Zusätzlicher Reifentest: Pirelli und Formel-1-Teams im Clinch

Die Formel-1-Teams und Pirelli befinden sich in einer hitzigen Debatte über einen zusätzlichen Reifentest in Abu Dhabi nach dem Ende der Formel-1-Saison 2015.

Pirelli möchte dann bereits an den Reifenmischungen für die kommende Saison arbeiten – speziell an einer fünften Mischung („Ultrasoft“).

Zur Zeit sieht das Reglement jedoch keinen zusätzlichen Reifentest vor. Der FIA-Weltrat würde eine Regeländerung aus Sicherheitsgründen aber akzeptieren, damit Pirelli forschen und entwickeln kann.

Pirelli möchte rund 400 Testkilometer pro Team absolvieren und will dies auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi tun. Am Dienstag nach dem Formel-1-Saisonfinale soll volle zwölf Stunden, von 9 bis 21 Uhr Ortszeit, getestet werden.

Dabei besteht das italienische Unternehmen auf Stammfahrer oder Ersatzfahrer, die über genügend Erfahrung mit den diesjährigen Reifen verfügen, hinter dem Steuer.

Die meisten Teams sprechen sich aber vehement dagegen aus, vor allem aus Kostengründen.

Pirelli würde die Mietkosten der Rennstrecke zwar übernehmen, die Teams müssten für die weiteren Zahlungen aber selbst aufkommen. Wie ein Teammanager Motorsport.com erklärt hat, belaufen sich diese Kosten auf umgerechnet rund 460.000 Euro – pro Rennstall.

Den Teams, die solche Testsessions gern an Rookie-Fahrer verkaufen, sind aufgrund Pirellis Forderung nach Stamm- oder Ersatzfahrern die Hände gebunden.

Darüber hinaus wird es bei allen Teams mit der Motorenlaufleistung knapp. Außerdem sind für die Zeit nach dem Rennen bereits Flüge oder Urlaube verbindlich gebucht.

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