei Niederlagen im Titelkampf das größere Problem waren.

"Jetzt muss das Auto verbessert werden, um Hamilton zu schlagen, denn der macht nie Fehler", weiß Zanardi, dass die Scuderia auch 2019 vor einer Herkulesaufgabe steht. Die blüht allerdings auch dem Polen Robert Kubica, der nach seinem Rallyeunfall im Jahr 2011 nun bei Williams doch noch ein Comeback in der Formel 1 geschafft hat.

Und nach wie vor mit Einschränkungen an der rechten Hand zu kämpfen hat. "So wie bei mir hindert ihn das daran, alles zu machen, was er früher getan hat", sagt Zanardi, der 2001 bei einem ChampCar-Unfall beide Beine verloren hat, danach aber nicht nur im Motorsport, sondern auch bei den Olympischen Spielen mit sportlichen Höchstleistungen begeisterte.

"Man nennt das eine Behinderung, dabei ist es in Wahrheit relativ", sieht er seine Lage und die von Kubica philosophisch. "Kein Mensch kann fliegen, aber dann haben wir unser Gehirnschmalz eingesetzt, und heute ist es ganz normal, den Flieger zu nehmen."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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